Oscars 2018: Wie stehen die deutschen Chancen auf einen Award?

In Los Angeles werden heute Nacht die Oscars verliehen. In vier Kategorien hoffen auch Nominierte aus Deutschland auf einen Award

Oscars 2018

24 Oscars werden heute Nacht im "Dolby Theatre" in Hollywood verliehen. In drei Kategorien können auch Nominierte aus Deutschland auf einen der begehrten Awards hoffen:

Hans Zimmer für "Filmmusik" nominiert

Der gebürtige Frankfurter Komponist Hans Zimmer ist für seine Filmmusik im Zweite-Weltkriegs-Drama "Dunkirk" nominiert. Für ihn ist es bereits die zehnte Nominierung. Wenn er gewinnt, wäre es für ihn der zweite Goldjunge. Seinen ersten Oscar gewann Hans Zimmer für den Disney-Film "König der Löwen". Die Trophäe würde sich sicher über Gesellschaft im Regal freuen.

"Animierter Kurzfilm" von Jakob Schuh und Jan Lachauer

Die beiden deutschen Regisseure Jakob Schuh und Jan Lachauer freuen sich über ihre Nominierung für den Oscar in der Kategorie "Animierter Kurzfilm". In dem Film treffen Märchenfiguren wie Schneewittchen, Rotkäppchen und der böse Wolf aufeinander. Die beiden Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg waren jeweils schon einmal für Kurzfilm-Oscars nominiert, aber bei den Verleihungen leer ausgegangen. Es wäre also Zeit für einen GOldjungen. 

Oscars

Die ewig Nominierten

Bradley Cooper - 7 Nominierungen  Schauspieler und Regisseur Bradley Cooper ist zwar preisgekrönt, eine Trophäe fehlt ihm aber noch zu seinem Glück: der Oscar. Trotz mittlerweile sieben Nominierungen kann sich Bradley aktuell noch nicht als Oscarpreisträger bezeichnen. Ob sich das in 2019 ändern wird? Für den Film "A Star is born" ist der Schauspieler gleich in drei Kategorien - "Bester Film", "Bester Hauptdarsteller", "Beste Kamera" - nominiert. 
Glenn Close - 7 Nominierungen  Auch Glenn Close durfte sich schon über sieben Oscar-Nominierungen freuen. Aber eben nur über die Nominierungen: Die Schauspielerin durfte bislang noch keine Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Wie auch Bradley Cooper kann Glenn Close auch in diesem Jahr wieder hoffen - für ihre Rolle in "Die Frau des Nobelpreisträgers" ist sie als "Beste Hauptdarstellerin" nominiert.
Amy Adams - 6 Nominierungen  Oscar-Luft durfte Amy Adams schon das ein oder andere Mal schnuppern, einen Preis mit nach Hause nehmen aber leider nicht. Ganze sechs Mal wurde die Schauspielerin bereits nominiert, stand sogar schon als Laudatorin auf der Bühne. Vielleicht klappt es ja 2019 - Adams ist als "Beste Nebendarstellerin" im Film "Vice - Der zweite Mann" nominiert.
Leonardo DiCaprio - 5 Nominierungen  Fünf Mal war Leonardo DiCaprio schon nominiert. 2014 steht der Schauspieler noch voller Hoffnung, endlich den Goldjungen für seine Leistungen im Film "The Wolf of Wall Street" abräumen zu können, auf dem roten Teppich. Leider geht er auch bei seiner fünften Nominierung leer aus.

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"Real-Kurzfilm" von Katja Benrath und Tobias Rosen

Die deutschen Regisseure Katja Benrath und Tobias Rosen sind mit ihrem Kurzfilm "Watu Wote - All of us" für einen Academy Award nominiert. Der erzählt die Geschichte eines Überfalls auf einen Reisebus durch islamistische Terroristen, angelehnt an ein Attentat in Kenia im Dezember 2015. Die Terroristen fordern die muslimischen Insassen auf, sich getrennt von den Christen zu versammeln. Doch die Muslime weigern sich und retten den Christen damit das Leben. "Watu Wote" ist Benraths und Rosens Abschlussarbeit an der Media School Hamburg. 

Special Effects aus Potsdam

Außerdem drücken wir Special-Effects-Künstler Gerd Nefzer die Daumen. Für seine Arbeit am Set von "Blade Runner 2049" kann der Potsdamer auf einen Oscar hoffen. 

Indirekte deutsche Beteiligung an Drama aus Chile

Als bester fremdsprachiger Film hat zudem das zum Teil mit deutschem Geld finanzierte Drama "Eine fantastische Frau" aus Chile gute Chancen. Damit würde zum ersten Mal ein Film mit einer transsexuellen Hauptdarstellerin einen Oscar gewinnen. 

Academy Awards

Höhepunkte der Oscar-Jahrzehnte

2018:  Die wohl spektakulärste Showeinlage der Veranstaltung liefert Jennifer Lawrence ab. Die Schauspielerin scheint keine große Lust auf Umwege durch die langen Stuhlreihen zu haben und klettert einfach über die Theatersitze. Dabei muss sie nicht nur ihr langes Abendkleid, sondern auch ihr gut gefülltes Weinglas händeln. Mit Erfolg: Sowohl Jennifer als auch das Glas kommen wohlbehalten am Ziel an. 
2018:  Das wohl ungewöhnlichste Bühnenbild geben Helen Mirren und Mark Bridges ab. Der Kostümdesigner gewinnt an diesem Abend nicht nur einen Oscar für die Kostüme in "Phantom Thread", sondern auch den unkonventionellsten Preis für die kürzeste Dankesrede des Abends: einen Jetski. Präsentiert wird die "Trophäe" von Moderator Jimmy Kimmel und Schauspielerin Helen Mirren, die auch als Bridges erste Mitfahrerin fungiert. 
Großer Schock-Moment am Ende der Verleihung: "La La Land" wird schon als "Bester Film" gefeiert. Doch dann stellt sich heraus, dass der Oscar irrtümlich vergeben wurde. Der eigentliche Gewinner heißt "Moonlight". 
Leonardo DiCaprio

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DAS sind die diesjährigen Favoriten

Der Oscar ist der begehrteste Filmpreis der Welt
Die Nominierten der diesjährigen Oscar-Verleihung stehen fest. Wer die Chance auf 13 Oscars hat und ob Meryl Streep einen neuen Rekord in Sachen Nominierungen aufgestellt hat, erfahren Sie in diesem Video!
©Gala


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