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"The Biggest Loser – Family Power Couples" Hassina Bahlol-Schröer ist neuer Mental-Coach im Camp

"The Biggest Loser – Family Power Couples!: Hassina Bahlol-Schröer steht en Teilnehmer:innen als Mental-Coach zur Seite
"The Biggest Loser – Family Power Couples!: Hassina Bahlol-Schröer steht en Teilnehmer:innen als Mental-Coach zur Seite
© SAT.1/Ben Pakalski
Am Montag, 30. August 2021, startet "The Biggest Loser – Family Power Couples". Acht Eltern-Kind-Duos gehen an den Start, um ihrem Übergewicht den Kampf anzusagen. Ihnen zur Seite steht Hassina Bahlol-Schröer, Psychotherapeutin und Mental-Coach im Camp.

Das neue Format "The Biggest Loser – Family Power Couples" geht an den Start und gibt 16 Menschen die Chance, ihr Leben grundlegend zu verändern. Weg vom Übergewicht und hin zu einem gesunden Lebensstil. Dass die Teilnahme an der Show viel Mut, Kraft und Willensstärke abverlangt, das wissen nicht nur Camp-Chefin Dr. Christine Theiss, 41, und Trainer Ramin Abtin, 49, sondern auch der neue Mental-Coach der Runde: Hassina Bahlol-Schröer, 38.

Die Berliner Psychotherapeutin hat im GALA-Interview über ihre Zeit mit den Kandidat:innen gesprochen und wie wichtig die offene Aussprache von Problemen ist. Denn eine ungesunde Ernährung und zu wenig Sport sind längst nicht alles. Es sind die mentale Ebene, Mobbing in der Schule oder auch Ausgrenzung, die oftmals belasten.

"The Biggest Loser – Family Power Couples": Hassina Bahlol-Schöer arbeitet seit vielen Jahren als Psychotherapeutin in Berlin

Im Gespräch mit dem sympathischen Neuzugang des Formates wird schnell deutlich, welche zentrale Rolle sie neben Ramin Abtin und dem Camp-Arzt Dr. Christian Westerkamp eingenommen hat. Nicht nur für die Eltern und Kinder der diesjährigen Staffel war die Zeit prägend. Auch der Mental-Coach hat sich durch die fünf Wochen auf Naxos verändert …

Gala: Wie kam es dazu, dass Sie bei "The Biggest Loser – Family Power Couples" unterstützen?
Hassina Bahlol-Schröer: Ich wurde angefragt und habe mich dann mit dem Konzept und Format beschäftigt. Das hat mich tatsächlich direkt überzeugt. Ich habe bereits viele Jahre mit Menschen, vor allem Jugendlichen, mit Essstörungen gearbeitet. Ich möchte jungen Menschen und ihren Eltern helfen, frühzeitig einen anderen Weg einschlagen zu können.

Inwiefern hat sich Ihre Arbeit für "The Biggest Loser – Family Power Couples" von Ihrem Alltag als Psychotherapeutin unterschieden?
Ich habe bei "The Biggest Loser – Family Power Couples" keine klassische Psychotherapie betrieben. Dort war ich als Mental-Coach und bin auf bestimmte, sehr gezielte Bereiche eingegangen, die mir die Kandidat:innen genannt haben. So konnte ich einen Querschnitt machen, welche Probleme betreffen vielleicht all unsere Couples. Ich habe auch individuelle Gespräche mit den Couples geführt, die sehr wichtig waren für das Gesamtbild.

Auf Ihrer Homepage schreiben Sie: "Krisen bieten häufig einen wichtigen Impuls zur Veränderung und für Neues". Wie haben Sie die Kandidat:innen in dieser Hinsicht erlebt? War eine Krise auch dort oftmals der Auslöser für die Teilnahme?
Ja, das haben unsere Couples deutlich beschrieben. Bei den Jüngeren äußerte sich diese Krise oftmals in Form von Mobbing und Ausgrenzung in der Schule. Bei den Eltern ist es etwas Anderes: Bei ihnen ist es oft die Ohnmacht, die sie empfinden. Aufgrund von Schmerzen, Müdigkeit können sie nicht so, wie sie wirklich wollen und sagen dann aus dieser Not heraus: "Das will ich nicht mehr!"

