Star Trek: Discovery: Das Warten auf Mr. Spock hat begonnen

Willkommen zurück auf der Discovery! Ab 18. Januar startet die "Star Trek"-Serie unter neuem Kommando in ihre zweite Staffel.

Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) ist auch in Staffel zwei Dreh- und Angelpunkt der Geschichte

Alle Trekkies staunten bei der Auftakt-Staffel von "Star Trek: Discovery" nicht schlecht: Noch in der ersten Episode brach mal eben der intergalaktische Krieg zwischen der Föderation und den Klingonen aus, diverse Charaktere mit Hauptfigur-Potenzial bissen zudem ins Weltraum-Gras. Was sich in den ersten 15 Folgen der Geschichte um die aufmüpfige Sternenflotten-Offizierin Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) alles zutrug, hätte zuvor für eine gesamte Serie gereicht.

Wie soll "Discovery" diese hohe Schlagzahl aufrechterhalten können? Gar nicht, lautet die simple Antwort. Auch wenn gleich in den ersten Folgen der zweiten Staffel der Weg der anstehenden Reise vorgezeichnet wird, gönnen sie dem Zuschauer wesentlich mehr Zeit zum Durchatmen. Schlechter ist das nicht, nur anders - und erinnert dann doch an die klassischen Folgen des Vorgängers "Das nächste Jahrhundert".

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©Gala / Stern

Achtung, die folgenden Passagen beinhalten Spoiler zum Ende der ersten Staffel von "Star Trek: Discovery"!

Austausch-Captain von der Enterprise

Die Handlung setzt direkt nach den Geschehnissen von Staffel eins an. Nachdem sich Burnham und Co. ihres bösen Captain Lorca (Jason Isaacs) im Spiegeluniversum entledigt und den Krieg mit den Klingonen beendet haben, hat Commander Saru (Doug Jones) das Sagen - für etwa fünf Minuten. Denn dann beamt sich Captain Pike (Anson Mount) aufs Schiff und übernimmt kurzerhand das Kommando - Anweisung von ganz oben.

Seltsame Signale sind quer im Weltraum verteilt aufgetaucht und kein anderes Schiff als die Discovery ist in der Lage, deren Ursprung zu ergründen. Und so macht sich die zunächst noch skeptische Crew gemeinsam mit ihrem neuen Captain auf, genau dies zu tun. Einer ist jedoch nicht mit dabei: Pikes Wissenschaftsoffizier und Burnhams Adoptivbruder, ein gewisser Mr. Spock, ist spurlos verschwunden. Früh wird klar: Der Vulkanier hat irgendetwas mit den mysteriösen Signalen zu tun.

Warten auf Spock

Dass der berühmte Halb-Vulkanier in der zweiten "Discovery"-Staffel zu sehen sein würde, war spätestens klar, als Ethan Peck (der Enkel von Hollywood-Legende Gregory Peck) als Spock gecastet wurde. Etwas Geduld ist allerdings gefragt, der beste Freund von Captain James T. Kirk wird in den ersten Folgen noch nicht umgehend vorgestellt - zumindest nicht in seiner erwachsenen Form. Vielmehr kristallisiert sich darin die Suche nach ihm als erster großer Handlungsstrang heraus.

Mehr als die Staffel zuvor setzt die zweite Season auf in sich abgeschlossene Geschichten, umgeben von der oben genannten Rahmenhandlung. So dienen die seltsamen Weltraum-Signale zumindest in den ersten Folgen für Konflikte und Situationen, die eher an klassische "Star Trek"-Episoden erinnern.

Mehrere Schultern, mehr Humor

Ebenfalls gleich zu Beginn wird deutlich, dass Staffel zwei auch jenen Charakteren mehr Gewicht beimisst, die zuvor noch recht stiefmütterlich behandelt wurden. Und so darf auch mal jemand anderes als Bernham, Saru oder Lieutenant Commander Paul Stamets (Anthony Rapp) auf Außenmission gehen, auch wenn der Fokus selbstredend weiterhin auf ihnen liegt. Genug interessante Figuren beheimatet die Discovery allemal, die bislang leider nur Stichwortgeber waren.

Vor allem der rechtschaffene Captain Pike ist ein interessanter Kontrast zum verruchten Captain Lorca und erinnert mit seinem Charisma sehr an seinen direkten Nachfolger im Kapitänssessel der Enterprise - Captain Kirk. Nicht ganz so auf den Punkt wie dieser Neuzugang trifft es dagegen manch ein Gag. Von denen gibt es in den ersten Episoden reichlich, viele von ihnen wirken aber unpassend. Und auch der liebenswerten Nervensäge Ensign Sylvia Tilly alias Mary Wiseman scheint die Direktive erhalten zu haben, in allem noch einmal eine Schippe draufzulegen. Das geht mitunter zu sehr an die Nerven.

Wer sich selbst ein Bild der neuen Folgen machen will, bekommt ab dem 18. Januar bei Netflix die Gelegenheit dazu. Im Gegensatz zu anderen Serien wird "Star Trek: Discoverys" Season 2 aber nicht auf einen Schlag, sondern im Wochenrhythmus veröffentlicht.

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