The Night Manager: Darum ist die Serie so sehenswert

Das ZDF zeigt ab heute in drei Teilen die hochgelobte Serie "The Night Manager". Die John-le-Carré-Verfilmung sollte niemand verpassen - wir sagen, warum

Der Unter schlägt den Ober, etwa so: Ein Hotelportier bringt den schlimmsten Mann der Welt zur Strecke. Das ist mal etwas anderes, deshalb ist "The Night Manager", die spannungsgeladene Serie, die das ZDF in drei Teilen ausstrahlt (ab 29.08., 22.15 Uhr), eine ganz außergewöhnliche TV-Story. Als Vorlage dient der gleichnamige Roman von John le Carré. Nicht zu vergessen, dass die britische Produktion mit einem Schauspiel-Ensemble vom Feinsten auffährt: Ganz stark präsentiert sich Hauptdarsteller Tom Hiddleston (35, "Thor").

Darum geht's

Natürlich hat es dieser Portier, der Nacht-Manager eines Luxushotels in Kairo, in sich. Er war früher britischer Elitesoldat im Irak und er weiß ganz genau, was es mit dem Töten und dem Getötet werden auf sich hat. Deshalb hat er sich auf die Seite der Guten geschlagen, und das ist in einer 5-Sterne-Herberge zunächst eine ziemlich unverbindliche Angelegenheit.

Ausgerechnet diesem Mann werden brisante Papiere zugespielt, die ihn auf die Spur eines weltweit operierenden Waffenhändlers bringen. Also übergibt Jonathan Pine, der Nacht-Manager, die geheimen Unterlagen einem Vertrauten in der britischen Botschaft und wird eine zentrale Figur in einem atemberaubenden Katz- und Maus-Spiel. Es geht um eine skrupellose Waffen-Mafia, intrigante Geheimdienste, um Liebe, Verrat und die Kriegslüsternheit nahöstlicher Terrorpotentaten.

Die Vorlage

Der englische Thriller-Autor John le Carré, 84, hat den Roman "The Night Manager" bereits 1993 veröffentlicht. Nach über 20 Jahren hat sich die BBC an den großartigen Stoff heran getraut und gemeinsam mit dem US-Kabelsender AMC und der Ink Factory, der Firma von Le Carrés Söhnen Simon und Stephen Cromwell, sowie dem Autor selbst für 30 Millionen Dollar eine sechsteilige TV-Serie produziert. Im Frühjahr sorgte sie bereits international für Furore. In den USA wurde etwa Hiddlestons blanker Po aus einer Szene herausgeschnitten. Die Sendezeit von sechs Stunden hat das ZDF in drei Teile gegliedert.

Fotoalbum

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Ein starker Cast

Der Erfolg dieser Mini-Serie beruht aber nicht nur auf ihrer Kino-mäßigen Ausstattung. Auch die Figuren werden von brillanten Schauspielern dargestellt. Da wäre die schwangere Geheimdienstlerin Angela Burr (Olivia Colman), die gegen Konkurrenz und Verrat in den eigenen Reihen ankämpfen muss. Oder die attraktive Jed Marshall (Elizabeth Debicki), die zwischen Männern steht, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und Tom Hollander verkörpert ideal den frettchenartigen Major Lance Corcoran, der seinem obersten Boss hündisch ergeben ist.

Dieser Boss ist Hugh Laurie, 57, den TV-Zuschauern als "Dr. House" wohlbekannt. In "The Night Manager" spielt er den nicht minder zynischen Waffenhändler Richard Roper, der bei einer bombastischen Waffendemonstration zu seinen potentiellen Kunden sagt: "Nichts ist auch nur annähernd so schön wie Napalm bei Nacht."

Setbilder

Stars bei Dreharbeiten

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Ein großartiger Tom Hiddleston

Sein kongenialer Kontrahent ist der Nacht-Manager Jonathan Pine, gespielt von Tom Hiddleston, 35, dem Freund von Popstar Taylor Swift, 26. Kinobesucher kennen ihn als Loki aus dem Marvel-Universum, wo er bereits in "Thor" und "The Avengers" sein Unwesen trieb. Oder als Arzt Dr. Robert Laing in "High-Rise". Doch auch in Woody Allens Komödie "Midnight in Paris" und Steven Spielbergs Kriegsdrama "Gefährten" war er zu sehen.

Hiddleston entstammt der britischen Oberschicht, sein Vater ist Geschäftsführer eines Pharma-Unternehmens, die Mutter Kunstverwalterin. Er selbst hat einen Abschluss der Universität Cambridge. In den USA feierte ihn die Presse zuletzt wegen seiner Darstellung von Country-Sänger Hank Williams. Er hat alle Lieder im Streifen "I Saw the Light" selbst eingesungen. Auch das kann der talentierte Brite.

Es heißt zudem, dass Tim Hiddleston als James Bond erste Wahl sei, falls Daniel Craig wirklich seine Drohung wahrmacht und den 007-Smoking an den Nagel hängt. Das wäre ein völlig neuer Bond: außen Seide, innen Stahl. Und bei Bedarf gerne auch umgekehrt. Zunächst sollte ihn aber niemand in "The Night Manager" verpassen.

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