Kinotipp: "Hänsel und Gretel: Hexenjäger"

Abgeschlagene Köpfe, schwere Waffen und brennende Pfeile: Wenn Jeremy Renner und Gemma Arterton als "Hänsel und Gretel" auf Hexenjagd gehen, fließt viel Blut

Gemma Arterton, Jeremy Renner

Inhalt

"Hänsel" und "Gretel" haben als Kinder Schreckliches erlebt: In dem bekannten grimmschen Märchen verirren sie sich im Wald und werden von einer menschenfressenden Hexe in die Falle gelockt. Doch die Geschwister entkommen und stattdessen landet die Hexe im Ofen.

Jahre nach den Ereignissen im Pfefferkuchenhaus ist das mittlerweile erwachsene Geschwisterpaar nur von einem Gedanken besessen: Rache an allen Hexen. Berühmt für ihr besonderes Geschick beim Vernichten ihrer Beute, ziehen "Hänsel" (Jeremy Renner) und "Gretel" (Gemma Arterton) als Jäger durch die Welt. Und so werden sie auch zu Hilfe gerufen, als die grausame Hexe "Muriel" (Famke Janssen) etliche Kinder entführt, um sie beim nächsten "Blutmond" zu opfern. Die beiden haben allerdings nicht mit den brutalen Machenschaften von "Sheriff Berringer" (Peter Stormare) gerechnet, der ganz eigene Pläne verfolgt. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, gerät "Gretel" auch noch in die Fänge der Hexen - eine aufreibende Jagd beginnt.

Stars

"In diesem Film stecken viele Actionszenen, die richtig anstrengend waren. Wir mussten uns darauf einstellen, an jedem Drehtag einmal ordentlich verprügelt zu werden. Aber es war alles ein großer Spaß", sagt Hauptdarsteller Jeremy Renner über die Dreharbeiten. Der Schauspieler ist im Actiongenre zu Hause - mitgespielt hat er bereits in Filmen wie "Das Bourne Vermächtnis" oder "Mission: Impossible". Und so glaubt man Renner auch, wenn er als "Hänsel" geschickt mit seinem Waffenarsenal umgeht, Hexen ohne Mühe durch die Luft schleudert oder furchtlos durch brennende Häuser springt.

Film-Schönheiten

Die fabelhafte Welt der Filmlooks

Diese düster dreinblickende Dame ist keine Geringere als Hollywood-Schönheit Nicole Kidman. Für den Film "Destroyer" hat sich die Schauspielerin einer Komplettverwandlung unterzogen und ist mit Hilfe der Maskenbildner kaum wiederzuerkennen. 
Für Sängerin Mandy Capristo wird der Traum aus 1000 und einer Nacht wahr: Sie steht derzeit im Disneys Musical Aladdin in Hamburg auf der Bühne und macht dabei eine großartige Figur. Mit schwarzer Perücke, Glitzer-Schläppchen, türkisfarbener Pumphose und Diadem entdeckt die gebürtige Mannheimerin erstmalig die Welt des Musicals. 
Zusammen mit Schauspiel-Partner Philipp Büttner verzaubert Mandy Capristo im Musical Disneys Aladdin die Bühne der Neuen Flora in Hamburg. Für die Rolle der Jasmin probt Mandy seit August 2018. 
Ist jetzt Schluss mit den "SherLocken"? Die neuesten Fotos von "Sherlock"-Star Benedict Cumberbutch sind für seine vielen Fans sicherlich ein Schock, trägt er doch auf seinem schlauen Kopf ganz deutlich weniger Haare. Aber keine Sorge ...

83

"Jeremy kann mit seinen Starqualitäten einen ganzen Film schultern, aber er hat auch eine dunkle Seite und kann unberechenbar wirken, und das gefällt mir sehr gut", findet auch Regisseur Tommy Wirkola. Tatsächlich ist Jeremy Renner einer der wenigen Actionstars, die nicht nur perfekte Stunts hinlegen, sondern auch Charakterrollen spielen können. Bester Beweis: Für seine Leistung in Kathryn Bigelows "The Hurt Locker" sowie dem Thriller "Stadt ohne Gnade" wurde er jeweils für einen Oscar nominiert.

Jeremy Renner ist im Actiongenre zu Hause - und überzeugt als harter Kämpfer in "Hänsel und Gretel".

Den Gegenpart zu Hauptdarsteller Jeremy Renner bildet Gemma Arterton, die mit ihrer Rolle als Bondgirl "Strawberry Fields" 2008 erstmals international für Aufmerksamkeit sorgte. Auch Arterton ist das Actiongenre also nicht fremd - für die Dreharbeiten zu "Hänsel und Gretel" musste sie dennoch intensiv trainieren. "Ich kam immer als Erste und habe dann mit den Stuntleuten wie in einem richtigen Ausbildungslager gearbeitet. Es war toll, und es hat mir in den Actionszenen unendlich geholfen. Gretel hat einfach so viel durchzustehen!", sagt sie.

Die zarte "Gretel" verkörpert Arterton perfekt. Große Schauspielkunst wird hier trotzdem nicht zu Tage gebracht: Stattdessen stehen die Kampf- und Verfolgungssequenzen im Vordergrund. Das tut dem Film keinen Abbruch - ist aber schade für die beiden Hauptdarsteller, die eindeutig mehr können, als blutige Hexenjäger ohne Tiefgang zu verkörpern.

Fazit

Wenn Köpfe von Körpern geschlagen werden und brennende Pfeile durchs Bild fliegen, wird gleich am Anfang klar: Dieser Film ist nichts für zart Besaitete. "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" strotzt nur so vor brutalen Kampfszenen, die durch den 3D-Effekt verstärkt werden. Überhaupt die Optik: Satte Farben, ein düsterer Märchenwald und gut gemachte Masken machen den Film zu einem Erlebnis für die Augen. Genau das wird aber auch zum Problem - schon in der ersten Kampfszene fließt so viel Blut, dass mancher Zuschauer schnell genug haben dürfte.

Und so wird "Hänsel und Gretel" zum Splatter-Streifen der Extraklasse. Alle, die sich auch über originelle Dialoge freuen, sind hier falsch - die bleiben im Gegensatz zu den Darstellern in 3D nämlich den ganzen Film über flach.

Filmtrailer

"Hänsel und Gretel: Hexenjäger"

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche