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Terroristen-Tatort aus Stuttgart Wie stehen Sie zum Deutschen Herbst, Herr Jaenicke?

Hannes Jaenicke
© SWR/Sabine Hackenberg
Ein Krimi mit historischem Background. Hannes Jaenicke ist im "Tatort - Der rote Schatten" als gewalttätiger RAF-Sympathisant Wilhelm Jordan zu sehen - mit äußerst virtuoser Schauspielkraft

Auch ein Blick zurück in die Geschichte: Hannes Jaenicke verkörpert mit dem RAF-Grobian Wilhelm Jordan auch ein Stück bundesdeutsche Geschichte. In seiner Rollenfigur schlägt Dramaturg Dominik Graf als Drehbuchautor die Rolle zum blutigen Herbst 1977, als die Rote Armee Fraktion das Land für immer veränderte - mit tödlichem Ausgang.

"Tatort - Der rote Schatten" mit Hannes Jaenicke

Gegenüber "spot on news" bestätigt der meinungsstarke Hannes Jaenicke die Wichtigkeit des Sujets,"weil es elementarer Bestandteil der bundesrepublikanischen Geschichte ist. Der Kampf gegen den Nazi-Mief, das 50er-Jahre-Spießertum und seine Heimatfilme und das Abdriften dieses Kampfes in die Kriminalität und den Terrorismus. Die hysterische Angst vor 'Linksradikalen' rührt aus dieser Zeit und hat dazu geführt, dass Deutschland bis heute auf dem rechten Auge sehr schlecht sieht. Siehe NSU und AfD... ."

Eine Geschichte ohne Happy End

Das Ende des Tatorts erlebt auch Wilhelm Jordan nicht mehr lebend. Anders als die RAF nach dem sogenannten "Deutschen Herbst" und den immer noch mysteriösen Selbstmorden von Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin. Die Nachfolgegeneration der terroristischen Vereinigung mordete weiter. Insgesamt soll sie für bis zu 33 Morden und über 200 Verletzte verantwortlich sein. Nach drei RAF-Mitgliedern wird übrigens bis heute gefahndet.

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