Tatort: Sternschnuppe: Tod eines Castingjurors

Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser im alpenländischen Castingshow-Sumpf

Tatort: Sternschnuppe

Udo Hausberger (Peter Karolyi) wird stranguliert in seiner Villa gefunden. Der verheiratete Musikmanager scheint sich im Zuge spezieller Sexualpraktiken selbst erwürgt zu haben. Der Zeitpunkt der Leichenauffindung ist für die Wiener Kommissare Bibi Fellner (Adele Neuhauser, 57) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer, 55) jedoch äußerst delikat - denn Hausberger stirbt kurz vor der Finalrunde der Castingsshow "Sing your Song", in deren Jury er saß.

Drei Gründe den Fernseher einzuschalten

- Das Ermittlerduo Fellner und Eisner ermittelt humorig - aber nicht albern.
- Der "Tatort: Sternschnuppe" hat aktuellen Bezug, inklusive bitterbösem Blick aufs Castinggewerbe und die österreichische Musikszene.
- (Achtung: Spoileralarm) Sprachwitz und das gelungene Zusammenspiel der beiden Kommissare machen den leicht überinszenierten Showdown vergessen - und letztendlich obsiegt doch der gute Witz.

Feller und Eisner

Tatort

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Axel Milberg und Sibel Kekilli sind als Kieler Ermittlerduo Borowski und Brandt bei den Zuschauern beliebt. Bis zu neun Millionen schalten regelmäßig ein.
Sie lösen "Hauptkommissar Steier" in Frankfurt ab: Margarita Broich alias "Hauptkommissarin Anna Janneke" und Wolfram Koch alias "Hauptkommissar Paul Brix" ermitteln am 17. Mai 2015 zum ersten Mal in der ARD. Es gibt viel zu tun für die neuen Frankfurter Kommissare.

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Die beiden Kommissare aus Wien ermitteln in ihrem 14. Fall. In dieser Zeit hatten beide schon einiges miteinander durchgestanden. Kommissarin Fellner ist trockene Alkoholikerin und ihr existenzieller Kampf um Enthaltsamkeit prägt des Öfteren die launige Zusammenarbeit mit dem werten Arbeitskollegen. Doch auch für Major Moritz Eisner scheint privat nicht immer die Sonne. Der leicht frustrierte Junggeselle muss sich nämlich wiederholt mit seiner pubertierenden Tochter auseinandersetzen. Mit sarkastischem Witz und seiner rauen Art meistert er jedoch annähernd jede Situation.

Margarita Broich

Margarita will mehr!

Da passt es, dass sie kürzlich ein anderes Kapitel ihres Lebens abschloss. Gemeinsam mit ihrem Partner Martin Wuttke (übrigens "Tatort"-Ermittler in Leipzig und hier auf dem Foto in der Maske des Theaters zu sehen) spielte sie in Israel "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui".
Das Brecht-Stück über Hitlers Machtergreifung ist ein Klassiker am Berliner Ensemble, wo es Theaterlegende Heiner Müller 1995, ein halbes Jahr vor seinem Tod, erstmals inszenierte.
Im November gastierte das Ensemble am Cameri-Staatstheater in Tel Aviv. "Es war immer der Wunsch von Heiner, dass wir mit dem Stück in Israel auftreten", sagt Broich, die einstige Muse und Geliebte von Heiner Müller.
Sie erzählt, wie Hauptdarsteller Martin Wuttke es schaffte, das Ensemble für das historische Gewicht des Auftritts zu sensibilisieren. "Er sagte: 'Für uns ist das heute ein ganz besonderes Gastspiel'", und damit hat er uns alle gepackt."

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"Tatort: Sternschnuppe": Sonntag, 7. Februar 2016 | 20:15

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