Isabella Hübner verrät es Gala: Comeback für Beatrice Stahl bei "Sturm der Liebe?"

Für Fans der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" war es ein Schock: Serien-Figur Beatrice Stahl verlässt den Fürstenhof; wird das Opfer eines Mordes. Rückkehr ausgeschlossen? Gala fragt bei Schauspielerin Isabella Hübner nach, ob Totgesagte nicht länger leben

Isabella Hübner alias "Beatrice Stahl" steigt aus

Sie ist einer der größten TV-Bösewichte, die Serien-Deutschland je gesehen hat: Die Figur der "Beatrice Stahl" aus der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe." Zwei Jahre, von Juli 2015 bis November 2017, trieb die intrigante Geschäftsfrau am Fürstenhof ihr Unwesen. Letzte Woche Montag dann der Fan-Schock: Mord an Beatrice! Der Serientod bedeutet für die Zuschauer gleichzeitig den Abschied von Schauspielerin Isabella Hübner, 51. Mit Gala spricht die gebürtige Münchnerin über den Grund ihres Ausstieges, ein mögliches Comeback bei "Sturm der Liebe" und ihre Pläne für die Zeit nach dem Fürstenhof. 

Isabella Hübner im Interview

Beatrice Stahl stirbt den Serientod – für viele Fans war das eine große Überraschung. Warum machen Sie Schluss mit "Sturm der Liebe"?
Beatrice ist eine Figur, die es so beim „Sturm“ noch nicht gegeben hat. Sie hat etwas Böses, etwas Komödiantisches und etwas Emotionales. Es war mir ein Fest, sie zu verkörpern. Aber: Wenn es am Schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Es waren am Schluss genug Bratpfannen, Entführungen und Schluchten (lacht).

Aber musste es denn gleich ein Mord sein?
Für viele Fans war es ein Schock, ich weiß. Aber das folgerichtige Ende einer solch großen Figur ist, dass man sie sterben lässt. Gefängnis oder Psychiatrie wäre Beatrice nicht gerecht geworden. Genauso wenig eine Wandlung zu einem guten Charakter, wodurch die Figur vielleicht noch länger am Fürstenhof hätte bleiben können. Denn ich gebe zu: Eine böse Beatrice hätte man wahrscheinlich nicht ewig sehen wollen. Das Team und ich haben das dramatische Ende bewusst unter dem Deckel gehalten, um die Spannung so hoch wie möglich zu halten. Wie man an den Reaktionen sieht, ist uns das gelungen.

In den aktuellen Folgen läuft die Suche nach dem Mörder auf Hochtouren. Jeder ist verdächtig. Geben Sie einen Tipp, wer der Täter ist?
Wenn ich Ihnen das sage, macht mich Das Erste einen Kopf kürzer (lacht). Auch für den Zuschauer wäre es schade, jetzt schon zu wissen, wer der Mörder ist, weil sich die Geschichte zu einem echten Krimi entwickelt. Ich verrate nur so viel: Mit demjenigen, der es war, hat sicher keiner gerechnet. Es wird eine große Überraschung!

Totgesagte leben bekanntlich länger. Kommt Beatrice eines Tages zurück? 
Vorerst ist es gut so, wie es ist, und eine Rückkehr nicht geplant. Die Geschichte rund um Beatrice muss erst einmal verdaut werden. Auf der anderen Seite gibt es viele Fans, die traurig sind und sie schon jetzt vermissen. Also: Wer weiß, ob sie nicht irgendwann ihr Comeback feiert. Wir bewegen uns bei „Sturm der Liebe“ im Märchenbereich. Da ist alles möglich und alles offen …

Entführung, Mordversuche, Intrigen: Die Liste von Beatrice‘ Schandtaten ist lang. Wurde Ihnen als Schauspielerin diese Rollenentwicklung irgendwann zu viel?
An den meisten Intrigen hatte ich viel Freude. Aber ja, es gab auch Geschichten, mit denen ich gehadert habe. Das waren diejenigen, in denen Kinder vorkamen. Zum Beispiel die Rückblende, in der Beatrice ihren Ehemann erschießt und danach ihrem kleinen Sohn David die Pistole in die Hand drückt mit den Worten: "Du warst das." Oder zuletzt die Geschichte um das Baby von Tina Kessler, das Beatrice‘ mit ihrem eigenen toten Kind vertauscht.

Sebastian Fischer alias "Viktor Saalfeld" und Jessica Bronckhorst alias "Jessica Bronckhorst" von "Sturm der Liebe"

Nach dem Mord an "Beatrice"

Wird SIE das neue "Sturm der Liebe"-Biest?

