Kinotipp: Von der Kunst, sich durchzumogeln

Junge trifft Mädchen und verliebt sich. Eine Geschichte, die schon unzählige Male erzählt wurde. Und trotzdem hat "Von der Kunst, sich durchzumogeln" etwas Besonderes: einen herausragenden Hauptdarsteller

Von der Kunst sich durchzumogeln

Story

Obwohl er sich nie wirklich um die Schule gekümmert hat, schafft es Bücherwurm und Einzelgänger George (Freddie Highmore) in sein letztes High-School-Jahr. Doch dort wird er zum ersten Mal mit richtigen Problemen konfrontiert. Die Lehrer erklären ihm, dass er das Schuljahr und seinen Abschluss nicht schaffen wird, wenn er nicht seine Einstellung ändert.

Seine Mutter (Rita Wilson) macht sich deswegen Sorgen und das ohnehin schon schwierige Verhältnis zwischen den beiden droht vollkommen zu zerbrechen. Zu allem Überfluss überwirft sich George auch noch mit seinem Stiefvater (Sam Robards). Aber dann ist da noch das beliebte Mädchen Sally (Emma Roberts), mit dem sich George anfreundet und erfahren muss, dass die Sache mit der Liebe nicht so einfach ist.

Spaziergang durch das New Yorker West Village statt Schule: George (Freddie Highmore) und Sally (Emma Roberts).

Star-Feature

In das frische Teenie-Drama fügt sich Freddie Highmore als George perfekt hinein. Mit seiner zerbrechlichen Art gibt der Schauspieler der Figur die nötige Unsicherheit eines Teenagers, der von seinen Gefühlen, die er bis dato gar nicht kannte, plötzlich übermannt wird.

In Georges Dilemma der unerwiderten ersten Liebe ist der Zuschauer wegen Highmores eindringlicher, sehr puristischer Spielweise augenblicklich gefangen. Seine Mimik ist hier sein Trumpf: Ein verschmitztes Lächeln, Melancholie in den Augen - viel mehr braucht Highmore nicht, um seiner Figur Leben einzuhauchen.

Sein weibliches Pendant Emma Roberts überspielt durch ihre sehr natürlich wirkende Coolness auf sympathische Weise Sallys Angst vor den Gefühlen. Sie begeistert mit ihrer Frische und Liebenswürdigkeit nicht nur die Figur des George. Zu Gute kommt den beiden Schauspielern, dass sie zum Drehzeitpunkt in etwa dem gleichen Alter ihrer Figuren waren, wodurch sie ihren Charakteren die nötige Authentizität geben konnten.

Fazit

"Von der Kunst, sich durchzumogeln" ist eine amüsante Teenie-Liebesgeschichte, an der aber nicht nur Jugendliche Gefallen finden können. Vielmehr überzeugt die Synthese aus schönen New-York-Bildern fernab von Times Square und Empire State Building, träumerischer Indie-Musik und einer süßen, aber auch klischeefreien Geschichte über die erste Liebe.

Denn vor allem die ehrliche, nicht übertriebene Auseinandersetzung mit dieser doch sehr ausgelutschten Thematik macht den Film zu etwas Besonderem zwischen all den anderen Coming-Of-Age-Geschichten. Den größten Beitrag leisten dazu vor allem die schauspielerischen Leistungen von Freddie Highmore und Emma Roberts, die der an sich vorhersehbaren Geschichte Würze verleihen.

Julia Fahrnbauer

Kinotipp

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