Kinotipp: "Maleficent - Die dunkle Fee"

In "Maleficent" zeigt sich Angelina Jolie als böse Fee. Der Märchenfilm besticht durch seine Optik - und ist vor allem für Fans der Familie Jolie-Pitt ein Muss

Angelina Jolie als "Maleficent".

Inhalt
Es ist die Geschichte vom Grimmschen Märchen "Dornröschen" - allerdings aus einer anderen Perspektive: Die Fee "Maleficent" lebt im Wald inmitten von Trollen, Elfen und sprechenden Bäumen. Mit Flügeln ausgestattet, wacht sie über ihr Reich. Als eines Tages "Stefan" (Sharlto Copley) vor ihr steht, mit dem sie als Jugendliche eine romantische Beziehung pflegte, sind die alten Gefühle wieder da. Doch ihr einstiger Verehrer führt nichts Gutes im Schilde: Um König zu werden, muss er "Maleficent", die für die Menschen eine Bedrohung darstellt, opfern. Er betäubt sie, schneidet ihr die Flügel am Rücken ab und bringt diese ins Schloss.

Wieder erwacht, schreit "Maleficent" vor Schmerz und Wut und sinnt auf Rache. Der passende Moment scheint gekommen, als der inzwischen zum König gekrönte "Stefan" die Geburt seiner Tochter "Aurora" (Elle Fanning) feiern will: "Maleficent" stört die Zeremonie und belegt "Aurora" mit einem Fluch. An ihrem 16. Geburtstag wird diese von einer Spindel gestochen werden und in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Nur der Kuss einer wahren Liebe kann sie dann wecken.

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Um seine Tochter zu schützen, lässt der König sie unter der Obhut dreier Elfen in den Wald bringen, nichts ahnend, dass "Aurora" der Gefahr dort mehr denn je ausgesetzt ist: Von der jungen Prinzessin fasziniert, beobachtet "Maleficent" ihr Heranwachsen aus der Nähe. Ihr Hass gegenüber "Aurora" wandelt sich allerdings immer mehr in Zuneigung - und lässt "Maleficent" ihren Racheakt langsam bereuen.

Stars

Angelina Jolie mit ihrer Tochter Vivienne Jolie-Pitt in "Maleficent".

Angelina Jolie stand für die Rolle der "Maleficent" bereits fest, als das Projekt noch gar keinen Regisseur hatte. "Als ich dazu stieß, dachte ich nur: 'Geniales Casting'", sagte Regisseur Robert Stromberg laut Disney. "Man braucht sich nur Angelina Jolies Foto und ein Bild von 'Maleficent' angucken - das passt einfach perfekt". Mit dunklen Hörnern auf dem Kopf, Flügeln am Rücken, schwarz umrandeten Augen und ausgeprägten Wangenknochen zeigt sich Jolie von einer anderen, düsteren Seite - doch die Schauspielerin reizte noch etwas anderes an dem Film. "Ich hoffe, dass vor allem Mädchen verstehen, wie wichtig Gerechtigkeitssinn und Fairness sind. Sie werden sehen, dass sie zwar Kämpferinnen sein können, dabei aber weich, feminin und gefühlsbetont", so die Schauspielerin.

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Die Frau als Kämpferin mit Gefühl - dieses Bild konnte Jolie ihren Töchtern Vivienne, fünf, und Zahara, neun, schon am Set vermitteln: Sie sind, ebenso wie Jolies zehnjähriger Sohn Pax, in Cameo-Rollen zu sehen. Während Pax und Zahara nur kurz im Bild sind, hat die Jüngste im Bunde einen etwas größeren Auftritt. "Ich habe am Set reichlich Kinder verschreckt. Sie (Vivienne, Anm. d. Red.) war die einzige in ihrem Alter, die keine Angst hatte. Es musste also Viv sein", sagte Jolie, die als Produzentin des Märchen-Films auch Einfluss auf die Rollen-Besetzung hatte, im Interview mit "Entertainment Weekly".

Und Vivienne meistert ihre Rolle gut - ebenso wie Elle Fanning, die die jugendliche "Aurora" spielt. Fanning, die in ihrer bisherigen Karriere sowohl für Independentfilme wie "Phoebe in Wonderland", aber auch für Blockbuster wie "Super 8" vor der Kamera stand, passt nicht nur optisch perfekt in die Rolle der schönen Prinzessin. "Elle hat eine große Zukunft vor sich und es ist eine Freude, mit ihr zu arbeiten", findet der "Maleficent"-Regisseur Stromberg.

Elle Fanning als "Aurora", Tochter des Königs

In weiteren Rollen sind Sam Riley ("Control") als Angelina Jolies Diener "Diaval", Sharlot Copley ("District 9") als "König Stefan" und Imelda Staunton ("Vera Drake"), Juno Temple ("The Dark Knight Rises") und Lesley Manville ("Another Year") als die Elfen "Knotgrass", "Thistlewit" und "Flittle" zu sehen.

Fazit

"Maleficent" besticht vor allem durch seine Optik aus gewaltigen Dornenhecken, düsteren Moorlandschaften aber auch sattgrünen Wiesen in einer märchenhaft schönen Landschaft. An 40 Sets in den berühmten Pinewood-Studios in London wurde gedreht, Details wie "Maleficents" Flügel entstanden am Computer und wirken verblüffend echt. Die teils sehr dunkle Stimmung dürfte manchen jungen Zuschauer - der Film ist ab sechs Jahren freigegeben - jedoch ziemlich verschrecken, vor allem in der 3D-Version.

Ansonsten ist "Maleficent" vor allem für Jolie-Fans ein Muss: Nicht nur die Schauspielerin selbst, sondern auch ihre Kinder - allen voran Vivienne - bezaubern in ihren Rollen und machen Lust auf mehr.

"Maleficent - Die dunkle Fee" ist ab dem 29. Mai 2014 in deutschen Kinos zu sehen.

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