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Sam Worthington Take it easy!


Seit "Avatar" ist er einer der gefragtesten Action-Stars in Hollywood - doch eigentlich will Sam Worthington nur mit Hund, Freundin und einer Kokosnuss auf Hawaii abhängen

Es ist schwer, mit Sam Worthington, 35, einen Termin zu vereinbaren.

Denn der australische Schauspieler hat, sehr zur Verzweiflung seiner Agenten, weder Handy noch Blackberry. "Ich mag es einfach nicht, wenn Leute mich anrufen. Sie sollen mir lieber einen Brief schreiben", lautet seine einfache Erklärung. Er kann sich das leisten, denn seit seinem "Avatar"- Erfolg dreht der gelernte Maurer einen Blockbuster nach dem anderen. Momentan mischt er als Halbgott Perseus im 3D-Spektakel "Zorn der Titanen" die Unterwelt auf.

Um seinen Vater zu retten nimmt es Halbgott Perseus  (Sam Worthington) im Fantasy-Sequel "Zorn der Titanen" (jetzt im Kino) mit
Um seinen Vater zu retten nimmt es Halbgott Perseus (Sam Worthington) im Fantasy-Sequel "Zorn der Titanen" (jetzt im Kino) mit der Unterwelt auf.
© Warnerbros

Zur Schauspielerei kam er wie die Jungfrau zum Kinde: Seine damalige Freundin machte die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule in Sydney, Sam begleitete sie als moralische Unterstützung. Am Ende wurde er genommen, sie nicht. Mit dem Maurern war es vorbei, mit der Beziehung allerdings auch. Zunächst schlug sich der Charmeur, dessen breiter australischer Akzent an Russell Crowe erinnert, mit Low-Budget-Produktionen wie dem Drama "Somersault" (2004) und TV-Serien durchs Leben. Eine Sinnkrise hat Worthington, der lange neben Daniel Craig als heißer Kandidat für die Rolle des James Bond gehandelt wurde, auch schon hinter sich: Am Morgen seines 30. Geburtstags wachte er auf und fragte sich: Wo stehe ich eigentlich? Daraufhin beschloss er, sich von materiellem Ballast zu trennen. "Wenn du dich selbst in die Situation bringst, nichts zu besitzen, kannst du nur gewinnen", erklärt Worthington im Gespräch mit "Gala". Er verkaufte sein Haus, das Auto, den Fernseher, selbst der Toaster musste dran glauben. Nur zwei Wochen später wurde er zu einer "blind audition" geladen. Dahinter steckte James Cameron mit seinem "Avatar"-Projekt ...

Vor Kurzem legte sich Sam, den Freunde wegen seiner starken Körperbehaarung "Chewie" (nach dem affenähnlichen "Star Wars"-Charakter Chewbacca) nennen, einen King-Charles-Spaniel mit dem Namen Bacon zu, und dann ein Haus auf Hawaii. Schluss mit dem Zigeunerleben? "Na ja, schließlich brauchte der Hund ein Haus", sagt der Charmeur mit dem Dreitagebart schmunzelnd. Neben Bacon ständig an seiner Seite: seine neue Freundin Crystal Humphries. Mit Schauspielerei hat sie nichts am Hut. Gut so, findet Worthington: "So kann sie immer mit mir abhängen …" Und wenn er mal nicht mehr gefragt ist? "Dann kann ich immer noch bei ‚Let’s Dance‘ mitmachen - als Cha-Cha tanzender, blauer Katzenmann aus ,Avatar‘." Hili Ingenhoven (Mitarbeit: Julide Tanriverdi)

gala.de

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