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Marc Benjamin Bei diesen Frauen wird er schwach

Marc Benjamin
Marc Benjamin
© Getty Images
Auf der Leinwand verzaubert der smarte Schauspieler Marc Benjamin die Kino-Zuschauer gerade in "Unsere Zeit ist jetzt", dem Biopic von Regisseur Til Schweiger über Rapper CRO . Mit GALA sprach Marc über die Dreharbeiten mit dem Musik-Star, unerfüllte Träume und, bei welchen Frauen er schwach wird.

Herr Benjamin, tausende Fans werden Sie beneiden: Sie durften CRO ganz nah kommen. Wie war es, mit einem der erfolgreichsten Musiker Deutschlands zu drehen?

Ich habe ihn schon bei den Vorbereitungen zum Film kennengelernt. Wir hatten sehr viel miteinander zu tun, weil unsere Figuren im Film eng miteinander verbunden sind. Er ein toller Typ, der sehr authentisch ist. So, wie man ihn aus den Medien kennt, so ist er auch abseits der Kameras. Er hat uns mit seiner Kreativität, Lockerheit, guten Laune und Sorgenlosigkeit richtig mitgerissen. Das hat extrem gut getan.

Die Dreharbeiten fühlten sich wirklich an wie eine große Party! In den drei Monaten waren wir alle wie eine kleine Familie. Die Arbeit am Film stand jedoch für uns alle immer Vordergrund.

Hand aufs Herz: Haben Sie CRO ohne Maske gesehen?

Ja, das habe. Aber ich verrate Ihnen jetzt nicht, wie er aussieht (lacht).

Gab es eine Situation in Ihrem Leben, in der Sie sich auch gerne mal hinter einer Maske versteckt hätten?

Diese Momente gibt es immer wieder im Leben, ja. Für Cro hat es den Vorteil, dass er nicht erkannt wird und nach außen hin geschützt ist. Für eine Szene des Films musste ich vor 20.000 Fans auf einem echten CRO-Konzert schauspielern. Von den Besuchern wusste keiner, dass wir kommen, weil alles so authentisch wirken sollte wie es geht. Ich hatte auch nur einen Versuch, meine Szene in den Kasten zu bekommen. Auf der Bühne habe ich am ganzen Körper vor Nervosität gezittert. In diesem Augenblick hätte ich mich sehr über eine Maske gefreut.

Marc Benjamin
Marc Benjamin mit Rapper CRO auf der Premiere von "Unsere Zeit ist jetzt" in Zürich
© Getty Images

Im Film sind sie ein Mann, der aus Liebe zu einer Frau sogar auf sie verzichtet und ihr hilft, mit einem anderen zusammenzukommen. Wären Sie im echten Leben in der Liebe auch so selbstlos?

Wenn man jemanden über alles liebt, dann müsste es das größte Ziel sein, diese Person glücklich zu machen. Auch, wenn man selbst dann dabei nicht beteiligt ist. Aber klar: Das ist ein Idealbild und wenn man sich in einer solchen Situation befindet, reagiert man vielleicht doch eher egoistisch.

Wie muss eine Frau haben, um Ihnen so gut zu gefallen, dass Sie privat zum Romantiker werden?

Ich mag es, wenn mich eine Frau überrascht und mich aus meiner Komfortzone lockt. Ich finde es auch anziehend, wenn ihr etwas von ihr Lernen kann und sie mich inspiriert. Der geborene Romantiker bin ich allerdings nicht. Da kann ich mir von meinem Kollegen David Schütter, der im Film ein Candle-Light Dinner in einem Brunnen aufbaut, wohl noch was abgucken (lacht).

Der Film heißt „Unsere Zeit ist jetzt“. Sind sie auch ein Mensch, er im Moment lebt?

Das Schöne ist, dass das Leben im Nachhinein eine Geschichte ist und man JETZT die Möglichkeit, sie zu schreiben. Diese Lebenseinstellung finde ich sehr schön.

Ludwig, ihre Filmfigur, rottet jeden Tag zu einer Arbeitsstelle, die er hasst. Kennen Sie das Gefühl, in einem Hamsterrad gefangen zu sein?

Ich glaube, dass jeder das Gefühl kennt, festgefahren zu sein. Je länger dieser Zustand andauernd, desto schwieriger wird es, sich zu befreien. Wenn man sich aber getraut hat, eine Entscheidung zu treffen und etwas zu ändern, fühlt man sich so meist erleichtert, dass einem das Zögern vorher plötzlich wie verschwendete Zeit vorkommt.

Jeden Morgen trinkt Ludwig aus einer Kaffeetasse. „Live your dream“ steht darauf. Welchen noch unerfüllten Traum würden Sie gerne leben?

Ich habe das große Privileg, dass ich meinen größten Traum schon leben darf. Ich bin Schauspieler. Schlussendlich geht es aber vielleicht nicht primär darum, ob ein Traum wirklich wahr wird. Sondern, dass man alles dafür getan hat und sich nicht mehr fragen muss: Was wäre, wenn...?



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