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Supernatural und Co. Diese Serienenden haben Fans enttäuscht

Jensen Ackles (l.) und Jared Padalecki spielten in "Supernatural" die Brüder Dean und Sam Winchester.
Jensen Ackles (l.) und Jared Padalecki spielten in "Supernatural" die Brüder Dean und Sam Winchester.
© carrie-nelson/ImageCollect
"Supernatural"-Fans haben gemischte Gefühle beim Finale der Mystery-Serie. Es ist nicht das erste Serienende, das für Enttäuschung sorgt.

Nach 15 Staffeln ist das Finale der Mystery-Serie "Supernatural" in den USA über die Bildschirme geflimmert. Der Schlussakt der beiden Winchester-Brüder, die seit 2005 von Jensen Ackles (42, "Smallville") und Jared Padalecki (38, "Gilmore Girls") gespielt wurden, sollte eigentlich bereits im Mai gezeigt werden. Doch die Dreharbeiten mussten aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen werden, so dass die Ausstrahlung der finalen Folgen verzögert wurde. Im Netz gehen Fans mit dem Abschluss durchaus hart ins Gericht.

Achtung, die folgenden Passagen enthalten massive Spoiler aus dem Serienfinale von "Supernatural" und anderen Hitserien!

Das stört Fans am "Supernatural"-Finale

In der letzten Episode sorgt vor allem der überraschende Tod von Dean (Ackles) für Entsetzen. Ihm wird ein scharfer Gegenstand zum Verhängnis, der sich bei einem finalen Kampf mit Vampiren in seinen Rücken gebohrt hat. Nach einem tränenreichen Abschied von seinem Bruder Sam (Padalecki) kommt er in den Himmel, der sich als wunderschöner Wald präsentiert. Dort trifft er auf Bobby Singer (gespielt von Jim Beaver, 70). Sam indes heiratet, wird Vater, nennt seinen Sohn Dean und stirbt am Ende friedvoll. Auch er kommt in den Himmel, wo er mit seinem Bruder wiedervereint wird.

Fans bemängeln im Netz, dass nach 15 Staffeln, in denen die Winchester-Brüder gegen unter anderem Dämonen und allmächtige Götter gekämpft haben, Deans Tod letztlich durch einen spitzen Gegenstand herbeigeführt wurde. Das sei "dämlich", "lächerlich", "unwürdig" und "die Drehbuchautoren werden dafür zur Hölle fahren", ist unter anderem auf Twitter zu lesen. "Supernatural" ist damit einem prominenten Club beigetreten.

Weltweites Entsetzen über "Game of Thrones"

2019 sorgte das Finale der Hitserie "Game of Thrones" für einen weltweiten Aufschrei der Entrüstung. In der achten Staffel konnten zwar die Weißen Wanderer und der Nachtkönig besiegt werden, doch Jon Schnee (Kit Harington, 33) tötete am Ende Daenerys Targaryen (Emilia Clarke, 34), die von der Retterin zur Tyrannin wurde. Den Eisernen Thorn bestieg Bran Stark (Isaac Hempstead-Wright, 21).

Die öffentliche Kritik: Das Finale sei unwürdig, passe nicht zum bisherigen Verlauf der Serie, Charaktere seien verunglimpft worden, vieles sei schlichtweg nicht nachzuvollziehen. Fans starteten sogar eine Online-Petition, damit die komplette achte Staffel neu gedreht wird. Über 1,8 Millionen Stimmen wurden bisher gesammelt.

Team Delena vs. Team Stelena

Die Mystery-Serie "Vampire Diaries" endete 2017. Im Finale opfert sich Stefan Salvatore (Paul Wesley, 38). Das beschert seinem Bruder Bruder Damon (Ian Somerhalder, 41) ein Happy End mit Elena Gilbert (Nina Dobrev, 31), die aus ihrem Dornröschen-Schlaf wieder erwacht. Die beiden führen ein glückliches, menschliches Leben (da sie durch ein Heilmittel keine Vampire mehr sind) und werden nach ihrem natürlichen Tod mit ihren Liebsten wiedervereint. Damon mit Stefan, Elena unter anderem mit ihren Eltern. Damit wurde das Liebesdreieck um Team Stelena vs. Team Delena endgültig entschieden - was nicht alle Fans erfreut hat.

