Pastewka: Streit um Schleichwerbungs-Vorwurf beendet

Amazon Prime Video hat eine "Pastewka"-Folge angepasst und damit die Bayerische Landeszentrale für neue Medien zufrieden gestimmt.

Bastian Pastewka spielt in der Sitcom "Pastewka" sich selbst

Amazon Prime Video und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) haben sich im Streit um die angebliche Schleichwerbung geeinigt, wie die BLM in einer Mitteilung bekanntgab. In einer Folge der Serie "Pastewka" war den Medienhütern der Elektronik-Händler Media Markt zu oft aufgetaucht. Der Streamingdienst konnte mit einer neuen Version nun punkten.

Die BLM hatte Amazon Prime Video Anfang des Jahres der Schleichwerbung bezichtigt und die Folge "Das Lied von Hals und Nase" verboten. Besagte "Pastewka"-Episode aus Staffel acht sei von "häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen" der Elektrofachmarkt-Kette Media Markt geprägt, die "nicht programmlich-dramaturgisch begründbar" seien, so die BLM im Januar. Der Protagonist Bastian Pastewka (47) war in der Folge mit seinem Wohnmobil auf dem Parkplatz einer Filiale des Elektronikfachmarkts und auch in den Räumen der Filiale zu sehen.

"Konstruktive Klärung"

Daraufhin hatte Amazon Klage beim Verwaltungsgericht München eingereicht, die nunmehr erledigt ist. Denn: Der Streamingdienst hat gemeinsam mit der Produktionsfirma Brainpool eine neue Version der Folge vorgelegt, die die BLM durchgewunken hat. Die neue Schnittfassung ersetzt die Ursprungsfassung und ist bei Prime Video abrufbar, wie aus der BLM-Mitteilung hervorgeht. Beide Seiten werden an ihrer Rechtsauffassung festhalten, begrüßen aber die "konstruktive Klärung der Angelegenheit".

Die Landeszentrale in München hatte sich ursprünglich dem Fall angenommen, da die Amazon Instant Video Germany GmbH ihren Sitz in Bayern hat. Die Serie mit Comedian Bastian Pastewka in der Hauptrolle lief von 2005-2014 im Free-TV, bevor sie 2018 nach vier Jahren Pause ein Comeback bei Prime Video feierte. 2020 wird dann die zehnte und finale Staffel veröffentlicht.

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