Trailer: "12 Years a Slave"

Das Sklaverei-Drama "12 Years a Slave" gilt als klarer Favorit für die Oscar-Verleihung im März 2014. Der Film basiert auf den Memoiren eines schwarzen Musikers, der gekidnappt und als Sklave verkauft wurde

Der Musiker Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) lebt mit seiner Familie in New York. Zwei Zirkusbetreiber engagieren ihn für einen Auftritt und laden ihn zu einem Drink ein. Am nächsten Morgen wacht er angekettet auf einem Sklavenschiff in Richtung Louisiana auf. Dort wird er auf dem Sklavenmarkt verkauft. Sollte er je seinen ursprünglichen gesellschaftlichen Status erwähnen, wollen die Entführer in töten. Zwölf Jahre lang schuftet er auf Plantagen, ohne die Hoffnung auf ein freies Leben zu verlieren. Als er auf den weißen Tischler Samuel Bass (Brad Pitt) trifft, vertraut er sich ihm an und seine dramatische Geschichte nimmt eine jähe Wendung.

Solomon Northup lebt in New York mit seiner Familie als freier Mann, bis er entführt wird.

Das Historiendrama, das in einem der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte spielt, basiert auf einer wahren Begebenheit. Solomon Northup wird im Jahre 1841 in New York als freier Mann entführt und erst 1853 aus der Sklaverei befreit. In seinen Memoiren berichtet er über den harten Alltag und die Lebensbedingungen, unter denen die afroamerikanischen Sklaven in den Südstaaten zu leiden haben. Während des 19. Jahrhunderts wird der Roman unter dem Titel "12 Years a Slave" mit 30.0000 verkauften Stücken zum Bestseller. Er erscheint kurz nach Harriet Beecher Stowes "Onkel Toms Hütte", der eine amerikaweite politische Debatte über Sklaverei auslöst. Anders als die fiktive Geschichte von Stowe berührt seine Geschichte die Leser durch Authentizität.

Zwölf Jahre lang schuftet Solomon Northup auf Baumwollplantagen in Louisiana.

Ein Grund, warum "12 Years a Slave" ganz heiß für den besten Film gehandelt wird, ist der hochkarätige Cast. Regisseur Steve McQueen arbeitet wie bereits in "Hunger" und "Shame" wieder mit Michael Fassbender zusammen. Der spielt den brutalen Plantagenbesitzer Edwin Epps, der Northup das Leben zur Hölle macht. An seiner Seite sind Brad Pitt, Paul Giamatti und Benedict Cumberbatch zu sehen. Die Hauptfigur des Sklaven Northup verkörpert Chiwetel Ejiofor.

Edwin Epps (Michael Fassbender) behandelt seine Sklaven wie sein Eigentum.

Die Kritiker sind sich einig: Der Academy Award für den besten Film geht an "12 Years a Slave", trotz der Brutalität und der Empfindlichkeit der Amerikaner für das Thema Rassismus. "Die Gewalt ist in angemessener Weise brutal, wenn man McQueens Entschlossenheit bedenkt, die Grausamkeit amerikanischer Sklaverei in Gänze zu dokumentieren", meint die New York Times. Das Magazin "Vulture" ist sich sicher: "Es besteht keine Frage, dass dieser Film unser ultimativer Award-Saison-Gewinner sein wird." Ab dem 16. Januar 2013 können sich deutsche Kinobesucher davon überzeugen, ob "12 Years a Slave" das Zeug zum Oscar-Material hat.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche