The BossHoss im Interview: "Wir sind jetzt toleranter"

Alec Völkel und Sascha Vollmer von "The BossHoss" verraten im Interview mit GALA ihre größte Herausforderung bei "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert"

Alec Völkel und Sascha Vollmer von "The BossHoss"

Die Gastgeber kommen zum Schluss - so das Prinzip von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert". Bedeutet in dem Fall, der letzte Abend der vierten Staffel gehört "The BossHoss". Wie es sich für Alec Völkel und Sascha Vollmer angefühlt hat, gleichermaßen Gastgeber und Teilnehmer zu sein und warum sie durch das Format toleranter wurden, erzählten uns die Berufs-Cowboys im GALA-Interview.

Letztes Jahr wart ihr Teilnehmer, in diesem Jahr auch Gastgeber von "Sing meinen Song". Was genau ändert das für euch?

Sascha: Man ist natürlich noch nervöser. Wir waren schon in Staffel Drei als Gäste nervös. Aber jetzt kam ja auch noch die Nervosität wegen der Moderation dazu.

Wie habt ihr euch darauf vorbereitet?

Alec: Intensiv! Bedeutet, dass wir uns wirklich viel mit den Biografien und den musikalischen Werken von allen Gästen auseinandergesetzt haben. Wir haben immer gesagt, wenn uns einer im Schlaf was zu Silbermond oder Gentleman fragt, müssen wir das beantworten können.

Zu zweit ist es aber einfacher, oder?

Alec: Das denkt man immer, aber es gibt Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass es einem eine gewisse Sicherheit gibt. Der Nachteil: Wenn man zu zweit ist, kann es passieren, dass der eine den anderen durcheinander bringt. Wir beide kennen uns gegenseitig zwar sehr gut, aber wir kennen uns nicht in einer Moderations-Situation. Da mussten wir ein neues Gefühl füreinander entwickeln und uns das erstmal erarbeiten.

Auf welchen Künstler habt ihr euch vor Beginn des Projekts am meisten gefreut?

Sascha: Die ganze Runde ist toll, man kann eigentlich keinen vor den anderen stellen. Jeder ist auf seine Weise spannend und interessant. 

Alec: Das Besondere an dieser Runde war, dass es im Gegensatz zu den Vorjahren dieses Mal keinen Newcomer gab. Sonst war ja immer ein etwas unbekannterer Künstler dabei, der dann vorgestellt wurde.

Wurde die Entscheidung, keinen Newcomer dabei zu haben, bewusst gefällt oder hat sich das so ergeben?

Sascha: Das war eine bewusste Entscheidung, weil man nicht den Eindruck erwecken wollte, dass man immer den Underdog etablieren möchte.

Welcher der anderen Künstler stellte für euch die größte Herausforderung da?

Sascha: Das sind natürlich immer die Künstler, die am weitesten weg von dem sind, was wir machen. Das ist zum einen der Reggae-Stil von Gentleman und zum anderen Moses Pelham. Bei Moses haben wir bewusst eine alte "Rödelheim"-Nummer gewählt, weil das natürlich eine größere Herausforderung ist als zum Beispiel "Glashaus". Wir fanden es spannend, ein Drei-Seiten-Rap in unsere Form von Musik zu bringen.

Marc Forster will euch ja den Literatur-Nobelpreis überreichen, hat er erzählt. 2025 hat er sich als Ziel gesetzt.

Alec: Das ist gut. Aber wir glauben ja, dass das früher klappt… Doch mal im Ernst: Bei "Sing meinen Song" wird grundsätzlich der Horizont erweitert. Man muss sich mit Sachen auseinandersetzen, die man vorher nicht in Betracht ziehen würde. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass die Sendung allgemein toleranter macht. Wenn man uns vor fünf Jahren gesagt hätte, dass wir uns in eine TV-Sendung setzen und "Kelly Family"-Songs singen würden, hätte ich gesagt "Ich glaub, es hackt".

Ihr macht jetzt eine Pause. Wann geht’s los?

Alec: Wir sind eigentlich schon mittendrin in der Pause. Na ja, es klappt nicht immer so, wie man will. Aber eine kleine Pause machen wir.

Klein? Es sind immerhin eineinhalb Jahre.

Alec: Ja, zum ersten Mal seit vielen Jahren sind wir im Sommer mal nicht unterwegs. Außerdem gibt es in diesem Jahr kein neues Album. Dafür bringen wir aber nach 12 Jahren ein Best of-Album heraus - "The Very Best Of Greatest Hits" und das auch noch in einer Fan-Edition mit vielen Extras.

Sascha: Aber es ist nicht so, dass man uns eineinhalb Jahre nicht mehr sehen wird. Solche Projekte wie "Sing meinen Song" machen wir weiter, nur live wird man uns in diesem Jahr nicht erleben können.

