The Voice of Germany: "Wie ein großes Praktikum"

Kurz vor dem großen Finale sprachen die "The Voice of Germany"-Finalisten Debbie Schippers, Judith van Hel und Chris Schummert mit Gala.de über Lampenfieber und ihre Chancen gegen den Favoriten Andreas Kümmert

Die dritte Staffel von "The Voice of Germany" geht in die Endrunde. Im Finale stehen am Freitag (20. Dezember) Debbie Schippers, 17, Judith van Hel, 27, Chris Schummert, 20, und Vollblut-Musiker Andreas Kümmert, 27, der sich mit seiner Joe-Cocker-Stimme bereits an die Spitze der deutschen Download-Charts sang und als Favorit gilt. Während der "Rocket-Man" aus Max Herres Team eine Krankheit auskurierte, sprachen seine Konkurrenten mit Gala.de über ihre Entwicklung bei "The Voice" und wie es ist, gegen Andreas anzutreten.



Wie sieht es so kurz vor dem Finale mit dem Lampenfieber aus?

Debbie: Noch ist die Stimmung relativ gelassen. Ich bin gar nicht so der Lampenfieber-Mensch. Drei Stunden vor der Show krieg' ich dann immer Magengrummeln, aber bevor die Show dann losgeht, habe ich einfach nur noch Bock, dann verfliegt das irgendwie.

Judith: Ich bin total entspannt. Dadurch, dass der Andreas natürlich hier voll die Favoritenrolle übernimmt, haben wir natürlich auch nicht so einen Druck.

Chris: Mir könnte es gar nicht besser gehen. Ich bin einfach sehr glücklich, dass ich die Gelegenheit bekomme, im Finale singen zu dürfen. Für einen Nachwuchsmusiker wie mich, ich bin ja erst 20 Jahre alt, ist das einfach eine unglaublich schöne Erfahrung. Ich bin dankbar dafür, dass ich das alles erleben darf. Die Stimmung ist dementsprechend sehr gut.

Wie geht Ihr damit um, dass Andreas in den Medien als klarer Favorit gilt?

Andreas Kümmert und sein Coach Max Herre sind ein starkes Team für das Finale.

Debbie: Der ist halt super stark, der hat eine Jahrhundertstimme. Ich sehe da jetzt nicht so große Chancen für mich, um ehrlich zu sein. Das macht mich entspannter. Ich habe jetzt null Druck und kann jetzt wirklich im Finale alles geben. Mein Motto für die Show am Freitag ist, dass ich 1500 Prozent geben möchte, nur für meine Coaches, meine "Bossi-Hossi"-Jungs, weil die von der Sekunde eins an mich geglaubt haben.

Judith: Ich gehe damit total locker um. Ich würde es dem Andreas wirklich gönnen, dass er das Ding gewinnt und dass er eine großartige Karriere vor sich hat. Ich bin ein Riesen-Fan von ihm. Die Zeit ist da, für die Musik, die er macht und für handgemachte Sachen. Wir könnten ja trotzdem einen Plattendeal bekommen, das hängt ja nicht davon ab, ob man gewinnt, oder nicht.

Chris: Andreas ist ein Jahrhunderttalent. Es geht bei "The Voice" um DIE Stimme und DIE Stimme hat er. Ich gönne es ihm auch von ganzen Herzen, weil er ein gestandener Musiker ist und auch schon viel musikalisch in seinem Leben getan hat. Aber ich sehe das nicht so extrem, dass er uns locker in die Tasche steckt. Ich gehe da ganz entspannt hinein. Was heute passiert, das passiert.

Jury-Mtiglied Samu Haber schickt ja mit Euch, Judith und Chris, gleich zwei Talente ins Finale. Wie ist das, einen Konkurrenten aus dem eigenen Team zu haben?

Judith: Das finde ich total super, weil ich mich wirklich für Samu freue. Das ganze Team um Samu herum hat einfach eine super Arbeit geleistet. Ich finde, das sieht man wirklich daran, dass Samu mit zwei Talenten im Finale steht.

