Shailene Woodley im Interview: "Ich lernte von George Clooney und Kate Winslet"

Shailene Woodley wird als die Schauspiel-Newcomerin überhaupt gehandelt. Was sie sich von George Clooney und Kate Winslet abguckte und wie sie mit dem Leben in Hollywood umgeht, erklärte sie Gala.de

In den"“Die Bestimmung"-Verfilmungen spielst du die Rolle der Tris Prior, die als "Unbestimmte" die Haupt-Charakterzüge der vier unterschiedlichen Fraktionen in nur einer Person vereint. Wie sieht es da bei dir als Shailene aus? Was ist deine Stärke?

Schwere Frage, ich weiß es nicht. Das solltest du wohl eher meine Freunde fragen. Aber ich glaube, dass ich ziemlich einfühlsam und gut darin bin, mich in die Lage von Anderen zu versetzen. Das habe ich wahrscheinlich meinen Eltern zu verdanken, die beide Psychologen sind und mir das von klein auf beigebracht haben. Das würde ich als meine Stärke betrachten.

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Eine andere Stärke ist sicherlich auch dein Selbstbewusstsein. Du bist so jung und schon so eine erfolgreiche Schauspielerin. Was ist dein Geheimnis dahinter, woher nimmst du diese Selbstsicherheit?

Um ehrlich zu sein fühle ich mich am sichersten, wenn ich körperlich aktiv bin. Wenn ich trainiere ist es egal, wie ich aussehe, wieviele Pickel ich im Gesicht habe oder wie ich gerade gelaunt bin. Sobald ich mich bewege, fühle ich mich sofort viel stärker als zuvor.

Die Bestimmung - Insurgent

Und wie sieht es aus, wenn du dich in Hollywood bewegst und ständig unter Beobachtung der Öffentlichkeit stehst?

Das bemerke ich eigentlich gar nicht – beziehungsweise ist es einfach nicht mein Job, darauf zu achten, wie mich Andere sehen oder was sie über mich denken. Darum kümmere ich mich nicht. Für sowas habe ich auch gar keine Zeit.

Aber fühlst du dich denn wohl dabei, in Hollywood zu sein, dort umher zu fahren und zu arbeiten?

Du triffst es genau auf den Punkt: es ist Arbeit. Auch wenn ich zu den Premerienfeiern in extravagante Kleider und Heels schlüpfe, ist das Teil meines Jobs. Und wenn ich damit fertig bin und zu Hause wieder mit meinen engsten Freunden zusammen bin, beginnt wieder mein echtes, privates Leben. Da unterscheide ich ganz klar. Und wie man über mich in Hollywood urteilt, soll jeder für sich selbst entscheiden. Es ist aber nicht meine Aufgabe, mich damit auseinanderzusetzen.

Ich denke über ganz andere Dinge nach, wie zum Beispiel 'Was macht mein Bruder wohl gerade?' und 'Wurde der Hund wohl schon gefüttert?'. Das geht mir durch den Kopf, das ist mir viel wichtiger als alles andere.

Apropos Arbeit und Selbstbewusstsein: Wie war es für dich zusammen mit den anderen Schauspielern "Die Bestimmung – Insurgent" zu drehen?

Wir waren eine sehr harmonische Gruppe, in der sich wirklich jeder mit den Anderen verstanden hat und in der man sich extrem wohl fühlen konnte. Wir haben natürlich viel gemeinsam gelacht und es wurde viel herum gescherzt. Da war es manchmal sogar eine Herausforderung, ernsthafte Szenen zu spielen, weil wir immer noch am Herumalbern waren.

Kate Winslet gehört ja auch zu der Film-Cast. Wie hast du sie wahrgenommen?

Kate ist eine der echtesten Personen, die ich je getroffen habe. Bei anderen Personen ist es meist doch so, dass du ihnen in die Augen schaust und merkst, dass sie hinter ihrer netten Fassade irgendetwas verheimlichen. Oder aber sie sagen etwas, das sie gar nicht so meinen und du findest erst später heraus, dass sie hinter deinem Rücken ganz anders über dich sprechen. Bei Kate ist das komplett anders. Du bekommst genau das, was du von ihr siehst. Sie öffnet sich jeder Person komplett. Mich beeindruckt das total, zu sehen wie jemand es in dieser chaotischen Welt und Film-Industrie schafft, eine stärkere Selbstwahrnehmung zu wahren, als sie andere jemals haben könnten.

Doch nicht nur Kate Winslet ist eine der Schauspiel-Größen, mit der du bereits zusammen gearbeitet hast. George Clooney war sogar einer deiner Mentoren. Was hast du von ihnen gelernt?

Ich habe vor allem als Mensch und nicht etwa als Schauspielerin von ihnen gelernt. Und das auch gar nicht, weil sie dir Ratschläge aufzwingen wollen, sondern indem du sie einfach nur beobachtest. Beiden liegt die Welt zu Füßen. Sie führen wundervolle Leben, für die sie aber auch extrem hart und viel arbeiten mussten. Dennoch: Sie beide haben zugegeben, dass selbst wenn ihnen jetzt alles weggenommen würde, es für sie in Ordnung wäre. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass George Clooney auch ohne seine Filme, seine Villa und dem Ruhm immer noch der selbe Mann, mit dem selben Herzen wäre. Das gleiche gilt für Kate.

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