Stefan Raab: Vom ZDF umgarnt

Falls es sich Stefan Raab mit dem TV-Abschied doch noch mal überlegen sollte: Beim ZDF stünden ihm die Türen offen

Auch wenn Entertainer Stefan Raab das Ende seiner TV-Karriere angekündigt hat, könnte sich der ZDF-Programmdirektor das langjährige ProSieben-Zugpferd gut bei seinem Sender vorstellen: "Ich glaube schon, dass er zu uns passen würde", sagte Norbert Himmler der Fernsehzeitschrift "Hörzu". "Stefan Raab ist einer der innovativsten Fernsehmacher, dem ich spannende Formate bei uns zutrauen würde." Ob es womöglich bereits Gespräche mit Raab gibt, lässt er offen: "Wenn es so wäre, würde ich es bestimmt nicht verraten."

Formate ohne Raab

Stefan Raab

Die Höhepunkte seiner Karriere

1993 startet Stefan Raab seine Fernsehkarriere mit der Moderation der Sendung "Vivasion" auf Viva, macht damals aber auch schon Musik. "Böörti Böörti Vogts" ist 1994 sein erster Charterfolg. 1997 bekommt er den "Echo" als bester Produzent für Bürger Lars Dietrichs Album "Schlimmer Finger".
1999 wechselt Stefan Raab zu ProSieben, wo er mit "TV Total" auf Sendung geht. Nur ein Jahr später tritt er mit dem Blödelsong "Wadde Hadde Dudde Da" beim "Grand Prix d'Eurovision de la Chanson" in Stockholm an. Es ist nicht sein erster "Grand Prix"-Ausflug. 1998 hat er bereits das Lied "Guildo hat euch lieb" für Guildo Horn geschrieben.
Seit 2003 füllt Stefan Raab außerdem das Samstagabendprogramm von ProSieben mit von ihm erdachten, erfolgreichen TV-Formaten wie "Wok-WM", "Schlag den Raab", "Das "TV total Turmspringen", "Stockcar Crash Challenge" oder der Autoball-Europameisterschaft.
Beim "TV Total Turmspringen" gibt Stefan Raab alles. Die fehlende Körperspannung täuscht. Der Entertainer will gewinnen - dafür ist er bekannt. Eine weitere Entdeckung Raabs: Sein ehemaliger Showpraktikant Elton.

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Ein neues Format hat das ZDF immerhin auch so gefunden: Nach dem Erfolg der "Tribute"-Gala für Udo Jürgens (1934-2014) im Jahr 2014 soll es weitere Sendungen dieser Art geben.

Als nächstes wird Komiker Otto Waalkes, 64, gewürdigt: "Die größten deutschen Comedians werden der Humorlegende die Ehre erweisen, seine Sketche und Stücke spielen", berichtet Himmler. "Für 2016 haben wir ein bis zwei weitere "Tributes" geplant." Vielleicht ließe sich mit einer solchen Show ja auch Raab aus dem TV-Ruhestand locken?

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