Naomi Watts: Reue wegen "Diana"-Flop

Naomi Watts hat in einem Interview erstmals zugegeben, dass im Biographie-Film über Prinzessin Diana einiges schief gelaufen sei und verglich die Produktion mit einem "sinkenden Schiff"

Üblicherweise hüllen sich die Stars von Filmen, die weder die Kritiker noch an den Kinokassen überzeugen konnten, in vornehmes Schweigen. Doch Naomi Watts scheint der Flop des Films "Diana", in dem sie die 1997 verstorbene Prinzessin von Wales spielte, noch immer zu beschäftigen. In einem Interview mit dem Magazin "Harper's Bazaar" erklärte sie nun, bereits während der Dreharbeiten bemerkt zu haben, dass einiges schief laufen würde.

"Ich habe mich von dem fantastischen Charakter verführen lassen", wird die 45-Jährige unter Bezugnahme auf das Interview unter anderem von "dailymail.co.uk" zitiert. "Diana hat viele Dinge getan, die zu positiven und zu negativen Ergebnissen geführt haben. Sie war sehr facettenreich." Dass es ein großes Risiko darstellen würde, eine solche Ikone zu verkörpern, sei ihr zwar von Beginn an klar gewesen, doch "letztlich traten Probleme [mit dem Film] auf und schließlich nahm das eine Richtung, die ich mir nicht erhofft hatte."

Oscar + Goldene Himbeere

Top und Flop - in einem Star vereint

Sandra Bullock  2010 wird Sandra Bullock als schlechteste Schauspielerin für ihre Rolle der durchgeknallten "Mary" in "Verrückt nach Steve" mit einer Goldenen Himbeere bedacht. Nur einen Tag später kann sie den begehrten Goldjungen für ihre Leistung in "Blind Side" entgegennehmen.  Auch 2014 hat Bullock die Chance einen Oscar als beste Schauspielerin ("Gravity) mit nach Hause zu nehmen.
Al Pacino  Für "Der Duft der Frauen" wird Al Pacino 1993 als bester Hauptdarsteller mit einem Academy Award geehrt. An diesen Erfolg kann er jedoch nicht wieder anknüpfen und wird 2012 als schlechtester Nebendarsteller für "Jack und Jill" ausgezeichnet.
Halle Berry  Die Rolle der "Leticia Musgrove" in dem Filmdrama "Monster's Ball" hat Halle Berry international bekannt gemacht und bringt ihr 2002 als erste afro-amerikanische Schauspielerin den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Für "Catwoman" kann sie 2005 allerdings nur den Anti-Oscar einheimsen.
Sofia Coppola  In dem Film ihres Vaters, "Der Pate - Teil III", bekommt Sofia Coppola eine kleine Rolle. Dafür wird sie 1991 als schlechteste Nebendarstellerin mit einem Razzie-Award bedacht. Die Schauspielrei hängt sie lieber an den Nagel und startet als erfolgreiche Drehbuchautorin und Regisseurin durch. 2004 gewinnt Coppola den Oscar in der Kategorie bestes Originaldrehbuch für "Lost in Translation".

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Der Film aus dem Jahr 2013, bei dem der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel Regie führte, wurde von Filmkritikern überwiegend negativ aufgenommen und brachte Naomi Watts eine der gefürchteten Nominierungen mit dem Anti-Filmpreis "Goldene Himbeere" ein. Mitten in den Dreharbeiten wieder auszusteigen sei allerdings keine Option gewesen: "Bei einem Risiko besteht jede Chance, zu scheitern. Wenn du mit dem sinkenden Schiff untergehen musst, dann soll es so sein."

Oliver Hirschbiegel hatte bereits nach der Veröffentlichung des Films in Großbritannien im Oktober vergangenen Jahres gegenüber dem britischen Sender BBC zugegeben, dass er "am Boden zerstört" darüber sei, dass der Film so schlecht bei den Kritikern ankäme. "Aber wenn du einen Film machst, denkst du nicht über die Reaktionen nach", hatte der 56-Jährige hinzugefügt. In Deutschland lief "Diana" erst im Januar 2014 an, erwies sich hierzulande aber ebenfalls als große Enttäuschung an den Kinokassen.

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