Maren Gilzer: Unfreiwilliges Serien-Aus

Der MDR schickt Schauspielerin Maren Gilzer, 54, in Rente. Sie wird in der Krankenhausserie "In aller Freundschaft" von einer 26-jährigen Darstellerin ersetzt

Völlig überraschend scheidet Maren Gilzer aus dem Cast der von MDR produzierten und in der ARD ausgestrahlten Krankenhausserie "In aller Freundschaft" aus. Die 54-Jährige spielte seit Folge eins, die am 26. Oktober 1998 gesendet wurde, die fürsorgliche Krankenschwester "Yvonne".

Wie die "Bild"-Zeitung jetzt berichtet, hatte die ehemalige "Glücksrad"-Buchstabenfee bereits im Januar ihren letzten Drehtag. Ihre Ablösung, die 26-jährige Sarah Tkotsch, stieß quasi postwendend zum Team: Seit Ende Januar steht sie als Krankenschwester "Julia Weiß" in Leipzig für "In aller Freundschaft" vor der Kamera.

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©RTL / Gala

Sarah Tkotsch kennt man bereits aus dem "Tatort" mit Harald Krassnitzer und der RTL-Vorabendserie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten".

Sarah Tkotsch ist vielen TV-Zuschauern bereits bestens bekannt: An der Seite von Harald Krassnitzer als "Tatort"-Kommissar "Moritz Eisner" wirkte sie zwischen 2005 und 2010 als dessen Tochter "Claudia" in insgesamt neun Folgen der ARD-Krimireihe mit. Von August 2007 bis September 2010 spielte sie die "Lucy Cöster" in der Vorabendserie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", unter Anderem neben Jörn Schlönvoigt. Mit dem "Philip Höfer"-Darsteller war die 26-Jährige bis März 2010 etwa ein Jahr lang liiert.

"Ich hatte über 15 Jahre eine tolle Zeit in der 'Sachsenklinik' [Name des Serienkrankenhauses, die Red.], mit schönen Geschichten und sehr netten Kollegen", sagte Maren Gilzer zu Gala.de. Der Verlust ihrer "In aller Freundschaft"-Rolle ist ein weiterer Rückschlag in einer Zeit, in der es für sie sowieso nicht gerade optimal läuft. Erst im Juli 2013 gab sie die Trennung von ihrem damaligen Ehemann, dem Medienmanager Egon F. Freiheit, bekannt. Mit dem 69-Jährigen, den sie am 26. Juni 2010 geheiratet hatte, war sie 20 Jahre lang zusammen gewesen. Neben diesem persönlichen Liebespech hatte sie im vergangenen Jahr auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die gebürtige Westberlinerin musste sich im Frühjahr 2013 einer aufwendigen Operation unterziehen, nachdem sich ihre Lunge krankhaft ausgeweitet hatte.

Ein schwacher Trost: Wie die "Bild" weiter berichtet, ist Maren Gilzer nicht die einzige, die aus dem Team von "In aller Freundschaft" verbannt wurde. Auch "Dr.Elena Eichhorn" (Cheryl Shepard, 48) nimmt für's Erste ihren Hut, laut MDR wird sie im kommenden halben Jahr eine Drehpause einlegen. Ob und wie es danach für sie weitergehen soll, ist noch nicht bekannt.

Nicht ganz aus der Serie verschwinden werden die Urgesteine Dieter Bellmann, 73, und Jutta Kammann, 69. Ihre Figuren "Professor Simoni" und "Oberschwester Ingrid" sollen jedoch in Zukunft aber nur noch vereinzelte Auftritte in der Serie, die dienstags um 21 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird, haben.

Maren Gilzer als "Schwester Yvonne" mit Jutta Kammann ("Oberschwester Ingrid") und Dieter Bellmann ("Professor Simoni").

Eine MDR-Sprechern erklärte die personellen Veränderungen der beliebten Serie - im Schnitt schalten jede Woche fünf Millionen Zuschauer ein - so: "Um neue Geschichten erzählen zu können, müssen manchmal lieb gewonnene Serienfiguren andere Wege gehen."

Nach dem ersten Schock bemüht sich Maren Gilzer nun, positiv in die Zukunft zu blicken: "Manchmal braucht man einen kleinen Schubser, um aus der Sicherheit einer Serie auszubrechen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und die Dinge anzugehen, die man schon immer machen wollte", sagte sie zu Gala.de. Konkrete Projekte gibt es noch nicht. Gala.de verriet sie, dass sie das Serien-Aus zum Anstoß genommen habe, sich erst einmal eine Schauspielagentin zu suchen. "Ich bin zuversichtlich, dass sich bald etwas Neues ergibt", erklärte sie weiter.

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