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Grusel-Tatort aus Frankfurt Lohnt sich das Einschalten? Wir haben die Antwort

Luise Befort
© HR/Benjamin Dernbecher
"Glauben Sie an Geister?" fragt Kommissarin Janneke. Sie selbst tut es wohl, und mit ihr als Erzählerin ist der Name dieses Krimis Programm

Pünktlich zu Halloween, begibt sich der Frankfurter "Tatort" ins Horrorgenre. Ein gewagter Ausflug, der wohl sehr unterschiedliche Reaktionen hervorrufen wird.

"Tatort - Fürchte Dich": Darum geht es

Ein alter Mann (Axel Werner) nähert sich nachts dem Haus von Fanny (Zazie de Paris) und Brix (Wolfram Koch). Dort versucht er vergeblich, das Haus in Brand zu setzen und bricht schließlich zusammen. Dem zu Hilfe geeilten Brix erzählt er kryptische Dinge, wobei er auf ein Dachfenster starrt. Brix folgt dem Blick und findet dort unter den Holzdielen ein Kinderskelett.

Er bittet seine Kollegin Anna Janneke (Broich), auf Fanny aufzupassen, die sich zunehmend seltsamer benimmt, während er sich auf den Weg macht, das Geheimnis des toten Kindes aufzuklären. Immer an seiner Seite: Merle (Luise Befort), die Enkelin des alten Mannes, die sich hartnäckig an Brix' Fersen heftet. Nach und nach decken sie die finstere Vergangenheit des Hauses auf.

Lohnt sich das Einschalten?

Jein. Sofern man die Nerven für das Genre mitbringt, mag sich das Einschalten lohnen, denn bei diesem "Tatort" ist der Titel Programm. Rein handwerklich ist Regisseur Andy Fetscher, der gemeinsam mit Christian Mackrodt auch das Drehbuch schrieb, ein atmosphärischer Horrorfilm gelungen, der nicht an Schockmomenten spart. Dabei wühlt er allerdings auch tief in der Klischeekiste und bietet keinem Genrefan etwas Neues. Angereichert mit Selbstironie soll die Halloween-Episode eine Hommage an den klassischen Geisterfilm darstellen. Das klappt leider nicht durchgehend

Ein gewagtes Experiment

Passt das alles in einen "Tatort"? Hier scheiden sich die Geister. Das gewagte Experiment, einen Krimi mit paranormalem Horror zu verbinden, geht nur teilweise auf. Jannekes Erzählerstimme fungiert als Rahmen der Geistergeschichte, während der pragmatischere Brix sich bemüht, einen 60 Jahre alten Kriminalfall aufzuklären. Für manch Fan wird die Auflösung so herzzerreißend sein, dass er über die absurderen Abläufe des großen Finales hinwegsehen kann - andere Krimifreunde werden den Kopf schütteln. Ein wahrlich spezieller "Tatort" - und das im ambivalenten Sinne.

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