Wie haben Sie die Family Couples erlebt? Haben die Duos in ihren Augen einen Vorteil im Vergleich zum herkömmlichen "The Biggest Loser"?
Der Unterschied der beiden Formate ist im Wesentlichen das Alter. Bei einer Teilnahme für "The Biggest Loser" ist das eine Entscheidung, die von einer Einzelperson getroffen wird. Bei "Family Power Couples" mussten sowohl Eltern als auch die Kinder diesen Schritt gehen. Es ist besonders für Kinder und Jugendliche hilfreich, eine Bezugsperson zu haben, da sie viel mehr Ängste und Probleme haben, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden. Die Mutter oder den Vater als Unterstützung dabei zu haben, ist sehr hilfreich.

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Wenn Sie auf die Wochen im Camp zurückblicken, was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Ich bin am Ende mit dem Gefühl gefahren, dass ich gerne noch mehr Zeit mit unseren Couples verbracht hätte. Die Zeit schien kurz, aber sie war sehr intensiv. Ich habe alle Teilnehmer:innen vom ersten Tag an entschieden erlebt. Ich denke, es war genau der richtige Zeitraum, aber es liegt natürlich in meinem Beruf, dass ich mir persönlich noch mehr gewünscht hätte.

Glauben Sie, dass Sie auch Menschen vor dem Fernseher mit der Show helfen können?
Ja, absolut. Es braucht ganz viel Mut, diesen Schritt zu gehen und sich für die Show zu bewerben. Ich stelle mich in die Öffentlichkeit, benenne mein Problem und gehe dieses vor einem Kamerateam an. Menschen, die vor dem Fernseher sitzen und diesen Mut gerne aufbringen würden, sehen, dass sie nicht alleine sind.

Über diese Identifikation können sie für sich etwas mitnehmen. Wir sprechen über seelischen Kummer, Mobbing und benennen diese ganz klar – daraus können viele etwas ziehen. Dann noch auf der sportlichen Ebene: Selbst, wenn es nicht das ganze Training ist, sieht vielleicht jemand vor dem TV eine Übung und denkt sich: 'Die will ich ausprobieren!' Und Dr. Christian Westerkamp gibt dann noch Ernährungsberatung, wo man sich elementare Dinge herausziehen kann. 

Was haben Sie für sich aus der Erfahrung mitgenommen?
Ich habe auf zwei Ebenen etwas mitnehmen können. Ich war auf der einen Seite sehr aufgeregt. Das ist für mich meine erste Fernseherfahrung und ich hatte ganz wilde Fantasien, wie das ablaufen könnte. Bekomme ich vielleicht keinen Satz raus? Doch nach den fünf Wochen im Camp bin ich nach Hause gefahren und habe gemerkt: Ok, das kann ich auch. Auf der persönlichen Ebene war "The Biggest Loser – Family Power Couples" also sehr bereichernd.

Beruflich habe ich für mich mitgenommen, dass ich, obwohl ich Psychotherapeutin bin, noch mehr reden muss in meinem Umfeld. Wenn ich meine Nachbarin sehe und sie etwas Hübsches trägt, dann muss ich das benennen. Es reicht nicht, es zu denken. Negative Gedanken werden so oft geäußert, aber die positiven viel zu selten. Ich habe gemerkt, dass ich noch achtsamer mit meinem Umfeld und mit mir selbst umgehen möchte.

Sie sind nicht nur Psychotherapeutin, sondern auch selbst Mutter. Hat Ihnen auch das im Umgang mit den Jugendlichen geholfen?
Ich würde das umgekehrt aufziehen. Mein Kind ist ja erst 14 Monate alt. Deshalb hatte ich nicht den Impuls, was ich aus meinem Muttersein mit ins Camp nehmen kann. Aber als ich zurückkam, war ich gestärkt darin, in den kommenden Jahren immer für mein Kind da zu sein und vielleicht auch mal Strenge zeigen zu müssen, wenn sich beispielsweise das Kind falsch ernährt. Dann muss ich als Mutter die Initiative ergreifen und ein Vorbild sein. Gleichzeitig habe ich erkannt, wie wichtig es ist, meinem Kind immer zu signalisieren: Du kannst mir alles sagen, ich bin stark genug das zu hören und hier, um dir zu helfen.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala


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