Til Schweiger: Er wollte den "Tatort" nicht verschieben

Mit der Verschiebung seiner "Tatort"-Folgen war Til Schweiger nicht einverstanden, wie er in einem Interview verriet

Die "Tatort"-Doppelfolgen "Der große Schmerz" und "Fegefeuer" mit Til Schweiger (51, "Honig im Kopf") in der Hauptrolle werden nicht wie geplant am 22. und 29. November im Ersten zu sehen sein, hatte der NDR am Montag bekannt gegeben. Mit der Entscheidung, die Filme erst 2016 zu zeigen, sind aber offenbar nicht alle Beteiligten einverstanden.

Der Grund für die Verlegung seien die Terroranschläge von Paris, erklärte Programmdirektor Frank Beckmann, 50. Aus Respekt vor den Opfern seien die Filme auf das kommende Jahr geschoben worden. "Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht", sagte Beckmann weiter. Der Hauptdarsteller selbst äußerte sich jetzt bei "Bild": "Ich persönlich bin völlig entsetzt darüber, was in Paris passiert ist. Es ist so furchtbar. Aber wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, was wir im Fernsehen zeigen sollten. Dann können wir ja bald nur noch ein Testbild senden", wird Til Schweiger zitiert.

Er halte die Entscheidung für einen neuen Sendetermin "für falsch". Er habe versucht, "die Verschiebung zu verhindern, habe diskutiert, habe gehofft, dass wenigstens die Premiere stattfinden kann. Die Nationalmannschaft wird ja auch dafür gefeiert, dass sie weiter ihre Spiele spielt. Wenn man stattdessen am Sonntag eine Sondersendung zu den Terroranschlägen zeigen würde, wäre das für mich verständlicher". Anstelle der Schweiger-Filme zeigt Das Erste nun die "Tatort"-Fälle "Spielverderber" mit Maria Furtwängler, 49, am 22. November und anschließend "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" am 29. November mit Axel Milberg, 59, und Sibel Kekilli, 35, als Ermittlerteam.

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