Stau-Tatort aus Stuttgart: Wie dreht man denn so was? GALA hat die Antwort

Der "Tatort: Stau" kommt temporär als Ausfallstraßen-Kammerspiel daher. Auf einer schmalen Verkehrsader am Rande Stuttgarts kommt die lange unbekannte Täterin nämlich wegen eines Staus nicht von der Stelle - bis Kommissar Thorsten Lannert den Fall aufklärt

Richy Müller, Anastasia Clara Zander, Susanne Wuest

Richy Müller, Anastasia Clara Zander, Susanne Wuest

Kommissar () und sein Partner () müssen im "Tatort: Stau" investigativ recherchieren und auch die Psychologie bemühen, bis schließlich Tina Klingelhöfer (Susanne Wuest) als flüchtige Todesfahrerin identifiziert werden kann. Ein atmosphärisch dichter Sonntagskrimi aus Stuttgart, der einem nachhängt - auch weil der Drehort außergewöhnlich ist.
Der Zuschauer fragt sich beim Betrachten der Szenerie, wie man so was mit der Kamera einfängt. Sperrt die Produktion tatsächlich die ganze Verbindungsstraße tagelang ab? Die Antwort lautet: Nein.

So liefen die Dreharbeiten zum "Tatort: Stau"

Der zuständige Südwestrundfunk klärt auf. Die im Stau spielenden Szenen wurden in einer Messehalle im rund 200 Kilometer entfernten Freiburg gedreht. Dort wurde eine Mauer von 100 Metern Länge gebaut sowie ein 80 Meter Bluescreen eingesetzt, um das Tal-Panorama der am Berg liegenden Ausfallstraße "Weinsteige" herzustellen. Alles komplett verkehrs- und wetterunabhängig. Die Dreharbeiten dauerten übrigens knapp zwei Wochen.

So entstand die Idee zur Story

Der zuständige Regisseur Dietrich Brüggemann gibt zu, dass ihm die Idee zur Handlung, wie sollte es auch anders sein, im Stau kam:

"Es war im Herbst 2013. Wir drehten "Kreuzweg“ im Stuttgarter Raum, fuhren viel in der Gegend umher und standen dauernd im Stau. Eines Abends holten wir vom Flughafen ab, die Autobahn war zugestaut bis zum Horizont, also fuhren wir durch die Stadt – und standen geschlagene zwei Stunden auf der Weinsteige, mit herrlichem Blick über die nächtliche Stadt, ziemlich genau an der Stelle, die wir jetzt im Film erzählen. Als Brigitte Dithard mich Jahre später ansprach, ob mir zum Stuttgarter Tatort etwas einfallen würde, sagte ich: Ja, da fällt mir in der Tat etwas ein. Nämlich Stau auf der Weinsteige."

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© Gala

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