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Minions Die gelbe Invasion


Seit Anfang Juli gibt es kein Entrinnen mehr: Die Minions sind allgegenwärtig. GALA erklärt den Kino-Hype und sagt, was sie über die kleinen Kapselwesen wissen müssen
Minions: Lustig: Für alles weitere gibt es den Minions Translater , der aus dem Englischen ins Minionesische übersetzt.
Lustig: Für alles weitere gibt es den Minions Translater , der aus dem Englischen ins Minionesische übersetzt.
© Gala

Sie sind eindeutig ansteckend. Nicht nur Kinder sind von den "liebenswerten Idioten", wie sie ihr Erfinder Pierre Coffin nennt, infiziert. Inzwischen können auch Erwachsene von den Minions nicht genug bekommen. In Deutschland sahen bislang weit über drei Millionen Besucher das Abenteuer der knuffigen Möchtegernschurken mit der Anarcho-Attitüde – und Universal Pictures erhofft sich, weltweit die Eine-Milliarde-Dollar- Einspielmarke zu knacken.

Minion-Mania

So klein die Minions sind, so groß ist ihr kommerzieller Erfolg. Handtücher, Caps, Koffer, T-Shirts, Kissen, die Minion-Mania ist ein gigantisches Geschäft, angekurbelt von der größten Marketingkampagne der Filmgeschichte. 31 Millionen Follower haben Kevin, Bob, Stuart und ihre Kumpel auf Facebook. Der Film "Minions" steht weltweit in den Kinocharts auf Platz eins. Der Franzose Coffin kann sich über diese Omnipräsenz nur wundern: "Das ist unserer Kontrolle etwas entglitten."

GALA-Modechef Marcus Luft mit seinem gelben Beutestück aus Paris
GALA-Modechef Marcus Luft mit seinem gelben Beutestück aus Paris
© Marcus Luft

"Ich – einfach unverbesserlich"

Begonnen hat die Karriere vor fünf Jahren mit dem Animationsfilm "Ich – einfach unverbesserlich". Darin helfen die Minions dem Schurken Gru. Filmregisseur Coffin ist – wie er sagt – "aus Zufall" auf diese Idee gekommen: Die Minions sollten dem Bösewicht eine sympathische Note verleihen. Nach dem ebenso erfolgreichen Folgefilm war klar: Die Minions bekommen ihren eigenen. Teil drei von "Ich – einfach unverbesserlich" ist bereits in Arbeit und soll 2017 in die Kinos kommen.

Modeexpertin Suzy Menkes twitterte den "Vogue"-Titel. Kommentar: "Alber Elbaz von Lanvin gibt zu, dass die Minions die Modemacht hinter seiner ganzen Karriere sind"
Modeexpertin Suzy Menkes twitterte den "Vogue"-Titel. Kommentar: "Alber Elbaz von Lanvin gibt zu, dass die Minions die Modemacht hinter seiner ganzen Karriere sind"
© facebook.com/suzymenkes

Minion-Hasser

Pierre Coffin ist momentan noch der Meinung, dass dann Schluss sein soll mit den gelben Brillenträgern mit den empfindlichen Augen und der reduzierten Sprache. Vermutlich wird sich sein Standpunkt noch ändern, weil so viel Erfolg ja gerne in unendlich vielen Sequels und Prequels abgeschöpft wird. Doch es gibt nicht nur Fans. Inzwischen formiert sich eine Gegenbewegung der Minion-Hasser bei Facebook, Twitter oder Tumblr. Sie wirken schon etwas spaßbefreit, und gegen die Übermacht der Fans haben sie sowieso keine Chance.

Den Kritikpunkt, warum es keine weiblichen Minions gibt, hat ihr Erfinder sehr charmant gekontert: "Minions sind einfach zu plump." Na denn, Poopaye!

Andrea Sell Gala

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