Kinotipp "Kokowääh"

Emma Schweiger, Til Schweiger
© Warner Bros. Pictures Germany
Til Schweiger ist zurück: Mit "Kokowääh" schafft es das Multitalent erneut an die Spitze der Kinocharts

Inhalt


Henry (Til Schweiger) ist ein typischer Junggeselle: Er stürzt sich von einer glücklosen Liebschaft in die nächste und will von Familie und Kindern nichts wissen. Als plötzlich Magdalena (Emma Tiger Schweiger) vor der Tür steht, ändert sich sein Leben jedoch radikal: Die Achtjährige ist das Ergebnis eines One-Night-Stands zwischen Henry und seiner damaligen besten Freundin Charlotte (Meret Becker). Völlig unverhofft muss Henry sich nun mit seiner neuen Rolle als Vater auseinandersetzen. Dabei hat er eigentlich ganz andere Probleme: Der erfolglose Drehbuchautor soll an einer Bestsellerverfilmung arbeiten und muss sich dafür mit der Autorin, seiner Ex-Freundin und großen Liebe Katharina (Jasmin Gerat) wieder zusammentun. So muss Henry sich fortan nicht nur darum bemühen, im Filmgeschäft wieder Fuß zu fassen, sondern auch Verantwortung für seine Tochter zu übernehmen. Ein Abenteuer, das das Leben aller Beteiligten auf den Kopf stellt ...

Madgalena (Emma Schweiger) stellt Henrys (Til Schweiger) Leben ziemlich auf den Kopf.
Madgalena (Emma Tiger Schweiger) stellt Henrys (Til Schweiger) Leben ziemlich auf den Kopf.
© Warner Bros. Pictures Germany

Stars


Til Schweiger schwimmt auch mit "Kokowääh" weiter auf der Erfolgswelle: Wie "Media Control" am Montag (7. Februar) mitteilte, lockte der Familienfilm bereits in der Premierenwoche satte 832.000 Zuschauer in die Kinos. Damit wurde "Kokowääh" auf Anhieb an die Spitze der Kinocharts katapultiert.

In Kokowääh muss Henry (Til Schweiger) Familie und Liebe unter einen Hut bekommen.
In Kokowääh muss Henry (Til Schweiger) Familie und Liebe unter einen Hut bekommen.
© Warner Bros. Pictures Germany

Nicht ganz unschuldig daran dürfte Til Schweigers Tochter Emma sein, die für "Kokowääh" erstmals eine Hauptrolle übernahm. "Für mich war sehr schnell klar, dass Emma die Magdalena spielen muss", erzählt Produzent Tom Zickler. "Til hatte testweise zwei oder drei Szenen mit ihr durchgespielt, und Emma zeigte ausgesprochen große Lust, den Film zu machen - jede Woche fragte sie: 'Papa, wann drehen wir denn endlich?'" Erste Erfahrungen als Schauspielerin machte Emma bereits mit der Rolle der Cheyenne-Blue in "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken". Seither verzaubert sie mit ihrem kindlichen Charme.
Doch auch Samuel Finzi (in der Rolle des Tristan) macht Kokowääh sehenswert: Der Schauspieler bulgarischer Abstammung spielt sich als leicht überforderter aber liebenswerter Stiefvater von Magdalena schnell in die Herzen der Zuschauer. Viel Leinwanderfahrung hat Finzi allerdings noch nicht: Bisher wirkte der Schauspieler eher in Fernsehfilmen wie "Die Akte Golgatha" oder Serien wie "Flemming" mit. Dank "Kokowääh" dürfte Finzi in Zukunft aber vermehrt auf der Kinoleinwand zu sehen sein.

Fazit
Trotz großer Erfolge muss Schauspieler und Regisseur Til Schweiger immer wieder viel Kritik einstecken: zu seicht, zu vorhersehbar seien seine Filme. Auch "Kokowääh" bildet da leider keine Ausnahme und wartet in gewohnter Manier mit großen Gefühlen und leichter Handlung auf. Wer nicht allzu viel erwartet, kann sich trotzdem auf ein entspanntes Kinoerlebnis freuen: Emma Schweiger spielt die Rolle der Magdalena erfrischend unbedarft und Samuel Finzi begeistert als sympathischer Trottel. Einzig Til Schweiger spielt wie immer nur die eine Rolle: sich selbst.

Andrea Zernial

gala.de

Mehr zum Thema