Tom Beck: Er schrieb einen Liebesbrief auf Klopapier

Im großen GALA-Interview spricht Tom Beck über seinen neuen Film "Dating Alarm", große Gefühle und verrät, ob er seine Freundin bald heiraten wird

Heute Abend um 20.15 Uhr läuft auf Sat.1 die Komödie "Dating Alarm". In der männlichen Hauptrolle: Tom Beck. Er spielt Edgar, der gleich mehrere Frauen gleichzeitig datet, bis er seine Jugendliebe Hannah (gespielt von Friederike Kempter) wiedertrifft. Auch sie trifft sich mit verschiedenen Männern und will dann doch nur den einen. Anders läuft es bei Edgars Bruder Friedrich (gespielt von Axel Stein) - plötzlich von der Ehefrau verlassen zieht es ihn zu Edgar und er lernt eine ganz neue Welt kennen.

Ob Tom Beck etwas mit seiner Filmrolle gemein hat, verriet er GALA. Im Gespräch plauderte der 38-Jährige außerdem über das Heiraten, peinliche Liebesbriefe und seine Männerfreundschaft zu Axel Stein.

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©Gala

Warum haben Sie sich entschieden, die Rolle des Edgar in "Dating-Alarm" zu spielen?

Da gab es gar keine Zweifel. Das Buch hatte ich schon vor längerer Zeit gelesen und ich fand es gut, dass das so eine Art Kammerspiel ist und fast nur in einer Wohnung stattfindet. Screwball-Komödien fand ich schon immer ganz witzig. Wenn man einem vermeintlich coolen Frauentypen dabei zusieht, wie er ins Rudern gerät. Und dass Axel Stein meinen Bruder spielen sollte, fand ich mega. Da habe ich nicht lange überlegt.

Können Sie sich mit der Rolle identifizieren?

Man kann sich mit jeder Rolle, die man spielt, irgendwie identifizieren. Das heißt ja nicht, dass man selber genauso handelt oder so ist. Wenn man Edgar versucht zu kreieren und ihn darstellt, kann man dann auch verstehen, warum er so ist. Ich denke aber auch nicht drüber nach, ob ich da jetzt genauso wäre.

Sie sind also nicht so ein Womanizer wie Edgar?

Das auf keinen Fall, nein. Womanizer ist aber auch der falsche Begriff. Ich weiß gar nicht, ob jetzt alle Frauen so auf ihn fliegen. Er hat halt drei Frauen kennengelernt und das sind Vielfliegerinnen und das passt ihm super in den Kram, weil er denkt, die haben wenig Zeit und kommen sich nicht in die Quere, weil sie am nächsten Morgen wieder weg sind. Er hat Abwechslung, aber keine Verpflichtungen. Im Endeffekt ist er ja nur eine arme Wurst, die Angst vor einer festen Beziehung hat.

Hannah (Friederike Kempter) und Edgar (Tom Beck) verabreden sich.

Können Sie das nachvollziehen?

Ich für mich nicht. Aber ich kann nachvollziehen, dass Edgar Angst hat.

Haben Sie einen bestimmten Typ Frau, auf den Sie stehen?

Bestimmt, aber das hat nichts mit der Optik zu tun. Ich finde es wichtig, dass eine Frau natürlich ist, ein natürliches Lachen hat, bei sich ist und sich nicht verstellt. Ob die dann mehr burschikos oder witzig oder mehr weiblich ist, das kommt auf den Typ an. Das jemand alles ist, gibt es nicht. Das muss einfach passen.

Im Film schreibt Teenie-Edgar einen Liebesbrief – Haben Sie das auch schon gemacht?

Ja, leider. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Mit zwölf oder dreizehn habe ich meiner damaligen Liebe Annette – und es tut mir total leid – einen Brief auf Klopapier verfasst. Weil ich wahnsinnig kreativ sein wollte. Da habe ich nicht einmal drüber nachgedacht. Erst etwa fünf Jahre später ging es mir durch den Kopf: 'Du kannst doch keinen Brief auf Klopapier schreiben.' Natürlich kommt das nicht gut an. Was hat sie gedacht, was das heißen soll? 'Ist dann alles scheiße?' Total absurd. Ich hoffe, sie hat ihn schon weggeschmissen. Das waren bestimmt zehn Blatt, die ich da beschrieben habe.

