Günther Krause

Günther Krause
©TVNOW / Arya Shirazi

Günther Krause zieht als erster Politiker ins Dschungelcamp ein. Dort will der Ex-CDU-Politiker laut eigener Aussage gerne Cognac trinken, eine Havanna-Zigarre rauchen, seine Politiker-Affären richtigstellen und über die Klimakrise sinnieren.

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Günther Krause, geboren am 13. September 1953 in Halle (Saale), schloss 1972 sein Abitur ab und beendete danach ein Studium an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar als Diplom-Ingenieur.


Danach war der jetzige Dschungelcamp-Kandidat mehrere Jahre an der Ingenieurhochschule Wismar tätig, bevor er im Jahr 1990 als Professor an der Technischen Hochschule Wismar unterrichtete. Seit 1993 war er zudem selbstständiger Unternehmer, doch gegen seine Firma für Heizkostenabrechnung wurde 2016 ein Insolvenzverfahren eingeleitet.


Günther Krause: seine Karriere als CDU-Politiker

Einst war Günther Krause als hochrangiger CDU-Politiker tätig und schrieb als dieser sogar Zeitgeschichte. Denn er verhandelte 1990 als Chef-Unterhändler der DDR den deutsch-deutschen Einigungsvertrag. Der Vertrag regelte die Auflösung der DDR, deren Beitritt zur BRD und damit die deutsche Einheit.


Danach hatte er von 1991 bis 1993 das Amt als Bundesminister für Verkehr inne. Nun möchte sich ein so bedeutender Politiker neuen Herausforderungen nicht politischer Natur stellen und zieht ins Dschungelcamp. Jedoch bezeichnet Krause sich heute nicht mehr als Politiker, sondern lieber als Ingenieur.


Günther Krause: Deswegen nimmt er am Dschungelcamp teil

Doch warum möchte Günther Krause als selbst ernannter "Dschungelcamp-Opi" in den Dschungel gehen? Zum einen möchte er im Dschungel darüber sinnieren, wie man wirklich das Klima in den Griff bekommen könne. Und zum anderen möchte er einiges richtigstellen, zum Beispiel, dass es überhaupt keine Putzfrauen-Affäre gegeben habe.


Günther Krause und seine Politiker-Affären

Anfang der 1990er Jahre machte Günther Krause wegen einiger in der Öffentlichkeit als Affären behandelten Vorgänge Schlagzeilen. Zum einem ging es 1992/1993 um die eben erwähnte "Putzfrauen-Affäre". Hierbei soll der 66-Jährige beim Arbeitsamt für die langzeitarbeitslose Putzfrau Zuschüsse beantragt und vom Amt eine zu hohe Förderung der Lohnkosten erhalten haben. Letztendlich ließ sich aber kein Fehler in der Förderung feststellen.


Zuvor machte er im Jahr 1991 wegen der "Autobahn-Affäre" und der "Umzugs-Affäre" von sich reden. Bei Letzterer ließ er sich den Umzug seines DDR-Dienstsitzes von Berlin nach Börgerende (sein Familienwohnsitz) vom Staat finanzieren. Der Bundesrechnungshof hat die Erstattung der Umzugskosten nach Prüfung nicht beanstandet. Am 6. Mai 1993 trat Krause von seinem Amt als Verkehrsminister zurück.