Oscars: Neue Präsidentin für Film-Hollywood

Ein historischer Moment: Cheryl Boone Isaacs wird als erste Afroamerikanerin die Oscar-Akademie in Los Angeles führen

Cheryl Boone Isaacs ist neue Präsidentin der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences"

Wenn die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" jährlich den berühmtesten Filmpreis der Welt verleiht, schaut die ganze Welt gespannt zu. Jetzt sorgt die "Oscar-Akademie" wegen etwas ganz anderem für Aufmerksamkeit: In der 86-jährigen Geschichte des berühmten Filmverbandes steht mit Cheryl Boone Isaacs erstmalig eine schwarze Präsidentin an der Spitze.

Wie eine Sprecherin der Akademie Dienstagnacht (30. Juli) offiziell bestätigte, wurde die PR- und Marketing-Expertin vom "Board of Governors" zur neuen Präsidentin gewählt. Damit tritt sie die Nachfolge von Hawk Koch an, der die Academy-Präsidentschaft erst im vergangenen Jahr übernommen hatte. Nach der Schauspielerin Bette Davis, die 1941 für zwei Monate Präsidentin war und der Drehbuchautorin Fay Kanin, die von 1979 bis 1983 amtierte, ist Boone Isaacs erst die dritte Frau an der Spitze des mächtigen Hollywoodverbandes.

Angelina Jolie und Co.

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Forbes-Liste

Die teuersten Frauen von Hollywood

Platz 2: Hollywoods neues "It-Girl" Jennifer Lawrence landet mit 26 Millionen US-Dollar Jahreseinnahmen auf Platz zwei. Seit ihrem Oscargewinn als beste Hauptdarstellerin in Film "Silver Linings" im vergangenem Jahr geht es für das junge Schauspieltalent steil bergauf. Vor allem ihre Rolle als "Katniss Everdeen" in der Filmreihe "The Hunger Games" ließ ihren Kontostand rasant anwachsen.
Platz 3: Im vergangenen Jahr noch klare Siegerin muss sich Kirsten Stewart diesmal nur mit dem dritten Platz zufrieden geben. Nach dem Abschluss der "Twilight"-Reihe hat sie weit weniger verdient als noch im Jahr zuvor. Auf der vergangenen Forbes-Liste waren es noch über 34 Millionen Dollar, nun sind es Ddank "Snow White And The Huntsman" immerhin noch 22 Millionen Dollar.
Platz 5: Mit ihrem Jahreseinkommen liegt Schauspielerin Emma Stone im Mittelfeld. 16 Millionen Dollar bekam sie für den Film "The Amazing Spider-Man" und ihre Synchronsprechrolle im Videospiel "Sleeping Dogs".

3

Bisher vertrat Boone Isaacs die PR-Branche innerhalb der Academy als Governor und fungierte seit einem Jahr als First Vice President der Academy. Zudem steht sie derzeit an der Spitze von "CBI Enterprises" und war als PR-Beraterin bei Filmen wie "The Call - Leg nicht auf!", "The Artist", "The King's Speech", "Precious - Das Leben ist kostbar", "Spider-Man 2" und "Tupac: Resurrection" tätig. Davor fungierte sie als "President of Theatrical Marketing" für "New Line Cinema".

Erst im vergangenem Jahr hatte die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" angekündigt, sie wolle mit der Tradition der vorwiegend männlich-weißen Mitglieder brechen und bei der Zusammensetzung des Gremiums vermehrt auf geschlechtliche und kulturelle Vielfalt achten. Wie eine Studie der "Los Angeles Times" 2012 offen legte, sind die rund 6000 Mitglieder des Filmverbandes zu 94 Prozent weiß und zu 77 Prozent männlich.

Neben der Wahl Boone Isaacs zur neuen Präsidentin wurden auch die anderen Posten neu besetzt. Das "Board of Govenors" ernannte Jeffrey Kurland und Leonard Engelman zu den neuen "Vice Presidents", wählte den ehemaligen "Disney-Chairman" Richard Cook für das Amt des Schatzmeisters aus und vergab den Posten des Sekretärs an Phil Robinson.

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