Ranga Yogeshwar Wissenschaft macht TV von morgen

Ranga Yogeshwar
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TV-Mann Ranga Yogeshwar glaubt, dass sich die Fernsehbranche in einer Zeit des Umbruchs befindet

Für Ranga Yogeshwar, 54, steht fest: Die Wissenschaft wird das Fernsehen verändern. Bereits jetzt sieht der Moderator ('Kopfball') genug Anzeichen dafür, dass fortlaufende Forschung und daraus resultierendes theoretisches Wissen sich auf das TV-Erlebnis auswirken. Die Geräte werden flacher, das zeitversetzte Ansehen von Sendungen ist dank Online-Mediatheken auf dem Vormarsch und mobiler geworden ist das Medium natürlich auch. "Und es wird noch weiter gehen. Wir werden erleben, dass der Bildschirm unsere Augen erfasst. Man sieht, was wir sehen. Und man sieht möglicherweise, ob das, was wir sehen, uns emotional berührt, weil sich die Pupillenausdehnung verändert", prophezeite der studierte Physiker im Interview mit 'DWDL.de'. "Wohin das führt, kann ich nicht sagen. Klar ist aber: Die Wissenschaft verändert das Fernsehen."

Das Wissenschaftsformat 'Quarks & Co', durch das der Fernsehstar seit 1993 führt, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Für den Wissenschaftsjournalisten ist die Sendung daher sein ganz besonderes Baby, dem er sich auch in Zukunft widmen will. "'Quarks und Co' ist in gewisser Weise eine inhaltliche Heimat für mich, denn ich habe die Redaktion zu Beginn auch mit aufgebaut. Wenn ich übermorgen sage, ich lasse es, dann kann es sein, dass die Sendung vor einer unsicheren Zukunft steht", sinnierte er und ergänzte: "Das ist eine innere Verpflichtung. Das Haupt-Argument aber ist, dass der Inhalt stimmt."

Doch nicht nur der Inhalt hält Yogeshwar bei der Stange. Auch die Umsetzung und das Team des Magazins stimmen einfach, wie er dem 'general-anzeiger-bonn.de' vorschwärmte. Von der Szenenbildnerin, über die Autoren, Grafiker und Redakteure - viele seiner Mitarbeiter kennt der Luxemburger schon sehr lange. "Wir sind wie eine große Familie, und das ist auch schön, weil diese Leute allesamt die Überzeugung teilen, die diese Sendung ausmacht", betonte der TV-Mann und führte auch aus, was das denn sei: "Nämlich, dass es um Verständlichkeit geht, dass Genauigkeit wirklich wichtig ist. Dass wir keine Sendung machen auf Kosten anderer Menschen, was ich ablehne. Dass wir ordentlich recherchieren, muss ich keinem meiner Kollegen sagen - das machen die alle."

Und so wird Ranga Yogeshwar weiterhin den WDR-Zuschauern die Welt und Wissenschaft näher bringen, denn: "Ich bin der Erklärbär der Nation. Das ist so."

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