Peter Lustig (†): Doch kein Kinderhasser?

Peter Lustig ist tot und sofort nach seinem Ableben wird verstärkt das Gerücht bemüht, dass der Moderator kein großer Kinderfreund war. Jetzt wird diese Meldung widerlegt

Peter Lustig

Peter Lustig (†) hat Generationen von Heranwachsenden mit der ZDF-Reihe "Löwenzahn" nachhaltig geprägt. Darin verkörperte er einen Bauwagenbewohner, der mit großer Neugierde durchs Leben ging und quasi alles hinterfragte - um es zu verstehen. Dieser pädagogische Stil gefiel den Kindern vorm TV. Das Gerücht "Peter Lustig mochte keine Kinder", klang daher für viele Ohren geradezu absurd. In der "Zeit" meldet sich jetzt der Verursacher des Gerüchts zu Wort und stellt die Angelegenheit klar.

Alles nur ein Missverständnis?

Der Journalist Kai Biermann ist der Verursacher des "Kinderhasser"-Gerüchts, denn ein von ihm geführtes Interview mit Peter Lustig aus dem Jahr 2002 veröffentlichte Biermann als Gesprächsprotokoll. Darin waren unter anderem folgende Aussagen zu lesen: "(...) ich kann gut mit Kindern umgehen. Vielleicht weil ich ihnen sage: Ich nehme dich so, wie du bist, du mich aber bitte auch, und so kommen wir gut klar. Sicher, Kinder stören und sind klebrig, na und? Das wissen die doch selbst." Kinder am Set fand Lustig schwierig, weil er die Zwänge einer Filmproduktion, inklusive dem Warten und den ständigen Satzwiederholungen für die Kamera als nicht kindgerecht empfand: "Nur in der Sendung möchte ich sie nicht, mit Kindern zu drehen ist anstrengend, und sie gehören einfach nicht vor die Kamera. Das ist Quälerei, immer."

Ironie versteht nicht jeder

In diesen Passagen steckte Ironie und die versteht bekanntlich nicht jeder. Manch Medium wollte sie damals eventuell auch nicht verstehen und gab die Passagen verzerrt wieder, denn die "Bild am Sonntag" publizierte kurz darauf "Peter Lustig – ich kann Kinder nicht leiden". Damit nahmen die Dinge ihren Lauf und ein Gerücht war geboren. Der Journalist fühlte sich verantwortlich und entschuldigte sich umgehend bei dem Moderator. Lustig war Biermann jedoch nicht böse und machte dem "Gerüchte"-Verursacher keinerlei Vorwurf.

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