Rainer Langhans: "Sarah hatte es auf Jay abgesehen"

Direkt nach seinem Ausscheiden schildert Rainer Langhans im Gespräch mit Gala seine Eindrücke aus dem Dschungelcamp

Rainer Langhans

Campguru Rainer Langhans war im australischen Dschungel eher für lange Meditationen als für ausführliche Unterhaltungen bekannt. Im Interview mit Gala zeigt er sich dennoch gesprächig und schildert eine überraschend andere Version des Streits zwischen Sarah Knappik und Jay Khan.

War das Camp so wie Sie es sich vorgestellt haben?

Ja - und besser noch. Es war eine Kommunen-Erfahrung mit Menschen, die das so nicht gewöhnt waren. Mir ist klar, dass RTL die Geschehnisse im Camp vermutlich anders aufbereitet hat. Aber für mich und die anderen ist es eine tolle und wichtige Erfahrung gewesen

Was war Ihnen beim Dschungelcamp am wichtigsten?

Das Wichtigste war, dass ich überhaupt als Kandidat gefragt wurde. Ich habe die Teilnahme vor allem als Einladung verstanden, ein Stück weit mehr in die Gesellschaft zurückzukehren. Nun bin ich sicherlich präsenter, als ich es viele Jahre lang war. Und toll fand ich: Auch die anderen Insassen konnten sich mit meiner Lebensweise abfinden. Ich war kein Außenseiter.

In den Sendungen wirkte es trotzdem, als hätten Sie sich zumindest sehr zurückgehalten.

Ja, wahrscheinlich kann man das so sehen. Ich habe nun einmal einfach mein Lebensspiel gespielt - und bei den Spielen der anderen nicht mitgemacht. Das kam dann auch bei einigen so an: "Der will ja gar nicht mit uns!" Insofern bin ich tatsächlich asozial, aber ich mache eben nicht alles mit. Spannend war aber für mich zu beobachten, wie viel Menschen ertragen können, wenn man nur liebevoll gemeinsam lebt.

Ihre Teilnahme war also ein Erfolg?

Ja, allein schon deshalb weil nun ein in meinen Augen verständnisvollerer Kontakt der Medien zu mir und meiner Lebensweise besteht. Ich würde sagen: Der Gesellschaft ist bewusster geworden wie ich lebe, und ich habe das Gefühl, dass die Gesellschaft insgesamt liebevoller und kommunenhafter wird und zusammenrückt. Das begrüße ich sehr!

Wie ist die Stimmung denn im Camp - zuletzt herrschte wegen Sarah Knappik ja eher Drama?

Ach, wir sind eigentlich gut mit der Situation umgegangen. Die Sarah hat sich einfach von vornherein geweigert, soziale Kontakte zu den anderen Kandidaten aufzunehmen. Das haben wir uns eine ganze Weile angeschaut. Die Gruppe hat sich durchaus nicht gegen sie gestellt, sie hat die Lage sehr lange ertragen. Wir haben aber festgestellt, dass sie immer nur bloß daherquatscht und null Interesse für ihr Umfeld hat. Nur auf Jay hatte sie es abgesehen. Da haben wir dann gesagt: Geh doch bitte! Das Dschungelcamp ist nicht dafür da, dass einer gestalked wird.

Gestalked? In der Sendung klang es eher so, als habe Jay vor Sendungsbeginn den Kontakt zu ihr gesucht?

Ich habe darüber ausführlich mit Jay gesprochen. Sie war es, die angefangen hat. Sie hat sich an seinen Manager gewendet und gesagt: "Kannst Du mir den Jay klarmachen?" Und er hat ihr wohl auch zu vermitteln versucht, dass sich beide im Camp gut verstehen würden. Das hat dann aber nicht funktioniert, und instinktiv hat er sich dann vermutlich mehr Indira zugewandt. Und in dem Augenblick, in dem sie das wahrgenommen hat, wurde es schwierig für alle.

Haben Sie denn Freunde im Camp gefunden?

Natürlich, das sind alles meine Freunde. Es hat sich eine geradezu liebevolle Beziehung zu allen ergeben.

Bis auf Sarah. Werden Sie den Kontakt zu ihr aufrecht halten?

Nein, erst einmal wahrscheinlich nicht. Ich habe sie auch noch nicht gesehen seit ich aus dem Camp bin, sie wird im Moment noch etwas versteckt. Aber ich habe auch keinen echten Grund, nicht mit ihr zu reden, nach Peer hatte ich im Camp sicherlich den meisten Kontakt mit ihr.

Alexander Stilcken

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