Oliver Pocher: Seine Karriere ist ein Witz ...

Der Stern von Oliver Pocher befindet sich im Sinkflug. Warum das so ist und wie die Chancen für ein Comeback stehen? "Gala" sprach mit TV-Verantwortlichen und Experten

Oliver Pocher

Genau ein Jahr ist es her, da beobachteten rund zwei Millionen Fernsehzuschauer, wie sich Pamela Anderson zusammen mit zwölf eher weniger bekannten deutschen Stars in einen Container einsperren ließ und sich einer permanenten Kameraüberwachung auslieferte. Kommentiert wurde das Geschehen vom gewohnt bissigen Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn.

Vergangenen Freitag ging "Promi Big Brother" bei Sat.1 in eine neue Runde. Wieder mit dabei: Cindy aus Marzahn, die nun als "Mother of Big Brother" regelmäßig über ihre persönlichen Highlights der Sendung berichtet. Pocher jedoch fehlt. Man habe sich für ein neues Moderationskonzept entschieden, erfuhr "Gala" aus Produktionskreisen. Im Klartext: Es gibt keine Doppelmoderation mehr, sondern nur noch einen einzelnen Moderator. Und der heißt jetzt Jochen Schropp. Warum man diesen Job nicht Pocher überlassen hat? Die Wahl sei eben auf einen anderen gefallen. Eine Entscheidung, die für die Karriere von Oliver Pocher bezeichnend ist.

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©Gala

Der quirlige Komiker galt mal als der neue Stern am deutschen TV-Himmel. Talklegende Harald Schmidt nahm ihn unter seine Fittiche: Zwei Jahre lang moderierten die beiden donnerstags im Ersten die Late- Night-Show "Schmidt und Pocher". Dann handelte Pocher einen Deal mit Sat.1 aus und bekam seine eigene Abendsendung, "Die Oliver Pocher Show". Beim Sender setzte man auf ihn.

Müde Stars

Guten Mor-Gähn!

Eine müde Sienna Miller kann sich ein herzhaftes Gähnen auf offener Straße in New York nicht verkneifen. 
Die Arbeit am Set von "Second Act" scheint etwas lang geworden zu sein: Als Schauspielerin Vanessa Hudgens plötzlich gähnen muss, schlägt der böse Fotograf zu und sichert sich diese ungewollte aber dafür umso lustigere Grimasse.
Ja, das Reisen schleift: Schauspieler Alan Cummings dokumentiert für uns sein Jetlag-Leiden.
Da ist aber jemand müde: Liv Tylers Sohn Sailor sitzt gähnend in seinem Buggy, während er von Papa Dave Gardner durch New York geschoben wird.

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Heute scheint die Zusammenarbeit auf ein Minimum reduziert zu sein. Dafür ist "Promi Big Brother" nicht das einzige Beispiel. Im Herbst 2013 begrüßte man ihn zwar noch als neues Mitglied im Moderatorenteam der Sportsendung "ran", doch auch dieses Engagement ist wohl schon wieder Vergangenheit. "Zurzeit sind keine weiteren Einsätze von Oliver Pocher bei 'ran'-Sportveranstaltungen geplant", sagt Sat.1-Sportchef Alexander Rösner zu "Gala". Und Sat.1-Sprecherin Diana Schardt bestätigt, dass es beim Sender derzeit keine konkreten Pläne mit Pocher gibt.

Ähnliches spielt sich bei RTL ab. Hier moderierte Pocher zwei große Primetime- Shows. "Alle auf den Kleinen", die Sendung, in der er unter anderem gegen Boris Becker in den Ring trat, wurde inzwischen "auf Eis gelegt", wie es der RTL-Verantwortliche Frank Rendez gegenüber "Gala" formuliert. Die Quoten lagen zuletzt nur noch im einstelligen Bereich. Die Quizshow "Fünf gegen Jauch" wolle man weiterhin mit Pocher als Moderator produzieren. Hier stimmen die Zahlen. Wahrscheinlich aber eher wegen Günther Jauch.

Privat scheint für Pocher alles rundzulaufen. Seit vergangenem Jahr ist der sportbegeisterte Entertainer mit Tennis-Profi Sabine Lisicki liiert.

Es lässt sich nicht abstreiten: Die Präsenz von Oliver Pocher im deutschen Fernsehen ist deutlich gesunken. Stattdessen legt der 36-Jährige jetzt als DJ am Ballermann auf oder wie jüngst bei einer Kaufhausparty in Linz. Öffentliche Auftritte wie beim Wiener Opernball, als er vor Kim Kardashian von "Niggas in Vienna" sprach (offenbar eine Anspielung auf den Song "Niggas in Paris"), verursachen Kopfschütteln, keine Lachfalten. Oliver Pochers Management hält sich bedeckt. Medienpsychologe Jo Groebel hingegen findet klare Worte: " Pocher ist ein intelligenter Mann, aber er hat die Rolle des Klassenclowns der Nation ausgereizt. Am Anfang fanden die Zuschauer seinen Witz erfrischend. Heute sind sie gelangweilt, weil nichts Neues kommt."

Beim österreichischen ORF vertraut man weiter auf Pochers Witz. Nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit für "Die große Comedy-Chance" holte man ihn auch als Juror für die Talentshow "Die große Chance" ins Boot. "Oliver Pocher ist eine polarisierende Persönlichkeit, sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Er hat bei uns viele Fans - schon bei den Aufzeichnungen zu den Castingshows hat sich gezeigt, dass er sehr gut ankommt", heißt es beim ORF. Qualitativ ist Pochers Senderwechsel zum ORF kein Abstieg, doch reduziert er seine Reichweite massiv. Ein Ende der Karriere bedeute das nicht, meint Experte Groebel: "Jede Karriere erleidet mal ein Tief." Der quirlige Pocher kann es immer noch nach oben schaffen.

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