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Nino De Angelo Das ehrliche Interview

Nino De Angelo
Nino De Angelo
© Getty Images
Nino De Angelo spricht im GALA-Interview ganz offen über seine gesundheitlichen Beschwerden und das Problem mit dem Alkohol

Privat könnte es für Nino De Angelo gerade nicht besser laufen - seit einigen Monaten ist er wieder mit seiner Frau Larissa zusammen - und auch beruflich geht es für den Schlagersänger bergauf. Mittlerweilte taucht Nino vermehrt in TV-Reality-Formaten auf: "Promi Big Brother", "Promi Shopping Queen" und jetzt das "Duell der Stars", das heute, am 8. Januar um 20.15 Uhr, in Sat.1 ausgestrahlt wird. Neben den Schlagerkollegen Jürgen Drews und Ross Anthony tritt der "Jenseits von Eden"-Interpret gegen andere Prominente in Pult-, Action und Strategiespielen an und kämpft für eine Summe von 100.000 Euro für das Publikum. Da stellt sich natürlich die Frage, inwiefern Nino in der Lage dazu ist, schließlich hatte er vor gar nicht allzu langer Zeit eine Herz-Operation. Im Interview mit GALA spricht "Vino De Angelo", wie er spaßeshalber nach seiner Teilnahme bei "Promi Big Brother" im Jahr 2015 genannt wurde, ganz offen über gesundheitliche Probleme und sein jahrelanges Laster, den Alkohol.

Jürgen Drews, Ross Anthony und Nino De Angelo bei "Duell der Stars"
Jürgen Drews, Ross Anthony und Nino De Angelo bei "Duell der Stars"
© SAT.1 / Willi Weber

Bei "Duell der Stars" müssen Sie sich in Action- und Strategie-Spielen beweisen. In welchem Bereich liegen denn Ihre Stärken, in welchem Ihre Schwächen?

Ich bin ganz gut in Geschicklichkeitsspielen, aber das hängt auch von der Tagesform ab. Wir sind ja ein Team aus drei Leuten und da muss man dann genau gucken, wo die einzelnen Stärken jedes Teammitgliedes liegen.

Sind Sie grundsätzlich ein guter oder ein schlechter Verlierer?

Ich bin der beste Verlierer überhaupt. Ich würde jetzt zwar nicht sagen, dass ich gerne verliere, aber ich bin jemand, der gönnen kann. Ich gönne anderen den Sieg.

Wie halten Sie es mit Betrug? Würden Sie in einem Spiel schummeln, um zu gewinnen?

Nein, davon halte ich gar nichts. Ich habe noch nie geschummelt und würde es auch nie tun. Sowas würde mir gar nicht einfallen und deswegen würde ich wahrscheinlich auch nicht merken, wenn mich jemand beschummelt.

Es gab Gerüchte, Sie würden dieses Jahr ins Dschungelcamp gehen...

Nein, das mache ich nicht. Selbst, wenn ich das gewollt hätte, würde ich es ja gar nicht gesundheitlich schaffen. "Promi Big Brother" war die eine Sache, aber das Dschungelcamp ist schon eine andere Hausnummer. Die hohen Temperaturen liegen mir nicht und Insekten essen möchte ich auch nicht. Außerdem, wenn ich mir so die Liste ansehe, wer da im Januar 2017 reingeht, dann muss das nicht sein. Ich konzentriere mich lieber auf mein neues Album, das nächstes Jahr erscheint, und die Tour.

Apropos Gesundheit: Sie hatten im März eine Herz-OP. Sind Sie überhaupt zu körperlich aktiven Spielen in der Lage?

Bei Spielen mit viel Kraft und Ausdauer sollte ich besser nicht antreten. Man muss sich nichts beweisen. Natürlich tut Sport gut, aber ich muss jetzt nicht irgendwas übers Knie brechen. Ich gebe meinem Körper das, was er braucht. Nachher bleibt das Ding [Herz, Anm. d. Redaktion] noch stehen, da habe ich keine Lust drauf.

Wie geht es Ihnen jetzt?

Die ersten Auftritte waren ganz schwierig, ich war sehr kurzatmig. Auch jetzt, als ich das neue Album eingesungen habe. Früher habe ich drei Titel am Tag eingesungen, heute schaffe ich gerade mal einen Titel. Ein paarmal wäre ich fast zusammengebrochen, weil ich keine Luft mehr bekommen habe. Ich dachte, ich ersticke jetzt. Ich komme heute schneller aus der Puste als früher. Man muss sich schon daran gewöhnen und akzeptieren, dass das Herz jetzt anders schlägt als früher. Da nützt es nichts, einen Dickkopf zu haben und zu sagen „ich bin noch der Alte“. Es braucht einfach seine ganze Weile, bis man wieder richtig fit ist. Ich habe mit Leuten gesprochen, die meinten, das dauert zwei Jahre. Schnelles Laufen, Rennen oder Treppensteigen ging am Anfang gar nicht. Ich merke aber, dass es immer besser wird. Und ich bin froh, dass ich überhaupt noch lebe.

Nino De Angelo und seine Frau Larissa
Nino De Angelo und seine Frau Larissa
© WireImage.com

Was hat sich sonst noch seit der Operation in Ihrem Leben verändert?

Seitdem ich operiert wurde, habe ich fast zehn Kilo zugenommen. Das liegt am Bewegungsmangel, ich mache nicht wirklich Sport außer laufen. Außerdem esse ich sehr gerne. Aber das kriege ich schon wieder runter.

Im Dezember sind Sie 53 geworden. Wie haben Sie Ihren Geburtstag gefeiert?

Meine Frau und ich haben ganz bescheiden mit einem Glas Apfelsaft und einem Stück Kuchen reingefeiert.

Also keine große Party?

Ich habe genug Party gemacht in meinem Leben. Mir gibt das auch nichts mehr, ich habe da keinen Spaß mehr dran. Vielleicht bin ich erwachsen geworden, ich weiß nicht (lacht).

Wie steht es denn mittlerweile um Ihren Alkoholkonsum?

Ich trinke kaum noch Alkohol, ganz selten mal. Es gab nach der Operation ein, zwei Situationen, in denen ich zu viel getrunken habe. Was man sich klarmachen muss: Wenn einen irgendetwas belastet und man Sorgen hat, wird es auch nicht besser, wenn man sich einen hinter die Binde kippt. Alle Sorgen haben Schwimmflügel, die kann man nicht ertränken.

Wie schaffen Sie es, das umzusetzen?

Ich gehe nicht auf Partys, wo viel getrunken wird. Wenn es nichts zu trinken gibt, dann trinke ich auch nichts. Aber wenn ich erstmal anfange, schmeckt es mir auch. Deswegen ist es besser, das gleich ganz sein zu lassen. Wenn es früher einen Anlass zum Feiern gab, habe ich auch gefeiert und mir war egal, ob ich zu viel trinke. Heute trinke ich bei einem Sektempfang ein Glas, früher waren es zwei, drei und am Ende 15 Gläser. Ich habe einfach losgelassen. Aber heute kann und will ich das nicht mehr, allein schon gesundheitlich. Das würde mir zu sehr schaden und mich zu weit zurückwerfen. Wenn ich heute über die Strenge schlage, geht es mir schlecht, viel mehr als früher. Ich brauche die doppelte Kraft, um mich wieder zu regenerieren.

jno Gala

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