Polizeiruf 110 - Heimatliebe: So wird der neue Krimi am Sonntag

Im "Polizeiruf 110: Heimatliebe" sorgt ein abgetrennter Finger und ein toter Bauer für Aufsehen. Doch lohnt sich das Einschalten?

Olga Lenski (Maria Simon) und Kriminalhauptkommissar Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) bei der Hausdurchsuchung eines Verdächtigen

Das deutsch-polnische Verhältnis ist auch über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg vielerorts noch angespannt. Der Krimi "Polizeiruf 110: Heimatliebe", der am Sonntag (25.8.) um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird, greift genau diese Thematik auf - und gibt damit eine Auffrischung in Sachen Geschichte. Worum es in dem Krimi mit den Kommissaren Olga Lenski (Maria Simon, 43) und Adam Raczek (Lucas Gregorowicz, 42) geht und ob sich das Einschalten lohnt? Die Antworten gibt es hier.

Darum geht es im "Polizeiruf 110: Heimatliebe"

Wojciech Sekula (Grzegorz Stosz) lebt mit seinem Sohn Tomasz (Joshio Marlon) und seiner zweiten Frau Jenny (Anna König) auf einem Bauernhof im beschaulichen Ort Zimowe Pole nahe der Oder. Eines Nachts wird der Stall der Familie angezündet und alle Kühe des Familienbetriebs kommen bei dem Feuer um. Kurze Zeit später, wird Wojciech bei einem Überfall zusammengeschlagen und stirbt. Zudem wird ein abgetrennter Finger auf einem Feld gefunden und ein sogenannter "Reichsbürger" nimmt einen Beamten als Geisel... Wie passt das alles nur zusammen?

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Adam Raczek und seine Kollegin Olga Lenski beginnen die Ermittlungen. Unter Verdacht gerät schnell der ältere Bruder des Toten, Andrzej Sekula (Marcin Pietowski), der vom Vater als Hofbesitzer enterbt wurde. Unklar ist allerdings auch die Rolle von Bürgermeister Roland von Seedow-Winterfeld (Hanns Zischler). Und wie sich herausstellt, kennen er und Lenski sich aus früheren Zeiten...

Lohnt sich das Einschalten?

Ein klares Ja. Die Handlung ist sehr dynamisch und die Spannung hält bis zum Schluss an. Die problematische deutsch-polnische Beziehung wird dem Zuschauer interessant näher gebracht ohne zu belehrend zu wirken. Vor allem die angespannten Dialoge zwischen den beiden Kommissaren sind wie kleine Geschichtsstunden. Der Deutsch-Hass vieler Polen bekommt der Zuschauer knallhart und unverblümt serviert. Dass sich die Thematik nicht schnell abnutzt, ist den Schauspielern zu verdanken, die ihre Rollen glaubhaft verkörpern.

Besonders hervorzuheben, ist dabei Joshio Marlon ("Homeland"), der den Bauernsohn Tomasz verkörpert. Zwischen Wut, Trauer und Ehrgefühl lässt der Jungschauspieler die Zuschauer vollkommen in seine Gefühlswelt eintauchen. Dieser "Polizeiruf 110: Heimatliebe" brilliert dank facettenreicher Figuren, gefühlsgeladener Dialoge und dem ernsten geschichtlichen Hintergrund.

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