Eine Rückkehr, um zu sterben

Die Sitcom "Two And A Half Men" sorgte vor allem durch den unrühmlichen Rausschmiss von Hauptdarsteller Charlie Sheen (55), der in den ersten acht Staffeln Charlie Harper gespielt hat, für Schlagzeilen. Er wurde in den Staffeln neun bis zwölf von Ashton Kutcher (42) ersetzt. Im Finale der Sitcom im Jahr 2015 erscheint Charlie Harper, der vermeintlich gestorben war, vor dem Strandhaus. Sheen wurde allerdings von einem Double ersetzt, das nur von hinten zu sehen war. Charlie klingelt, doch ehe jemand die Tür öffnen kann, wird er von einem Klavier erschlagen, das vom Himmel fällt.

Die Kamera fährt dann zurück und es ist Serienschöpfer Chuck Lorre (68) von hinten auf einem Regiestuhl zu sehen. Er dreht sich zur Kamera um und sagt: "Gewonnen!" Dann wird auch er von einem Klavier erschlagen.

Empörung über "How I Met Your Mother"

In neun Staffeln der Sitcom "How I Met Your Mother" (2005-2014) erzählte Ted Mosby (Josh Radnor, 46) seinen Kindern, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Am Ende stirbt Tracy (Cristin Milioti, 35) jedoch an einer nicht näher genannten Krankheit. Ted kommt wieder - mit dem Einverständnis seiner Kinder - mit seiner Exfreundin Robin (Cobie Smulders, 38) zusammen, die er bereits in der ersten Folge der ersten Staffel angeschmachtet hat.

Robins Ehe mit Frauenheld Barney (Neil Patrick Harris, 47) hat indes nicht lange gehalten. Die Hochzeit der beiden diente als Rahmenhandlung für die gesamte finale Staffel. Die Scheidung wurde dann relativ kurz abgehandelt. Barney wird zudem ungewollt Vater, was in Hinblick dessen, dass Robin keine Kinder bekommen kann, ebenfalls einen faden Beigeschmack bei Fans hinterlassen hat. Ein alternatives Ende bietet die Heimkinoversion. Es lässt Tracys Tod aus und endet mit dem ersten Aufeinandertreffen von Ted und der Mutter seiner Kinder.

Wer lästerte in der High Society Manhattans?

Die Serie "Gossip Girl" löste im Jahr 2012 auf, wer hinter dem Läster-Portal steckte, das die Protagonisten sechs Staffeln lang auf Trab gehalten hatte. Ausgerechnet Dan Humphrey (Penn Badgley, 34) hatte "Gossip Girl" erschaffen, damit er zur High Society Manhattans dazugehören konnte. Diese Enthüllung stößt allerdings in etlichen Szenen der Serie an ihre logischen Grenzen. Denn oftmals ist Dan in einer Szene zu sehen, während er gleichzeitig gebloggt haben soll. Zudem passt es so gar nicht zu Dans Figurentwicklung. Das Reboot, das für HBO Max produziert wird, sollte eine bessere Lösung finden.

Verwirrt nach "Lost"?

Die Mystery-Serie "Lost" erzählte in sechs Staffeln von den Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, die auf einer Insel strandeten. Die Handlungsstränge waren kompliziert und aufwändig. Es gab verschiedene Zeitebenen, Flashbacks, Flash-Forwards, Flash-Sideways, Parallelhandlungen und Zeitsprünge. Kein Wunder also, dass im Finale, das 2010 über die Bildschirme flimmerte, viele Fragen offen blieben. Kurz zusammengefasst: Einige wenige wurden gerettet, viele sind tot und treffen sich im Jenseits wieder. Verwirrt?

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