Chris: Generell gibt es in der Musik wenig Wettkampfgedanken, auch bei uns. Das hat sich nie bei uns festgesetzt. Wir sind glücklich, dass wir zwei Talente im Finale haben. Samu und unser Team hat unglaubliche Arbeit geleistet und ich bin einfach glücklich, dass wir zusammen ins Finale gehen, weil wir uns jetzt schon länger kennen und gemeinsam den Weg mit Team Samu beschritten haben.

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Samu wirkt ja in der Show sehr locker und sympathisch. Wie habt Ihr ihn als Coach erlebt?

Judith: Samu ist sehr herzlich. Das ist das, was mich von Anfang an so beeindruckt hat und wo ich gedacht habe: "Genau im richtigen Team gelandet!" Wir haben direkt einen guten Draht zueinander gefunden. Er ist auf Augenhöhe und das ist das, was ich so schön finde. Man stand jetzt nicht vor ihm und hat gedacht: Oh, er ist jetzt der große Sänger von "Sunrise Avenue", sondern er hat einen direkt abgeholt und war total herzlich. Er hat einen in den Arm genommen und wirklich aufgebaut, wenn es einem mal nicht so gut ging.

Chris: Er ist ein sympathischer Mensch. Wir sind Freunde geworden. Wir verstehen und wirklich sehr gut und sind auch musikalisch auf einer Wellenlänge. Es fällt uns sehr leicht, über musikalische Dinge, aber auch andere Dinge zu reden.

Was nehmt ihr aus der Sendung für Euch mit?

Debbie: Ich habe aus der Sendung nicht nur gesanglich viel gelernt oder performance-technisch, ich habe auch für meine Person viel gelernt. Vor allen Dingen mehr an mich zu glauben. Ich habe nicht gedacht, dass ich die Blind-Auditions schaffe, jetzt bin ich im Finale. Ich nehme auf jeden Fall mit, dass ich vielleicht einfach mal ein bisschen an mich glauben sollte

Judith: Das Wichtigste, was ich hier erreicht habe, ist nicht, im Finale zu stehen, sondern die Tatsache, dass ich so viel gelernt habe. Wenn man sich meine Auftritte hintereinander anguckt, hört man sehr deutlich, dass ich gesangstechnisch Einiges gelernt habe. Ich habe auch menschlich sehr viel gelernt, zum Beispiel: Wie geht man mit Extremsituationen um? Auch was die Presse angeht, oder den Gedanken, man singt jetzt wirklich vor fünf Millionen Leuten, die draußen an den Fernsehern sitzen.

Chris: Ich habe gesanglich unglaublich viel gelernt und habe auch viel für meine Persönlichkeit mitgekommen. Das ist echt ein Erlebnis, wie ein großes Praktikum, wo man seine Persönlichkeit formt und bildet. Das ist irre.

Debbie, mit 17 bist du das Küken im Finale. Ist das ein Nachteil?

Debbie: Ich hasse diese Frage. Klar, ich bin 17, aber ich halte mehr aus, als manch anderer. Ich habe noch nie dagestanden und geheult, weil ich einfach was kann und das weiß ich. Ich habe es so weit geschafft und ich bin einfach tierisch stolz auf mich. Das hat, glaube ich, überhaupt nichts mit dem Alter zu tun.

Habt ihr bei all dem Trubel schon Pläne für Weihnachten gemacht?

Debbie: Ich werde nach Hause fahren, da war ich lange nicht mehr. Ich freue mich echt auf das Weihnachtsessen. Aber danach geht es dann auch direkt schon wieder auf Tour. Ich freue mich auch darauf, meinen Hund zu sehen. Den vermisse ich total.

Judith: Ich habe kein einziges Geschenk, ich werde mir jetzt aber auch keinen Stress mehr machen. Ich werde auf jeden Fall bei meinen Eltern Weihnachten feiern. Meine Mama war letzte Woche zum ersten Mal bei einer Show und da hat sie arg dafür gekämpft, dass ich über die Weihnachtsfeiertage nach Hause komme.

Chris: In den drei freien Tagen werde ich mir der Familie Ruhe finden und wir werden einfach die besinnliche Zeit zusammen genießen.

Um 20:15 Uhr werden die Finalisten zusammen mit Tom Odell, Ellie Goulding, James Blunt und Rebecca Ferguson auftreten und die Zuschauer können ihre "Voice of Germany" wählen. Die Sendung wird auf Sat.1 ausgestrahlt.

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