Kristen Stewart: War's das, Schneewittchen?

Kristen Stewart wird wohl nicht für einen zweiten Teil des erfolgreichen Disneyfilms "Snow White and the Huntsman" zurückkehren. Die Arbeit am Drehbuch wurde eingestellt. Ob das schon Affärenergebnis ist oder die Planung eh nur eine lockere war, darüber streitet die Branche nun

"Kristen Stewart wird aus den Fortsetzungsplänen von 'Snow White' ausgeschlossen" - mit dieser Schlagzeile berichtet das Branchenblatt "The Hollywood Reporter" auf seiner Website darüber, dass der Auftraggeber "Universal" einen Autoren aus seinem Vertrag für ein Drehbuch entlassen hat. David Koepp, der an einer Fortsetzung des erfolgreichen Disneyfilms "Snow White and the Huntsman" arbeiten sollte, wurde abgefunden.

Hat das Studio Kristen Stewart also fallen lassen? Der Gedanke liegt nahe - schließlich hatte die Darstellerin des kampflustigen Schneewittchens, seit "Twilight" ein ausgemachter Teeniestar, ihren Freund Robert Pattinson ausgerechnet mit dem Regisseur des Märchenfilms, Rupert Sanders, betrogen. Einem Ehemann mit Frau und zwei kleinen Kindern. In der Disneywelt kommt das einem Sakrileg gleich, generell betrachtet ist es zumindest ein PR-Desaster.

Dass die Geschichte der Karriere von Kristen Stewart eher schadet als hilft - unbenommen. Doch ob hier ein Rausschmiss vorliegt, das wird derzeit eifrig debattiert. "The Hollywood Reporter" schreibt, es sei ursprünglich geplant gewesen, zwei Filme mit dem Schneewittchen-Charakter und Stewart zu machen und dann vielleicht den von Chris Hemsworth gespielten "Huntsman" abzutrennen. Nun soll die Schneewittchen-Geschichte erst mal ins Archiv gewandert sein und hauptsächlich die Idee eines Films mit Chris Hemsworth weiterverfolgt werden. Denn eins ist klar: Läuft ein Film erfolgreich, so überlegt jedes Studio nach den Mehrteiler-Erfolgen der vergangenen Jahre, wie es aus einem etablierten Setup noch ein bisschen Film und Geld schlagen kann.

Die "LA Times" berichtet aus den Kulissen von "Universal", dass man sich zwar jetzt auf eine "Huntsman"-Fortsetzung konzentriere. Aber in dem Film könne "Snow White" entgegen den "Hollywood Reporter"-Informationen dennoch auftauchen. Man befinde sich noch im Anfangsstadium und weder Drehbuchschreiber noch Regisseur wären bisher festgelegt.

"E! Entertainment" wiederum betont, es hätte nie eine feste Verpflichtung von Stewart oder Hemsworth für eine wie auch immer geartete Fortsetzung gegeben, von daher könne man Kristen Stewart auch nicht fallenlassen. Zwar habe Stewart im Interview Interesse bekundet, das Schneewittchen weiter zu spielen. Sie sei aber - gerade nach der jahrelangen Bindung an "Twilight" - heilfroh über eine lockere Verbindung statt einer festen Verpflichtung gewesen. Ob aus der lockeren Verbindung dann auch ein lockerer Abschied wird? Kristen Stewart igelt sich ein und hat sich bisher nicht weiter zu dem Thema geäußert.

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Zwei Sachen gelten als sicher: Zum einen die Tatsache, dass Teeniestar Stewart inzwischen die Filmemacher schon ganz ordentliche Verpflichtungssummen kostet. Wenn man den Posten einsparen kann, dann wird der Film schneller profitabel. Zum zweiten ist Rupert Sanders, der zweite Protagonist der bösen Affäre, offenbar weiterhin als Regisseur des Zweitfilms im Gespräch. Ihn und Kristen Stewart bald wieder auf ein gemeinsames Set loszulassen, scheint keine gute Idee. Weder für die Stimmung im Team noch für die Außenwirkung. Und die spielt ja auch eine Rolle - schließlich muss in der Disneywelt immer noch die Stiefmutter die Böse geben.

cfu

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