Kinotipp: "Rubbeldiekatz"

Detlev Buck schickt in seiner neuen Komödie Matthias Schweighöfer als Frau auf die Leinwand und beweist: Auch Männer können schöne Frauen sein. Ab dem 15. Dezember im Kino

Rubbel die Katz

Inhalt:

Der Nachwuchsschauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) schlägt sich mehr schlecht als Recht am Theater durch. Bis er plötzlich die Chance seines Lebens bekommt: In Berlin dreht ein Hollywood-Regisseur (Joachim Meyerhoff) einen Nazifilm mit Topstars und Alex bekommt tatsächlich ein Rollenangebot. Einziges Problem: Er hat sich aus Versehen als Frau beworben. Seine Brüder Jürgen (Detlev Buck) und Basti (Maximilian Brückner) schicken ihn trotzdem zum Dreh und so wird aus Alexander plötzlich "Alexandra". Dumm nur, dass seine Schauspielpartnerin ausgerechnet Superstar Sarah Voss (Alexandra Maria Lara) ist, mit der Alex kurz zuvor geschlafen hat. Die flirtet am Set jetzt jedoch mit dem deutschen Hollywoodstar Thomas Henning (Max von Thun). Zu allem Überfluss fängt auch noch Alexanders Schauspielkollege Jörg (Max Giermann) an, ihn anzubaggern und auch der Regisseur steht plötzlich auf die schöne "Alexandra"...

Die Gebrüder Honk und ihr Freund Jan halten in allen Lebenslagen zusammen.

Alexandra (Schweighöfer) und Sarah (Lara) freunden sich an.

Filmpremiere

Berlin rubbelt die Katz

Die Schauspieler Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara und Regisseur Detlev Buck
Regisseur Detlev Buck und Matthias Schweighöfer
Alexandra Maria Lara und ihr Mann Sam Riley
Moderator Klaas Heufer-Umlauf

13

Stars:

Wie haben sie das bloss geschafft? Kaum ist Matthias Schweighöfer als "Alexandra" auf der Leinwand zu sehen, schon weiß der Zuschauer fast nicht mehr, ob da nun Mann oder Frau steht. Denn Schweighöfer sieht nicht aus wie Heinz Rühmann als "Charleys Tante" oder die Transvestiten in Billy Wilders "Manche mögen's heiß" - nein, Schweighöfer wirkt in seiner Verkleidung schlicht wie eine extrem attraktive Frau.

Dabei saß er laut eigener Aussage jeden Tag nur eine gute Stunde in der Maske. Als Zuschauer kann man da leicht nachvollziehen, dass am Ende wirklich jeder - sogar Sarah Voss alias Alexandra Maria Lara - im Gefühlschaos steckt.

Drehbuchautorin Anika Decker ("Keinohrhasen") schrieb die Rolle von Alexander Honk speziell für Matthias Schweighöfer, der sie dank seines komischen Talents und seines androgynen Äußeren perfekt ausfüllen kann.

Der Film lebt außerdem von dem Zusammenspiel des Brüder- und Freundes-Quartetts bestehend aus Detlev Buck, Schweighöfer, Maximilian Brückner und Denis Moschitto. Sie werden oft in "Ocean's Eleven"-Manier als coole Gangster-Truppe inszeniert.

Auch in den Nebenrollen gibt es einiges zu entdecken: Deutsche Promis wie Eva Padberg, Palina Rojinski oder Claas Heufer-Umlauf tummeln sich auf der Leinwand und Josephine Preuß ("Türkisch für Anfänger") hat einen Blitzauftritt als Casting-Chefin.

Fazit:

Schweighöfers wunderbare Verwandlung allein könnte schon fast für genügend Faszination sorgen, um "Rubbeldiekatz" zu tragen - doch Regisseur und Hauptdarsteller Detlev Buck ("Männerpension") hat sich auch sonst für seine Komödie einiges einfallen lassen.

So stilisiert er zum Beispiel eine einfache Grillszene in der Tradition von Quentin Tarantino zu einer Videoclip-artigen Sequenz, in der die Würstchen wie Waffen auf die Kohlen fliegen. Durch das "Film-im-Film"-Konzept gelingen Buck außerdem immer wieder satirische Seitenhiebe auf den Hollywood-Zirkus, gleichzeitig sorgt die Prämisse für viel Situationskomik, etwa wenn Max Giermann in seiner Rolle als Hitler-Schauspieler seufzt: "Ich habe immer Pech mit den Frauen".

Fazit: "Rubbeldiekatz" macht Spaß und beweist mit einem sehr attraktiven weiblichen Schweighöfer, dass das deutsche Kino immer wieder für eine Überraschung gut ist. Ab dem 15. Dezember im Kino.

Sarah Stendel

Kinotipp

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