Alec: Uns war wichtig, dass wir, nachdem wir so viele Jahre Präsenz auf der Bühne gezeigt haben, auch mal ein bisschen zurücktreten. Man kann ja auch nicht immer nur spielen. Irgendwann sagen die Leute "Habe ich die letzten Jahren so oft gesehen, jetzt ist mal gut". Diesen Moment wollen wir nicht erreichen. Deshalb machen wir uns jetzt mal ein bisschen rar.

Alec, du bist vor über einem Jahr nochmal Vater geworden. Hat die Pause auch damit zu tun, dass du momentan mehr Zeit zu Hause bei deiner Familie verbringen willst?

Alec: Ja, klar. Das ist natürlich super, jetzt, wo der Kleine ein Jahr alt ist und meine Frau auch zu Hause ist. Es ist einfach eine super Zeit, um das zu nutzen. Es wäre nicht so praktisch, wenn wir ausgerechnet jetzt wieder auf Tour gehen würden. Aber es ist für uns alle toll, mal wieder ein bisschen mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen, auch für Sascha. Unser Job ist sehr fordernd, es macht Spaß, aber man muss auch viele Abstriche machen. Und nun nehmen wir uns die Zeit endlich mal.

Ein paar prominente Kolleginnen wie Sarah Connor und Christina Stürmer haben ihre Kinder ganz einfach mit auf Tour genommen. Kannst du dir das auch vorstellen?

Alec: Nein, auf gar keinen Fall. Da haben Babys nun wirklich nichts zu suchen. Das kann ja jeder machen, wie er möchte, aber für uns wäre das keine Option. Erstens wollen wir uns hundertprozentig auf die Tour konzentrieren – wenn die Kinder dabei sind, ist man aber abgelenkt. Zweitens ist der Tagesablauf von einer Band nun wirklich nicht kinderkompatibel. Wenn die schlafen gehen, stehen wir auf.

Auf aktuellen Fotos auf eurer Website posiert ihr mit halbnackten Frauen. Was sagen denn eure Frauen dazu?

Alec: Die finden das super (lacht). Ach, die wären ja nicht mit uns zusammen, wenn sie damit Probleme hätten. Natürlich spielen wir mit den Klischees, wir schmücken Dinge gerne aus.

Folgende Video-Empfehlung haben wir für Sie:

Michael Patrick Kelly

Er ist der große Gewinner

Michael Patrick Kelly: Er ist der große Gewinner
Nach vielen Jahren fernab der Öffentlichkeit, beweist Michael Patrick Kelly jetzt, dass er auch ohne sein Familie erfolgreich ist.
©Gala

 

The Kelly Family

Die Bandmitglieder damals und heute

Im Alter von nur 15 Jahren komponiert Michael Patrick "Paddy" Kelly den Hit "An Angel". Der Mädchenschwarm wird ab seinem 19. Lebensjahr das musikalische Oberhaupt der Familie. Im Jahr 2003 veröffentlicht Paddy sein Solodebüt "In Exile". Kurz darauf zieht er sich für sechs Jahre in ein Kloster in Frankreich zurück. Erst 2010 nimmt er seine Tätigkeit als Musiker wieder auf. Im April 2013 heiratet Paddy Kelly seine Jugendliebe, die belgische Journalistin und Religionsphilosophin Joelle Verreet.
Mit der Single "Shake Away" meldet sich Paddy Kelly 2015 zurück in der Musikszene. Sein Album "Human" klettert in Deutschland bis auf Platz drei. Er nimmt an verschiedenen Musik- und Castingshows wie "Dein Song", "The Voice Kids" und "Sing meinen Song" teil. 2018 ersetzt er Samu Haber als Juror in "The Voice of Germany" und wird mit seinem Kandidaten Samuel Rösch Sieger der Staffel.
Angelo Kelly ist das jüngste Mitglied der Pop- und Folkband The Kelly Family. Zusammen mit seinem Bruder Paddy Kelly ist er besonders beliebt bei den Fans. Im Jahr 2006 veröffentlicht er sein Solodebüt "I'm Ready".
Ende 2014 performt Angelo Kelly seine Mixtape-Tour, auf der er Stücke anderer Künstler wie Miley Cyrus, Bruce Springsteen, Aerosmith, One Direction, Oasis und The Black Eyed Peas interpretiert. Mittlerweile lebt Angelo mit seiner Frau Kira Harms und den fünf gemeinsamen Kindern in Irland, wo er sich wieder der Straßenmusik widmet. Die Vox-Sendung "Goodbye Deutschland" hat die Auswanderung auf die grüne Insel begleitet. Seit 2017 tritt Angelo wieder gemeinsam mit fünf bis sechs seiner Geschwister in der Gruppe The Kelly Family auf.

18

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche