Let's Dance: Die wilde Vergangenheit des Eric Stehfest

Eric Stehfest ist der Liebling der RTL-Erfolgsshow "Let’s Dance". In GALA erzählt er, wie er der Drogenhölle entkam und wie heute sein privates Glück aussieht 

Eric Stehfest hat eine bewegte Vergangenheit.

Wenn er tanzt, vergisst er alles um sich herum – bis auf seine Partnerin. Eric Stehfest, 26, ist der Überraschungsstar der RTL-Show "Let’s Dance", Er begeistert zusammen mit Profitänzerin Oana Nechiti, 28, das Publikum und die Fachjury. Bei Motsi Mabuse und Jorge González räumt er immer wieder die volle Punktzahl ab. Sogar der als bärbeißig bekannte Joachim Llambi zog für ihn schon mehrmals die Zehn. Sein Hüftschwung, sein Rhythmus-gefühl, seine freundliche Art: Bei dem durchtrainierten Soap-Darsteller („Gute -Zeiten, schlechte Zeiten“) begeistert alles.

"Tanzen ist ein positiver Trip" sagt Eric Stehfest. Er formuliert das bewusst so: Sieben Jahre lang war er drogenabhängig, konsumierte vor allem Crystal Meth. Jetzt liegt diese Hölle hinter ihm. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, der ihn strahlen lässt, der schönste überhaupt, denn Stehfest ist kürzlich Vater geworden. "Und ich habe eine tolle Partnerin. Das ist das vollkommene Glück!"

Milow

Für "Sing meinen Song" lernte er extra Deutsch

Milow
Als Milow für "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" angefragt wurde, musste er für seine Teilnahme eine Voraussetzung erfüllen: Deutsch sprechen.
©Gala

Grosse Posen zeigt der Dresdner beim Samba oder Cha--Cha-Cha und auf der Theaterbühne. Ansonsten wirkt er eher bescheiden, fast schüchtern. Seine Fans mögen alle Facetten: Nach jedem „"Let’s Dance"-Auftritt drücken immer mehr den "Gefällt mir"-Button auf seiner Facebook-Seite. Inzwischen sind es schon mehr als 88.0000. "Dass die Menschen so positiv auf mich reagieren, zeigt mir, wie weit ich mich entwickelt habe", sagt Stehfest. "Ich habe hart gearbeitet, um die Drogensucht hinter mir zu lassen. Nun tanze ich, und das macht unglaubliche Dinge mit mir."

So einen Hype um seine Person wie derzeit hat Eric Stehfest noch nie erlebt. Ohne Vater, nur mit der liebevollen Mutter aufgewachsen, suchte er Zuspruch bei Kumpels. Mit zwölf begann er zu kiffen, weil ein Freund es auch machte. Später der Umstieg auf Crystal Meth, eine extrem gefährliche Droge mit hohem Suchtpotenzial. Erst konsumierte er sie nur gelegentlich, dann täglich. Irgendwann begriff er jedoch, dass er so nicht mehr lange überleben würde. Er machte einen kalten Entzug, ist seit fünf Jahren clean – und reflektiert.

Heute sagt er: "Ich hatte eine grandiose Kindheit, wir sind oft umgezogen, ich hatte ständig Neues um mich herum. Später in der Pubertät ist mir aber einiges davon auf die Füße gefallen. Da hat mir der Vater vielleicht gefehlt." Gibt es wieder Kontakt mit dem Vater? "Nein. Ich weiß auch nur wenig über ihn, er lebt irgendwo in Bayern. Aber ich hätte heute gerne Kontakt. Über den Punkt, ihm Vorwürfe machen zu wollen, bin ich hinweg."

Das Schauspieler-Gen vererbte ihm seine Mutter Liane Wetterney, eine gelernte Erzieherin. "Sie war in der DDR Eiskunstläuferin und hatte sogar mal ein Angebot für eine Filmrolle. Später stand sie im Karneval auf der Bühne. Da hat sie mich mit sechs Jahren auch das erste Mal auftreten lassen." Die Mutter begleitet ihn zu den "Let’s Dance"-Live-Shows in Köln. Was ist das für ein Gefühl für den ehemals verlorenen Sohn? "Das zeigt, dass ganz viel repariert werden kann. Das bedeutet Heilung. Meine Mutter hat viel Zeit ihres Lebens für mich gelebt. Sie hat sich Sorgen gemacht. Jetzt kann ich ihr das zurückgeben. Sie sieht, dass ich gesund und glücklich bin."

Als Symbol für seine hart errungene Klarheit trägt Eric Stehfest eine Bergkristallkette. Nach jedem "Let’s Dance"-Auftritt hängt er sie sich sofort wieder um. Und auch als Regisseur setzt er sich inzwischen mit der Vergangenheit auseinander: Er dreht Dokumentarfilme gegen den Drogenmissbrauch. Das Projekt heißt "Schenk Dir ein Lächeln". Ein Motto, das funktioniert.

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