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Melanie Müller im Interview "Ich kann schlecht mit den Beauty-Eingriffen aufhören"

Melanie Müller
© SAT.1
Melanie Müller will ihr äußeres Erscheinungsbild immer weiter perfektionieren. Extra für ihre Teilnahme bei "Promis unter Palmen" unterzog sich die Ballermann-Sängerin einer Behandlung, um ihr Corona-Bauchfett loszuwerden. Im GALA-Interview spricht sie über ihren fast schon zwanghaften Drang zur Selbst-Optimierung.

Nach der ersten Skandal-Folge von "Promis unter Palmen", in der Prinz Marcus von Anhalt, 54, homophobe Äußerungen gegenüber Katy Bähm, 28, abfeuerte, steht am heutigen Montag (19. April 2021) endlich die zweite Folge auf Sat.1 an. Auch wenn einige Streitszenen im Nachhinein wieder entfernt wurden, um weitere Zuschauer-Aufregung im Zaum zu halten, wird es auch in den nachfolgenden Episoden nicht ruhig oder gar langweilig werden, das versprechen sowohl Willi Herren, 45, als auch Melanie Müller, 32, im Interview.

Melanie Müller: "Promis unter Palmen" ist keine Bergwanderung

Melanie, Willi Herren meinte, "Promis unter Palmen" sei das schlimmste TV-Format, bei dem er je mitgemacht hat. Bist du der gleichen Meinung?

Ach, Willi Herren übertreibt gerne mal. Gut, die letzte Staffel war Kinderfasching, wenn man unsere anschaut. Es wird laut und geht auch mal unter die Gürtellinie. Aber dass es das Schlimmste ist, was Willi erlebt hat ... Das kann ich mir nicht vorstellen bei seinen ganzen Eskapaden. (lacht)

Ich bin immer der Meinung, man weiß, wenn man in solche Formate geht, was einen erwartet. Da sind Kameras, vielleicht auch Promis, die man nicht mag und an die man sich gewöhnen muss. Aber ich finde es immer ein bisschen merkwürdig, wenn Kollegen sagen, sie wären bei so einem Format an ihre seelischen, geistigen oder moralischen Grenzen gegangen. Wenn ich schon Sätze höre wie "Ich habe mich dadurch total verändert". Also bitte, man verändert sich vielleicht, wenn man den Kilimandscharo hochwandert, aber doch nicht durch ein Reality-TV-Format. Klar gibt es Szenen, bei denen man hofft, dass sie nicht ausgestrahlt werden. 60 Prozent von den Gurken bei "Promis unter Palmen" werden aus dem Format nicht mehr so positiv rausgehen, wie sie reingegangen sind.

Bist du denn mit dir selbst in "Promis unter Palmen" zufrieden?

Ich bin immer zufrieden mit mir. Ich habe mich unter Kontrolle. Das haben die ein oder anderen Kollegen*innen nicht.

Es soll einen heftigen Streit mit Chris Töpperwien gegeben haben. Was ist passiert?

Wir sind uns vorher ein paarmal begegnet und sind immer positiv auseinander gegangen. Ich habe mich sehr auf ihn gefreut, an den ersten Tage war auch alles gut. Was dann passiert ist, kann man dann im Laufe der Staffel verfolgen.

Was bringt dich auf die Palme?

Bei Lügen, Lästereien und Rücksichtslosigkeit kann ich sehr laut werden. Einige haben sich sehr asozial benommen und alles liegen gelassen. Wahrscheinlich bin ich selbst schuld, weil ich mir den Schuh angezogen und den Leuten hinterhergeräumt habe. Aber ich bin nicht deren Mutti oder Haushälterin.

Ihre Kinder dürfen Reality-TV sehen

Deine Tochter Mia ist drei Jahre alt, dein Sohn Matty ein Jahr. Dürfen deine Kinder bei deinen Reality-TV-Auftritten wie in "Promis unter Palmen" mitgucken?

Der Kleine noch nicht, aber die Große wird das schon mit uns zusammen sehen. Sie ist immer sehr stolz, wenn sie Mama im Fernsehen sieht. Sie kennt mich ja auch und weiß, dass ich sehr impulsiv sein kann. Wir gehen mit sowas ziemlich offen um. Unsere Kinder werden schon von ganz alleine groß und sollen ihre eigenen Erfahrungen machen. Ich bin da schmerzbefreit, ob da nun die Leute nackig rumspringen oder rumschreien. Wir erklären Mia das und dann ist auch gut. Umso mehr ich von den Kindern fernhalte, um so größer ist die Gefahr, dass sie in der Schule blöd angemacht werden, was Mama denn da im Fernsehen alles macht.

Deine Vorbereitung auf die Show sah so aus, dass du dich ein paar Beauty-Eingriffen unterzogen hast, unter anderem einer "EMSculpt"-Behandlung, um Bauchfett zu verlieren. Auch sonst hast du schon viel machen lassen. Kannst du überhaupt noch aufhören oder bist du dem Beauty-Wahn total verfallen?

Ich kann schlecht aufhören, das ist Fakt. Man will immer mehr. Ich habe auf jeden Fall den Hang dazu, nicht mehr zu sehen, wann Schluss sein sollte. Aber ich habe einen sehr guten Arzt und ein gutes Umfeld, die mich zum Glück dann bremsen.

Was sagt dein Mann Mike dazu?

Es gibt ein paar Stellen, bei denen er nicht möchte, dass ich sie machen lasse, zum Beispiel die Lippen. Also, er passt schon auf und würde auch sagen, wenn er was nicht schön findet.

Seelen-Striptease für die Kohle?

Der Untertitel der Sendung lautet "Für Geld mache ich alles". Würdest du für Geld alles machen?

Also, wenn wir ehrlich sind, tun wir Reality-Promis doch genau das! Wir gehen in so ein Format und ziehen für Kohle seelisch blank. Natürlich gibt es Dinge, die ich nicht machen würde. Aber das ist nun mal mein Job, ich liebe Reality-TV und ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Da interessiert es mich auch nicht, ob ich ein komisches Kostüm anziehen und mich zum Horst machen muss. Das wollen die Leute da draußen nun mal sehen.

Die Ballermann-Saison muss bereits zum zweiten Mal in Folge ausfallen. Sind Reality-TV-Sendungen wegen der Coronakrise gerade deine einzige Einnahmequelle?

TV ist natürlich schon eine große Einnahmequelle. Ich mache auch noch viel Werbung und verdiene ein bisschen was mit der Bratwurstbude. Aber der finanzielle Halt fehlt, man steht unter Druck. Doch wirklich beklagen kann ich mich nicht. Ich habe mir einen Lebensstandard aufgebaut, an den man sich gewöhnt hat und den man natürlich nicht aufgeben möchte. Ich bin jetzt nicht der Mensch, der bereit ist, wieder in ein kleineres Haus zu ziehen oder eins der drei Autos zu verkaufen. Ich habe auch sehr teure Hobbys, auf die ich nicht verzichten möchte. Ich kenne so viele Familien, die durch die Schließung der Gastronomie und der Hotels vor dem Nichts stehen. Denen hilft gerade auch niemand.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala


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