Til Schweiger: Der Chef hat Rücken

Unter erschwerten Bedingungen drehte Til Schweiger seinen ersten Werbespot. "Gala" besuchte ihn am Set

Til Schweiger ist nicht zu bremsen. Auch nicht durch Rückenschmerzen. Während im Erdgeschoss des Hamburger Studios die nächste Szene eingerichtet wird, sitzt der Regisseur im provisorischen Schneideraum, mit freiem, braun gebranntem Oberkörper - und schmerzverzerrtem Gesicht. Er kümmert sich um Szenen, die erst vor wenigen Minuten gedreht wurden. Gleichzeitig massiert eine Physiotherapeutin seinen eingeölten Körper.

Til Schweiger

Der bewegte Til

Dezember 2013: Am 19. Dezember wird Til Schweiger 50 Jahre alt. Mit Mütze macht er jedoch einen geradezu jugendlichen Eindruck. "Mein seelisches Alter liegt bei Ende 20", erzählt er im Interview mit dem Magazin "Stern".
Til Schweiger, Svenja Holtmann
Februar 2013: Bei der Berlinale posiert Til Schweiger mit den Hollywoodstars Shia LaBoeuf und Rupert Grint. Gemeinsam standen sie für die Actionkomödie "The Necessary Death of Charlie Countryman" vor der Kamera.
8. Juli 2010: Til Schweiger und seine Freundin Svenja Holtmann während der "Mercedes Benz Fashion Week" bei der Boss Black Show

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Detailverliebt: Schweiger am Set für seinen ersten Werbespot.

Es ist Schweigers erste Regiearbeit in diesem Jahr. "Nach vier Filmen 2012 war es spannend für mich, wieder an den Set zu kommen", sagt er, während er durchgeknetet wird. "Ich habe mich extrem auf die Leute gefreut. Das ist ja auch ein bisschen meine Familie." Es ist aber nicht nur die erste Regiearbeit in diesem Jahr - mit 49 Jahren hat Til Schweiger seinen ersten Werbedreh überhaupt. Hätte man keine Tonspur, könnte man annehmen, man sei am Set von "Kokowääh 3". Alles sieht so aus wie in seinen Kino-Blockbustern. Auch Tochter Emma, 10, spielt mit. Die drei TV-Spots, die an diesem Tag entstehen, sind für "Watchever", eine neue Online-Plattform, auf der man für 8,99 Euro monatlich Tausende Filme und Serien sehen kann. Warum macht er dafür Reklame? "Eigentlich finde ich Werbespots grauenvoll", sagt Schweiger. "Mir wird schlecht, wenn ich 'Rama'- oder 'Gutfried'-Werbung sehe. Furchtbar! Ich sehe ganz selten fern. Und wenn dann Werbespots kommen, zappe ich sofort weg." Aber er sei selbst "Watchever"- Abonnent und Emma auch. "Deshalb ist es mir leicht gefallen, Spots für die zu machen."

Emma ist für den Dreh aus L. A. eingeflogen, so können Vater und Tochter wieder zusammenarbeiten. "Sie liebt es, vor der Kamera zu stehen", sagt er. "Der Rest interessiert sie nicht so. Bei der Premiere von 'Kokowääh 2' hat sie mit Freundinnen Quatsch gemacht, während der Film lief. Da musste ich dazwischengehen: Seid mal ein bisschen leiser, hier gibt es auch Leute, die den Film sehen wollen."

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