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Oscars 2022 Das sind die Gewinner der 94. Oscarverleihung

Ariana DeBose, Troy Kotsur und Jessica Chastain
Ariana DeBose, Troy Kotsur und Jessica Chastain
© David Livingston / Getty Images
Die Oscars sind vergeben! Mit der Verleihung der Academy Awards am 27. März 2022 hat die Filmindustrie den wichtigsten Abend des Jahres gefeiert. Welche Stars sich über einen Goldjungen freuen konnten, erfahren Sie hier.

Was für ein Abend! Dass die 94. Oscarverleihung derart turbulent wird, hätte wohl niemand gedacht: Hollywoods prestigereichstes Event wurde von dem Skandal um Will Smith, 53, überschattet. Der Schauspieler ohrfeigte Laudator Chris Rock, 57, nachdem der Komiker einen Witz über Jada Pinkett Smith, 50, gerissen hatte. Ein schockierender Moment, der das gesamte Dolby Theatre in Los Angeles verstummen ließ. Doch auch in Bezug auf die Preisvergabe hielt der Abend einige Überraschungen bereit.

Oscars 2022: "Coda" ist der beste Film

Der Coming-of-Age-Film "Coda", der von einer gehörlosen Familie handelt, wurde als bester Film ausgezeichnet und setzte sich damit gegen Favoriten wie "Don't Look Up", "Dune" und "West Side Story" durch. Somit ist "Coda" der erste Film mit mehrheitlich tauben Darsteller:innen, der einen Academy Award in dieser Kategorie gewinnt. Die Tragikomödie konnte zudem noch weitere Preise einheimsen: Autorin und Regisseurin Siân Heder, 44, gewann den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch.

Ariana DeBose + Tony Kotsur + Jessica Chastain

Troy Kotsur, 53, wurde mit seiner Auszeichnung als bester Nebendarsteller zum zweiten gehörlosen Oscarpreisträger in der Geschichte. Mit seiner bewegenden Dankesrede rührte er nicht nur den Übersetzer, sondern das gesamte Publikum zu Tränen. 

Will Smith und Jessica Chastain wurden ausgezeichnet

Nur wenige Minuten nachdem Will Smith den Komiker Chris Rock ohrfeigte, betrat der Schauspieler erneut die Bühne. Dieses Mal, um seinen Preis als bester Hauptdarsteller entgegenzunehmen. In "King Richard" spielt Smith Richard Williams, 80, den Vater und Trainer der Tennisstars Venus, 41, und Serena Williams, 40. Zu Beginn seiner Dankesrede entschuldigte sich Will Smith unter Tränen bei der Academy und allen Nominierten – den Comedian bat er hingegen nicht um Verzeihung. "Ich muss in diesen Tagen ein furchtloser Beschützer meiner Familie sein", sagte er. Schließlich sei das auch Richard Williams gewesen, so Smith. Die Reaktionen auf seine Rede fielen eher verhalten aus. 

Anschließend durfte sich Jessica Chastain, 45, über einen Goldjungen freuen. Für ihr Porträt von Tammy Faye Bakker, †65, in dem Biopic "The Eyes of Tammy Faye" wurde sie als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Damit gewinnt sie den Oscar im dritten Anlauf: Zuvor war sie 2011 und 2012 für ihre Rollen in "The Help" und "Zero Dark Thirty" nominiert.

Frauenpower: Ariana DeBose und Jane Campion

Für ihre Verkörperung der Anita in "West Side Story" von Steven Spielberg, 75, erhielt Ariana DeBose, 31, den Oscar als beste Nebendarstellerin. Damit ist sie die erste queere Schauspielerin mit latein- sowie afroamerikanischen Wurzeln, die einen Academy Award gewinnt. "Selbst in dieser abgekämpften Welt, in der wir leben, werden Träume wahr", sagte sie, als sie den Preis entgegennahm.

Jane Campion
Jane Campion
© UPI Photo / imago images

Jane Campion, 67, räumte den Goldjungen für ihre Regie des Netflix-Films "The Power of the Dog" ab. Insgesamt haben erst drei Frauen den Award in dieser Kategorie gewonnen. Campion ist die erste Frau, die zum zweiten Mal für den Regie-Oscar nominiert wurde. 1994 ging sie mit "Das Piano" ins Rennen, verlor jedoch gegen Steven Spielberg und "Schindlers Liste". Dieses Mal konnte sie sich gegen den erfolgreichen Filmemacher durchsetzen.

"Dune" – der Abräumer des Abends

Der Oscar als bester Film blieb zwar aus, doch das Reboot des Kultfilms "Der Wüstenplanet" von Regisseur Denis Villeneuve, 54, ist mit sechs Auszeichnungen dennoch der große Gewinner der Verleihung. In den Kategorien "Beste Kamera", "Beste visuelle Effekte", "Bester Ton", "Bester Schnitt" und "Bestes Produktionsdesign" setzte sich das Science-Fiction-Epos durch. Außerdem gewann Hans Zimmer, 64, den Preis für die beste Filmmusik.

Da er allerdings nicht vor Ort, sondern in Amsterdam war, feierte der deutsche Komponist statt im Anzug seinen Sieg im Bademantel, wie er via Instagram mitteilte. "Es ist 2 Uhr morgens in Amsterdam und meine Tochter Zoë hat mich geweckt, um in die Hotelbar zu gehen. Wow", schrieb er.

Weitere Gewinner: Kenneth Branagh, Billie Eilish + Co.

Kenneth Branagh, 61, erhielt für "Belfast" den Oscar für das beste Originaldrehbuch. Der Film handelt von einem Jungen, der während der Unruhen in Nordirland in den 1960er-Jahren aufwächst. Als bester Animationsfilm wurde "Encanto" ausgezeichnet, der die Geschichte einer magisch begabten Familie erzählt. Der Preis für das beste Kostümdesign wurde Britin Jenny Beavan, 71, für "Cruella" ausgehändigt, während das beste Make-up an "The Eyes of Tammy Faye" ging. 

Billie Eilish und Finneas O'Connell 
Billie Eilish und Finneas O'Connell 
© P. Lehman / Getty Images

Sängerin Billie Eilish, 20, und Finneas O'Connell, 24, freuten sich auch über einen Academy Award: Das Geschwister-Duo wurde für "No Time to Die" aus "James Bond: Keine Zeit zu sterben" für den besten Song gewürdigt. 

Verwendete Quelle: Oscars 2022

sti Gala


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