Wie hat sie darauf reagiert?

Ich glaube, sie fand es ziemlich beschissen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

War Annette Ihre erste große Liebe?

Das waren nur so fünf Tage, glaube ich. Das war nicht so ernst. Da hat Nadja einen größeren Eindruck hinterlassen. Da war ich sechs. Mit ihr habe ich immer "Küche" gespielt und ein bisschen gekuschelt. Abgefahren, dass man in dem Alter schon Annäherungsversuche startet. Jetzt steht sie auf Frauen. Später hatte ich dann richtige Beziehungen. Aber die erste große Liebe war dann später. Das vorher konnte man nicht so ernst nehmen. Mit 17, 18, 19 war ich noch nicht reif für eine Beziehung.

Glauben Sie, dass eine Liebe oder eine Beziehung ein ganzes Leben lang halten kann?

Klar. Das gibt es ja. Auf jeden Fall. Heutzutage ist das, glaube ich, aber immer schwieriger. Man ist versucht, wenn es mal nicht so läuft, das schneller aufzugeben. Die Verlockung ist einfach groß mit den ganzen Portalen, die es so gibt. Da schreibt man schnell mal jemanden an und dann trifft man die. Das im Hinterkopf zu haben, bedeutet bestimmt für viele Menschen, schneller aufzugeben. Aber es ist doch schön, wenn Beziehungen ein ganzes Leben lang halten.

Ist Heiraten ein Thema für Sie?

Nicht unbedingt. Vielleicht, aber es gehört für mich nicht unbedingt dazu. Ich brauche keinen Trauschein, um mit einer Frau ein Leben lang zusammen sein. Das bedeutet ja heute irgendwie nichts mehr. Früher, wenn man das für den Glauben gemacht hat und sich nicht hat scheiden lassen, weil man sich vor Gott das Ja-Wort gegeben hat, war das sicher anders. Es ist bestimmt schön, das mit Freunden zu teilen und ein Fest zu feiern, aber es ist nicht mein Wunsch.

Wie steht Ihre Freundin dazu?

Da sind wir nicht immer einer Meinung, aber es ist auch nicht ständig Thema. Es ist alles cool so, wie es ist und vielleicht kommt da mal die Zeit, wo man sich darüber Gedanken macht, aber jetzt drängelt da keiner.

Zurück zum Film: Sie und Axel Stein sind privat gut befreundet. Wie war da die Stimmung am Set?

Wenn Axel da ans Set kommt als relativ präsenter Typ, dann hauen wir uns da schon die Bälle um die Ohren. Und da musste das Team auch öfter mal leiden, weil wir nur Mist gemacht haben die ganze Zeit.

Friedrich (Axel Stein) bekommt von Edgar (Tom Beck) dessen Frauensystem erklärt.

Sie haben auch ein sehr lustiges Hobby: Headis.

Das ist wie Tischtennis nur mit dem Kopf. Das habe ich bei "TV Total" mal gespielt und habe Axel überredet, dass wir da mitmachen. Dann habe ich erfahren, dass das in Köln an der Sportuni gespielt wird und da gehe ich jetzt immer mal hin.

Haben Sie und Axel mal wieder zusammen gespielt?

Nein, das traut er sich nicht noch einmal, nachdem ich ihn da so gnadenlos abgezogen habe bei "TV Total". Zu Recht wie ich finde (lacht).

Wie würden Sie die Freundschaft zu Axel Stein beschreiben?

Ziemlich ungezwungen und ehrlich. Es gibt in der Branche nicht so viele Leute, die wirklich hundertprozentig meinen, was sie sagen und wenn man dann jemanden trifft, der ähnlich tickt und ähnliche Wertevorstellungen hat, ist das cool.

Was teilen Sie sonst noch außer der Sicht auf den Beruf?

Essen teilt er nie mit mir (lacht). Wir sind beide Sportfreaks: Er guckt gern Sport, ich mache gerne Sport. Wir haben einen ähnlichen Humor.

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