Kinotipp: Hautnah genießen

Kult-Regisseur Pedro Almodóvar legt mit "Die Haut, in der ich wohne" sein nächstes Meisterwerk vor

Antonio Banderas, Elena Anaya, Die Haut in der ich wohne

Die Story

Besessen arbeitet der skrupellose Schönheitschirurg Roberto Ledgard (Antonio Banderas) an seinem Meisterwerk: unzerstörbare Haut, die nie altert. Das Versuchskaninchen seiner Experimente ist eine wunderschöne, mysteriöse Fremde (Elena Anaya) – die einzige Patientin des wahnsinnigen Wissenschaftlers. Doch warum hält Ledgard sie im Keller seines Hauses gefangen? Mit jeder Hauttransplantation, jeder plastischen Operation ähnelt sie immer mehr Ledgards verstorbener Frau...

Die Schauspieler

Nach 18 Jahren Hollywood kehrt Antonio Banderas mit diesem Film endlich zu seinen Wurzeln zurück und spielt seine interessanteste Rolle, seit er Spanien verlassen hat. Sorry, Antonio – nur in Ihrer Muttersprache entfaltet sich Ihr Sexappeal in seiner ganzen Schönheit. Die Entdeckung des Films: die atemberaubende Elena Anaya. Was für eine Frau! Mutig stürzt sie sich mit allen Emotionen, die sie zu bieten hat, in Almodóvars Wahnsinns-Universum.

Bestechend intensiv: Der Arzt (Antonio Banderas) und die Patientin (Elena Anaya).

Der Regisseur

Pedro Almodóvar ist gelungen, was nur wenige Regisseure schaffen: Seine Filme sind ein eigenes Genre geworden. In seiner Welt leuchten die Farben intensiver, sind die Menschen schöner und emotionaler. Durch "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" wurde er zum Kultregisseur. "Fessle mich!" machte den jungen Antonio Banderas zum Star. Penélope Cruz verehrt den Regisseur, als Dank setzte er ihr mit "Volver" ein Denkmal.

Die Kritik

Auch diesmal ist in Almodóvars Fantasie alles möglich - Grenzen sind dazu da, eingerissen zu werden. Sein Film ist eine wilde Mischung aus "Film Noir", bizarrem Krimi, Liebesdrama, Komödie und Seifenoper. Und immer wenn sich der Zuschauer wieder in Sicherheit wiegt, wechselt Almodóvar flink noch einmal die Richtung. Die Fans auf den Filmfestspielen in Cannes waren sich einig: Almodóvar hat, auch dank Antonio Banderas, seinen besten Film seit Jahren gedreht.

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