Mathieu Carrière: "Stärkstes Dschungel-Team aller Zeiten"

Nach seinem Ausscheiden aus dem Dschungelcamp blickt Mathieu Carrière im Interview mit Gala positiv auf die Zeit in Australien zurück. Einzig den Bruch mit Peer Kusmagk bereut der Schauspieler mittlerweile

Mathieu Carrière

Mit den Traumquoten verlässt auch das Dschungelcamp: In der Sendung von Mittwoch (26. Januar) musste der ergraute Schauspieler das australische Dickicht verlassen. Auf die Zeit im Camp blickt er dennoch positiv zurück. Im Interview mit Gala spricht er über die schutzbedürftige , den Geburtstag seiner Mutter und die anstehende Werbetour für sein Buch.

Wie war es im Camp?

Toll! Ich war die ganze Zeit wie auf einem Joint.

Wie meinen Sie das?

Na, ich habe kaum geraucht, die letzten Tage überhaupt nicht mehr. Im Camp sind doch alle irgendwie auf Entzug, einfach weil es kaum etwas zu essen geht. Im Camp herrscht akuter Fleischmangel. Die Jungs haben zum Schluss nur noch Brathähnchen und Filetsteaks vor ihren inneren Augen gesehen. Ich selber habe gefastet, und werde das auch weitermachen. Das ist besser als jede Droge.

Sind Sie enttäuscht, dass Sie herausgewählt wurden?

Ich bin erleichtert und traurig zugleich. Nur in einem bin ich mir sicher: Wir waren das stärkste Dschungel-Team aller Zeiten.

Stark? In der Sendung wirkte das Lager zeitweise vor allem zerstritten. Der Zoff rund um Sarah und Jay war ein dominierendes Thema. Sie haben klar Partei für Jay ergriffen. Warum sind Sie sich sicher, dass Sie bei ihm auf der richtigen Seite standen?

Das bin ich nicht. Ich war mir nur sicher, dass Sarah geschützt werden musste - und aus dem Camp raus musste. Sie ist ein labiles Mädchen, das die Regeln des Spiels einfach nicht verstanden hat. Ich hatte leider die undankbare Aufgabe, das Mädchen auf den Topf zu setzen.

Und das mit überdeutlichen Worten. Auch Peer Kusmagk hat sie dafür kritisiert, weil sie als erwachsener Mann die junge Sarah mit so harten Worten angegangen haben.

Damit hat er auch zum Teil Recht. Aber einer musste die Kröte schlucken - um sie vor sich selbst zu schützen.

Sie bereuen also nichts?

Höchstens, dass ich mich am Ende von etwas distanziert habe. Rückblickend ist er der einzige, der die ganze Zeit einen kühlen Kopf bewahrt hat. Deshalb bin ich mir so sicher, dass er Dschungelkönig wird.

Nach sieben Tagen im Dschungel wurden sich Mathieu Carrière und Peer Kusmagk immer vertrauter.

Und wie steht es um Jay und Indira? Es scheint immer mehr so, als würden die beiden wirklich nur eine Show abziehen.

Wir spielen in der Sendung alle ein Spiel. Ich kann und will aber nicht sagen, ob die Geschichte zwischen Jay und Indira gefaket ist. Niemand sollte sich anmaßen, über die Beziehung zwischen zwei Menschen zu urteilen. Was da ist, wissen nur die beiden.

Wenn alle ein Spiel spielen - was war denn Ihr Spiel?

Ich habe versucht, jemanden zu spielen, der nicht spielt. Ich wollte mich wirklich vor allem authentisch geben.

Und hat das geklappt?

Ja, in meinen Augen haben Peer und ich am meisten durch die Sendung profitiert. Er, weil er gewinnen wird. Und ich, weil ich mich verändert habe. Und Indira ist natürlich meine Favoritin des Herzens.

Und was bringt das Camp Ihrer Karriere?

Das weiß ich nicht, ich plane nichts. Für mich ist das Leben wie eine Aneinanderreihung von Reagenzgläsern. Erst war ich im Reagenzglas "Hamburg", nun bin ich im Reagenzglas "Australien". Danach kommt das Reagenzglas "Geburtstag meiner Mutter in Lübeck", und dann geht es um das Reagenzglas "Buchvermarktung" - ich habe einen Roman geschrieben. Und was dann kommt, das weiß ich nicht.

Alexander Stilcken

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