Mit Beatrice verlieren die Bewohner des Fürstenhofes einer ihrer größten Widersacher. Wer könnte das Erbe antreten?
Ich weiß nicht, was Das Erste plant. Ob es eine Nachfolgerin von Beatrice geben wird oder ob man es erst mal sein lässt. Wenn jemand kommt, wird es wahrscheinlich eine ganz neue Figur sein. Ich glaube nicht dass man Beatrice eins zu eins ersetzen kann, dafür war sie zu speziell (lacht).

Manchem Zuschauer ging das Treiben von Beatrice zu weit; böse Kommentare im Internet inklusive. Können Sie diese negativen Reaktionen verstehen?
Viele beurteilen Beatrice nur nach ihrem Handeln. So gesehen würde sie mich auch schockieren und abstoßen, da würde ich sie auch hassen. Wenn man sich aber die Mühe macht, unter die ‚böse‘ Oberfläche zu schauen, werden viele ihrer Handlungen plausibler.

Können Sie das näher erklären?
Beatrice hatte keine gute Kindheit und nicht viel Liebe erfahren. Als Erwachsene hängt ihr das nach; sie ist die Summe ihrer Geschichte. Nehmen wir die Sache, dass sie ihren Ehemann erschießt. Er hat in einem Streit gedroht, sie hinauszuwerfen. Sie hatte Angst, ihr Heim und ihre Kinder zu verlieren. Der Schuss war eine Affekthandlung, kein Plan. Dann drückt sie David die Pistole in die Hand, um ihm durch Gefängnis nicht auch noch die Mutter zu nehmen, in der Hoffnung, dass er den Vorfall vergisst. Es gibt viele solcher Situationen, in denen Beatrice Böses tut, das aber psychologisch in der Figur erklärbar ist.

Realität und Schauspiel verschwimmen für manchen Zuschauer. Sind sie auch persönlich angefeindet worden?
Als Schauspielerin wurde mir schon unterstellt: Wer so eine intrigante Rolle spielt, der muss solche Anteile auch in der Realität in sich tragen. Quatsch. habe nichts von Beatrice. Null. Außer vielleicht die ein oder andere neurotische Eigenschaft (lacht). Im Ernst: Ich habe meinen Beruf erlernt. Ich habe lange am Theater gespielt und kann in Figuren eintauchen, auch wenn sie so böse sind Beatrice Stahl.

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Wie geht es für Sie nach "Sturm der Liebe" weiter?
Einige Anfragen für neue Projekte habe ich schon bekommen und erste Gespräche laufen. Aber im Moment bin ich froh um eine kleine Pause. Wobei das auch nicht ganz stimmt, weil ich gerade eine etwas verrückte Idee realisiere: Zusammen mit einem kleinen tollen Team produziere ich eine eigene Koch-Comedy-Show im Internet.

Wie kam es zu dieser Idee?
Die konkrete Idee kam mir in der Küche des Fürstenhofes. Für eine Aktion zur Adventszeit 2016 habe ich in der Mittagspause ‚Bella’s warmes Winterporridge’ gekocht. Das Video wurde auf der „Sturm der Liebe“-Homepage gestellt und sehr gut geklickt. Da habe ich angefangen, das Thema weiterzudenken.

Was erwartet den Zuschauer?
Ich bin kein Koch, sondern eine Schauspielerin, die leidenschaftlich gerne kocht. Ich lebe seit vielen Jahren vegetarisch und seit anderthalb Jahren fast vegan. Meine Show soll mit Spaß und Lachen, nicht mit erhobenem Zeigefinger, Lust auf veganes Essen machen. Dabei werde ich in meiner Show-Küche von Gästen, die dem Zuschauer bekannt sein dürften, unterstützt. Für den Unterhaltungsfaktor schlüpfe ich in die Rolle einer Comedy-Figur. Das wird eine Schwäbin sein, die total anti-vegan ist. Wir sind gerade in der Vor-Produktion und ich hoffe, dass wir im Februar starten können.

Heißt das, Sie kehren dem Fernsehen vorerst den Rücken?
Nein! Fans müssen natürlich keine Angst haben, dass Isabella Hübner nicht mehr auf dem TV-Bildschirm zu sehen sein wird. Ich hatte bisher das Glück ganz unterschiedliche Rollen zu spielen, mal sehen was noch alles auf mich zukommt - die komische Alte vielleicht? (lacht).


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