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Pharrell Williams + Robin Thicke Hohe Strafe für Songklau


Pharrell Williams und Robin Thicke hatten mit "Blurred Lines" einen Welthit - der sie jetzt richtig teuer zu stehen kommt

"Blurred Lines" hieß der Song, dem im Sommer 2013 keiner entgehen konnte. Robin Thicke, 38, und PharrellWilliams, 41, hatten das Stück geschrieben und durften sich über Spitzenplätze in den Charts und einen warmen Geldregen freuen. Jetzt folgt aber das dicke Ende. Denn ein Gericht in Los Angeles hat am Dienstag (10. März) - ausgerechnet an Thickes Geburtstag - befunden: Die beiden Stars haben den Song bei Soullegende Marvin Gaye ("Sexual Healing") abgekupfert.

Das kommt Robin Thicke und Pharrell Williams nun teuer zu stehen.

Geldregen für Gayes Erben

Denn insgesamt soll das Musikergespann knapp 7,4 Millionen Dollar (6,9 Millionen Euro) an die Erben Gayes abführen, wie die "L.A. Times" berichtet. Zu groß seien die Ähnlichkeiten zum Song "Got To Give It Up" der 1984 gestorbenen Soullegende. Der Prozess, der am vergangenen Donnerstag begonnen hatte, förderte auch interessante Einsichten in die Finanzen Thickes und Williams' zu Tage. Dem Bericht zufolge verdiente Thicke allein an "Blurred Lines" 5,6 Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro), Williams immerhin noch 5,2 Millionen (4,8 Millionen Euro). Das Plattenlabel erhielt weitere fünf bis sechs Millionen Dollar.

Robin Thicke bezichtigt sich selbst der Lüge

Vor allem Robin Thicke hatte vor dem Verfahren nichts unversucht gelassen, ein teures Urteil abzuwenden. Der Star schreckte dabei nicht einmal davor zurück, sich selbst zu diskreditieren. So ließ Thicke im Vorfeld sicherheitshalber schon einmal klarstellen, er verbreite bisweilen zugedröhnt in Interviews Unwahrheiten - und habe mit der Entstehung seines Superhits auch gar nicht so viel zu tun gehabt. Der Presse hatte er zuvor freimütig verraten, er habe Williams vorgeschlagen, einen Song im Stile von "Got To Give It Up" zu schreiben.

Auch im Verlauf des Prozesses - zu dem die Musiker persönlich erschienen waren - kam es wohl zu einigen kuriosen Szenen. So schreibt die "L.A. Times", Thicke habe im Zeugenstand auf einem Keyboard ein Pop-Medley zum Besten gegeben, um zu beweisen, dass gewisse Akkordfolgen im Pop immer wieder auftauchen. Der Anwalt der beiden Musiker, Howard King, bemühte unterdessen große Worte, um die Millionen seiner Mandanten zu retten: "Das hier beeinflusst die Kreativität junger Musiker, die auf den Schultern anderer Musiker stehen wollten", sagte er. "Lassen Sie meine Mandanten gewähren und weiter ihren Zauber spielen lassen", appellierte er an das Gericht - letztlich erfolglos.

Enttäuschendes Urteil

Pharrell Williams' Sprecher zeigte sich enttäuscht vom Urteil: "Pharrell hat 'Blurred Lines' mit Herz, Verstand und Seele geschrieben und der Song wurde nicht von irgendjemandem oder irgendwoher genommen", sagte er laut "Rolling Stone". "Wir werden die Entscheidung überprüfen, unsere Möglichkeiten abwägen und Sie werden von uns bald mehr dazu hören."

iwe / SpotOnNews

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