Tatort: Väterchen Frost: So wird der Weihnachtskrimi aus Münster

Thiel und Boerne ermitteln im diesjährigen Weihnachtskrimi "Väterchen Frost". Lohnt sich das Einschalten?

Auf dem Weihnachtsmarkt ist die Stimmung bei Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l.) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) noch gut

Mord, Glühwein und jede Menge Weihnachtsmänner: Kurz vor Weihnachten lässt Das Erste sein beliebtestes "Tatort"-Duo ermitteln. In "Väterchen Frost" (22.12., 20:15 Uhr) rollen Frank Thiel (Axel Prahl, 59) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 55) einen Mordfall neu auf. Dabei stoßen sie auf einen Juwelier, Russen und die Wahrheit. Aber kommen Fans des Münster-Krimis bei diesem vorweihnachtlichen Streifen auf ihre Kosten?

Darum geht es im Münster-Krimi

Kurz vor Heiligabend warten Hauptkommissar Frank Thiel und Prof. Karl Friedrich-Boerne ungeduldig auf das Urteil in einem Mordprozess. Kirill Gromow (Oleg Tikhomirov, 30) soll seinen Freund erwürgt haben - kann sich aber angeblich an nichts erinnern. Als sich alle bei Gericht wegen Husten und Schnupfen nicht mehr konzentrieren können, muss Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann, 70) das Schlussplädoyer abbrechen; die Urteilsverkündung wird verschoben.

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Obwohl die Indizienlage klar ist, bekommt Thiel einen mysteriösen Anruf. Er soll den Fall erneut aufrollen und die Unschuld von Gromow beweisen. Thiel und Boerne wollten das Weihnachtsfest eigentlich mit Verwandten und Freunden verbringen. Als diese allerdings absagen, ist die Ermittlung eine mehr oder weniger willkommene Ablenkung. Denn der Anrufer hat ein ganz besonders Druckmittel, um vor allem Thiel zu motivieren...

Lohnt sich das Einschalten?

Definitiv. Alle Fans von Thiel und Boerne werden voll auf ihre Kosten kommen. Mit gewohnt spitzen Zungen und lustigen Dialogen wird die Hassliebe zwischen Boerne und Thiel wieder aufs Feinste zelebriert. Denn wie Thiel richtig anmerkt: Ein Boerne "ändert sich nie" - Gott sei Dank! Neu sind hingegen die Elemente aus Fabeln, die in Szenen und Gesprächen auftauchen. Sätze wie "Wer hockt an meinem Tischchen?" dürften den meisten Zuschauern bekannt vorkommen. Durch solche Sequenzen fließt das Weihnachtsfilmgenre auf dezente Art und Weise ein, ohne kitschig zu werden oder die Krimistimmung zu zerstören.

Romantisch ist hingegen die ganze Szenerie, in die der Weihnachtskrimi eingebettet ist. Die Zuschauer begleiten die Protagonisten durch ein festlich geschmücktes Münster, Weihnachtsmärkte und mittelalterliche Burgen. Während im Hintergrund Lieder wie "Let it snow, let it snow, let it snow" von Frank Sinatra (1915-1998) ertönen, wird auch der letzte Adventsmuffel in festliche Stimmung versetzt. Besonderes Lob verdient die grandiose Inszenierung von Thiels wiederkehrendem Albtraum: Grelle Farben, versteckte Symboliken und eine aberwitzige Handlung machen diese Szene zu einem absoluten Hochgenuss und bringen frischen Wind in den Münster-"Tatort".

Ebenfalls großartig sind die Nebenfiguren, die in ihren Rollen brillieren. Hier ist vor allem Schauspieler und Ex-Kinderstar David Bennent (53, "Die Blechtrommel") zu nennen, der den Südafrikaner Jörn Weig verkörpert. Nur durch seine Mimik weiß der Zuschauer sofort: Mit diesem Mann stimmt etwas nicht - und zwar gewaltig. Der "Tatort: Väterchen Frost" ist eine absolute Empfehlung in der Vorweihnachtszeit und ein Muss für jeden Münster-Fan.

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