Melika Foroutan: Zart, aber nicht zahm

Ihr Gesicht kennt man aus dem TV. Höchste Zeit, sich ihren Namen einzuprägen: Melika Foroutan

Melika Foroutan

Wer Melika Foroutan auf ihre elfengleiche Zartheit reduziert, sollte mal mit ihr Auto fahren. Am besten bei Schnee, quer durch Berlin. Als merke sie gar nicht, dass der Wagen immer wieder ins Schliddern gerät, steuert sie ihren Mercedes-Kombi unbeirrt über die vereisten Straßen - und erzählt dabei von ihrer Suche nach einem Sofa.

Es ist dieser Mix, der Foroutan so interessant macht: Als Schauspielerin kann sie zart und tough, witzig und nachdenklich, seicht und tiefgründig wirken. Und so facettenreich zeigt sie sich auch im Gespräch mit "Gala". Ist der Spagat zwischen den Extremen ihr Lebensthema? "Das klingt so nach Zerren", sagt die 36-Jährige. "Treffender ist Hybrid, also zwei Lebensformen, die ineinanderspielen und etwas Neues bilden."

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Diese Stars übernehmen Gastrollen

Eigentlich wollte Katja Burkhard nur zur 6000. Jubiläumsfolge von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" berichten und hat prompt eine Rolle angeboten bekommen. Sie spielt eine Gerichtsreporterin und steht mit "Jo Gerner", Wolfgang Bahro und "Katrin Flemming", Ulrike Frank vor der Kamera.
Olivia Burkhart (als Fiona) und Lars Steinhöfel (als Easy) drehen mit der "GNTM"-Gewinnerin Jana Beller, die Model Lena spielt, eine Szene.
1993 spielt die 13 Jahre alte Michelle Williams eine Gastrolle in "Baywatch". In einer Drehpause lächelt sie mit ihrem gleichaltrigen Co-Star Jeremy Jackson in eine Fotokamera. Laut Jeremy Jackson sollen die beiden zu Zeiten von Baywatch auch ein Paar gewesen sein.
Teuflisch sexy ist Selma Blair in Charlie Sheens Sitcom "Anger Management" zu sehen.

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Herzkino: In der Komödie "Flaschenpost an meinen Mann" sucht Melika Foroutan (mit Elena Uhlig) die ganz, ganz große Liebe (ZDF, Sonntag, 3. März, 20.15 Uhr).

Konkret heißt das: Sie wird in Teheran geboren und kommt mit sechs Jahren nach Boppard am Rhein, in die Heimat ihrer Mutter. "Bloß nicht auffallen" wird ihr Motto. "Wenn mir mein iranischer Vater im Supermarkt auf Farsi zurief: 'Hol mal die Butter', habe ich so getan, als würde ich ihn nicht kennen. Bin um drei Ecken zum Kühlregal, dann zu ihm zurück und habe ganz bewusst auf Deutsch zu ihm gesagt: ,Hier, Papa!‘" Sie lacht.

Heute nimmt sie sich aus beiden Kulturen, was ihr gefällt, und witzelt souverän über Klischees junger Mütter, die auch sie selbst betreffen: "Ja, ja, die Bionade-Mutti vom Prenzlauer Berg, die bei einem Wohnprojekt mitmacht ..." Ihr Ehemann ist der Schweizer Jon Handschin, 37, Mitbegründer des Internet-Filmportals Moviepilot. Tochter Yara ist vier Jahre, Sohn Yunes neun Monate alt. Melikas Mutter wohnt nebenan, Schwester Naika ist als Anti-Sarrazin-Stimme aus Talkshows bekannt. Melika Foroutan selbst regte die Debatte um Ausländer in Deutschland auf.

Dass sie sich heute unerschrocken der Welt stellt, verdankt sie der Schauspielschule, zu der sie nach einem abgebrochenen Philosophiestudium doch noch fand. "Ich musste mich da erst mal entkrampfen. Diese Übungen! Ihr seid jetzt neugeborene Kätzchen und erkundet den Raum ... Ich habe mich so geschämt!" Doch dann platzt der Knoten, 2003 geht sie ans Theater Leipzig, später zum Film. Den Grimme-Preis 2008 erhält Melika Foroutan für ihre anspruchs-volle Rolle als Kommissarin Sylvia Henke in "KDD - Kriminaldauerdienst". Im ZDF-Sonntagsfilm "Flaschenpost an meinen Mann" spielt sie nun so zauberhaft leichtfüßig - kaum zu glauben, dass diese Person dermaßen abgebrüht Auto fährt.

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