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Mirja du Mont bei "Die Alm" Warum ihre Eltern große Zweifel hatten

Mirja du Mont
© Christian Marquardt / Getty Images
Mirja du Mont überlegt sich ganz genau, welche Anfragen für TV-Formate sie annimmt und welche nicht. Besonders gegenüber Reality-TV-Formaten hatte die 45-Jährige bisher große Bedenken. Jetzt wird Mirja Teilnehmerin bei "Die Alm".

Mirja du Mont, 45, hat ihr erstes Mal gerade hinter sich – ihr erstes Mal Reality-TV. Ja, bisher konnte sich die Ex-Frau von Schauspieler Sky du Mont, 74, noch erfolgreich vor typischen Promi-Formaten wie dem Dschungelcamp, "Promi Big Brother", "Kampf der Realitystars" oder "Promis unter Palmen" drücken. Jetzt hat Mirja den Schritt zwar gewagt, eine automatische Zusage für weitere TV-Projekte in dem Bereich bedeutet ihre Teilnahme bei der dritten Staffel "Die Alm" aber nicht, stellt sie klar. Dafür ist die Zweifach-Mutter einfach nicht gemacht.

Außerdem muss sie befürchten, dass sich ihre Angststörung, die sie mittlerweile gut im Griff hat, wieder bemerkbar macht. Große Sorgen machen sich deswegen besonders Mirjas Eltern, erzählt sie im Interview mit GALA.

Mirja du Mont: "Ich lasse mir nichts gefallen"

GALA: Frau du Mont, aus welchen Gründen haben Sie sich für eine Teilnahme bei "Die Alm" entschieden?

Mirja du Mont: Erstmal will ich klarstellen: Nein, ich hatte es nicht nötig. (lacht) Viele denken das ja über mich. Dass ich an "Die Alm" teilgenommen habe, weil ich unbedingt Geld brauche. Aber das ist nicht der Fall.

Ich bin einfach ein Fan von Reality-TV und war verwundert, wie in der Vergangenheit viele Teilnehmer solcher Formate miteinander umgegangen sind. Dieser regelrechte Krieg, die Bitch-Fights ... Das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Deswegen dachte ich mir, mache ich selbst mal bei solch einem Format mit, um zu gucken, ob man wirklich dermaßen an seine Grenzen kommt, dass man nicht mehr vernünftig miteinander reden kann, sondern gleich in der untersten Schublade mit Beschimpfungen landet.

Und, wie lautet Ihr Fazit?

Sicher sind wir auch mal aneinandergeraten. Aber das hatte meistens mit den Spielen zu tun oder weil einer der Teilnehmer nicht genug bei der täglichen Arbeit mitgeholfen hat. Ich habe auch meine Meinung und lasse mir nicht alles gefallen. Aber es hat nicht das Ausmaß wie bei einigen anderen Formaten. Manche dieser Shows sind vielleicht darauf ausgelegt, dass man aneinandergerät. Bei "Die Alm" ist das nicht so und das war mir sehr wichtig.

Was glauben Sie, warum artet es in anderen Reality-TV-Formaten so aus?

Eskalieren tut es oft wegen des exzessiven Alkoholkonsums. Viele Teilnehmer sind bei zu viel Alkohol nicht mehr Herr ihrer selbst und benehmen sich total daneben. Bei "Die Alm" gab es fast keinen Alkohol. Zumindest stand der nicht wie bei anderen Formaten grenzenlos zur Verfügung. Wir hatten zwei Flaschen Bier für zwei Tage und die haben wir unter uns aufgeteilt.

"Meine Teilnahme scheiterte beinahe am Plumsklo"

Was waren bei "Die Alm" die größten Herausforderungen für Sie?

Die Kälte! Ich habe nicht damit gerechnet, dass es um die Jahreszeit so kalt ist. Das wenige Essen fand ich nicht so dramatisch. Schlimmer war für mich auch die Schlafsituation. Wenn jemand schnarcht, ist das der Horror für mich. Gescheitert wäre die Teilnahme aber stattdessen beinahe am Plumsklo. Ohne Witz, ich dachte mir kurz, wenn es wirklich ein Plumsklo ohne Spülung gibt, kann ich nicht teilnehmen. (lacht) Aber letztendlich hat das alles sehr gut geklappt und ich bin sehr stolz auf mich.

Ich bin gar nicht so etepetete, wie ich selbst von mir dachte. Ich wollte mich unbedingt mal der Herausforderung stellen. Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser, kein Schickimicki. Man hat kein Handy, sondern wird nur mit sich selbst konfrontiert.

Was haben Ihre Kinder zu Ihrer Teilnahme gesagt?

Ich habe ihnen zuerst gar nichts davon erzählt. Wir durften ja von der Produktion niemandem sagen, dass wir bei dem Format mitmachen. Und weil ich wusste, dass bei meiner Tochter auf der Uni und bei meinem Sohn in der Schule viel geschnattert wird und dann ganz schnell jeder Bescheid wüsste, habe ich mich auch daran gehalten. Die wussten nur, dass ich für ein TV-Projekt drehe, aber das kommt ja oft vor. Während ich in der Quarantäne war, hat meine Tochter mich dann schon mal gefragt: "Mama, wo bist du eigentlich?" (lacht)

Als sie dann irgendwann davon erfuhren, hat sich meine Tochter darüber gefreut, wen ich bei dem Projekt alles kennengelernt habe. Mein Sohn kennt diese Reality-Formate überhaupt nicht, deswegen konnte der gar nichts dazu sagen.

"Die Konfrontation hilft mir am besten"

Sie hatten in der Vergangenheit viel mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, litten unter anderem an einer Angststörung. Hatten Sie keine Bedenken, dass die Angst auch auf der Alm wieder auftritt?

Richtige Bedenken, dass ich wieder Angst oder Panik bekomme, hatte ich nicht. Meine Eltern waren sehr viel besorgter und hatten Zweifel, weil ihnen klar war, dass ich mich dort nicht zurückziehen kann und die Kameras auf alles draufhalten. Aber es war ja schon vorher so, dass mir die Konfrontationstherapie am besten geholfen hat. Auf der Alm kam es zu keinerlei Problemen.

Ich bin sehr froh, dass ich mit meiner Krankheit in der Lage dazu war, daran teilzunehmen und mich die Situation mit den ganzen Kameras und fremden Menschen nicht so sehr belastet hat, wie es früher wohl der Fall gewesen wäre.

Die dritte Staffel von "Die Alm – Promischweiß und Edelweiß" startet am 24. Juni 2021 um 20:15 Uhr auf ProSieben.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala


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