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"Sing meinen Song" Nico Santos im GALA-Interview

Nico Santos
Nico Santos
© TVNOW / Markus Hertrich
"Sing meinen Song"-Teilnehmer Nico Santos verrät im GALA-Interview, warum sein neues Album das persönlichste in seiner bisherigen Karriere ist.

Wer kennt sie nicht, Hits wie "Rooftop", "Play With Fire" und "Unforgettable" von Nico Santos, 27. Der Sänger, der eigentlich Nico Wellenbrink heißt, ist regelmäßig in den deutschen, teilweise auch internationalen Charts vertreten und nicht nur als Interpret, sondern auch als Autor von Songs für andere Künstler erfolgreich. Jetzt versucht sich Nico jedoch in einem Gebiet, das sowohl ihm als auch den anderen Teilnehmern unbekannt ist: Dem Tauschen von Songs.

Ob es dem Musiker schwer fiel, sich in andere Künstler hineinzuversetzen und warum sein neues Album das bisher persönlichste in seiner Karriere ist, erzählt Nico Santos im Interview mit GALA.

GALA: Wie beeinträchtigt Sie die momentane Coronakrise?

Nico Santos: Ich wäre jetzt eigentlich auf Konzerttour gewesen, aber die komplette Tour wurde verschoben. Außerdem wäre ich auf große Promo-Tour von meinem neuen Album gegangen, das wird auch alles umgeplant. Alles ist jetzt anders, als man es sich noch vor zwei Monaten gedacht hätte. Aber ich bleibe positiv. Man muss jetzt das Beste daraus machen. Ich habe zum Beispiel ein Instagram-Live-Festival mitorganisiert, das "Wir bleiben zuhause"-Festival.

Für meine Band ist das weitaus schlimmer als für mich. Die haben nicht die Möglichkeit, irgendwie anders Geld zu verdienen oder sich einen neuen Job zu suchen. Aber es gibt wohl kaum eine Branche, die momentan nicht darunter leidet. 

Wie war das Gefühl, plötzlich nicht mehr auf der Bühne und stattdessen im Wohnzimmer zu musizieren?

Es ist schon komisch, keine Resonanz zu bekommen - zumindest nicht auf dem üblichen Weg. Es ist aber trotzdem schön und wichtig für uns Künstler und auch für die Fans, dass wir weiter Musik machen. Damit bereitet man den Zuschauern Spaß, tut aber gleichzeitig auch irgendwie was Gutes, weil wir die Leute dazu animieren, zuhause zu bleiben.

Bleiben Sie auch zuhause?

Ja. Entweder bin ich alleine für mich oder mit meiner Freundin zusammen. Meine Familie ist auf Mallorca die kann ich nicht sehen. Also, es ist etwas einsamer als sonst. Aber man kann ja facetimen und irgendwie hat man doch mehr Zeit als vorher. Vielleicht tut uns allen das auch mal ganz gut, zu entschleunigen.

Die Dreharbeiten zu "Sing meinen Song" konnten aber zum Glück noch stattfinden. War es für Sie gleich klar, dass Sie mitmachen wollen?

Ich wollte sofort dabei sein. Das war für mich eine der schönsten Phasen meines Lebens und lebensverändernd.

Nico Santos bei "Sing meinen Song"
Nico Santos bei "Sing meinen Song"
© TVNOW / Markus Hertrich

Was war die größte Herausforderung für Sie bei "Sing meinen Song"?

Deutsche Songs auswendig zu lernen. Das habe ich zuvor noch nie gemacht. Das Schwierigste für mich war ein Song von MoTrip. Ich musste ihn komplett umschreiben, damit er für mich zu einem persönlichen Song wird.

Sie schreiben Ihre Songs selbst. Fällt es Ihnen deswegen schwer, Songs von anderen Künstlern zu performen?

Ich habe ja auch schon Songs für andere Künstler geschrieben. Also, es liegt mir sehr, mich auch in andere Künstler hineinzuversetzen und ich liebe verschiedene Genres. Mein Vater ist Jazzmusiker, meine Mutter war Rockmusikerin. Das Schöne an dieser Show war, dass ich die Songs komplett verändern und um 180 Grad drehen konnte. Das Ziel war aber nicht, dass sie danach nach meiner Musik klingen, sondern etwas komplett Neues werden. Mein persönlicher Anreiz war es, die Songs in eine Richtung zu lenken, die man sich hätte nie vorstellen können.

Michael Patrick Kelly, Max Giesinger, Nico Santos, Lea, Jan Plewka, Ilse DeLange und MoTrip
Michael Patrick Kelly, Max Giesinger, Nico Santos, Lea, Jan Plewka, Ilse DeLange und MoTrip
© TVNOW / Markus Hertrich

Was können die Fans von ihrem neuen Album erwarten?

Das neue Album erscheint Anfang Mai und heißt "Nico Santos". Mein erstes Album kam damals sehr früh zu Beginn meiner Karriere. Mit dem zweiten Album möchte ich meinen Namen etablieren, daher der einfache Titel. Außerdem beinhaltet das Album die bisher persönlichsten Songs in meiner Karriere.

Was genau heißt persönlich?

Ich verarbeite darin die Trennung von meiner Freundin, mit der ich viereinhalb Jahre zusammen war. Ich habe einen Song für meinen besten Freund geschrieben, der mit 15 gestorben ist. Viele Dinge, bei denen ich mich vorher nie getraut habe, darüber zu schreiben, aber jetzt habe ich es einfach mal gemacht. Früher hatte ich immer das Gefühl, es ist nicht gut genug. Aber jetzt habe ich diese Barriere fallen lassen und drauf losgeschrieben.

Ihr Vater ist Egon Wellenbrink - der sogenannte "Melitta-Mann". Bei "Wer wird Millionär?" kam die Frage auf. Wie war das für Sie?

Es war sehr lustig. Ich habe noch nie so viele WhatsApp-Nachrichten in so kurzer Zeit bekommen wie an diesem Abend. Da sieht man mal, wie viele Leute eigentlich "Wer wird Millionär?" gucken (lacht). Aber ich kenne das ja nicht anders. Wir sind auf Mallorca groß geworden, dort hat man das nicht so wirklich mitbekommen. Das habe ich erst registriert, als ich nach Deutschland gezogen bin. Auch mein Vater fand das sehr amüsant. Meine Familie hat die Sendung von Mallorca aus geguckt und die haben alle sehr gelacht, als die Frage kam.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala

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