Kinotipp: "Fast verheiratet"

Jason Segel und Emily Blunt zeigen in "Fast verheiratet", dass eine Liebeskomödie auch nach dem Happy End anfangen kann

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Inhalt

Nach einem Jahr Beziehung macht Tom (Jason Segel) seiner Freundin Violet (Emily Blunt) einen Heiratsantrag und natürlich sagt sie überglücklich Ja! Die Verlobung wird gefeiert, alles läuft nach Plan - bis die Psychologie-Doktorandin Violet einen Job an der Universität in Michigan angeboten bekommt. Tom gibt seinen Job als Koch in einem angesagten Restaurant in Kalifornien auf und begleitet seine Verlobte in die Provinz im Norden der USA. Die Hochzeit wird erst einmal verschoben, schließlich wollen beide in zwei Jahren wieder zurück sein. Doch in Michigan wird Violet von ihrem Professor (Rhys Ifans) auf Trab gehalten, während Tom beginnt, sich zu langweilen. Die beiden Verlobten entfernen sich immer mehr voneinander. Ausgerechnet Toms chaotischer Freund Alex (Chris Pratt) und Violets unreflektierte Schwester Suzie (Alison Brie) starten unterdessen eine Familie ...

"Mit uns wird das nichts", sagt Suzie (Alison Brie) anfangs noch zu Alex (Chris Pratt). Kurze Zeit später ist sie schwanger.

"Fast Verheiratet" ist ab dem 12. Juli im Kino zu sehen.

Stars

"How I Met Your Mother"-Fans werden sich über Jason Segels neuesten Streich besonders freuen. Das Multitalent hat auch an diesem Drehbuch mitgeschrieben und fungiert als Co-Produzent. Schon mit den "Muppets" hat der Freund von Michelle Williams gemeinsam mit dem Regisseur und Autor Nicholas Stoller einen überraschenden Hit gelandet.

In "Fast verheiratet" gelingt es ihnen nun, eine Liebesgeschichte zu erzählen, die nach dem Happy End beginnt. Auch wenn Segels "Tom" in der Mitte des Films etwas zu überzeichnet wirkt, macht Segel das mit seiner sympathischen Art wett. Mit Emily Blunt ist der Schauspieler auch privat befreundet und die beiden ergänzen sich hervorragend als Paar, dass eigentlich nicht ohne den anderen kann. Bei den Nebendarstellern fallen vor allem Chris Pratt und Alison Brie auf. Sie bringen die Zuschauer besonders mit ihrer Version der brasilianischen Ballade "Cucurrucucú Paloma" zum Lachen und bilden eine schöne Kontrastfolie zu dem nach Perfektion strebenden Hauptdarsteller-Paar.

Fazit

"Fast verheiratet" macht vor allem wegen der sympathischen Hauptdarsteller Spaß, mit denen der Zuschauer von Anfang an mitfiebert und ihnen auch die Treue hält, wenn Segel zwischendurch zum Waldschrat mutiert und Blunt als allzu ehrgeizige Doktorandin ihrem Professor verfällt. Schön, dass sich eine Liebeskomödie mal wieder auf richtige Beziehungen konzentriert, anstatt lediglich die romantische Kennenlern-Phase auszuschlachten. Auf ein oder zwei der zahlreichen Nebenfiguren hätte der Film zwar gut verzichten können, trotzdem kommen richtig komische Momente nicht zu kurz. Und ohne einen Ohrwurm vom Van-Morrison-inspirierten Soundtrack verlässt wohl niemand den Kinosaal.

Sarah Stendel

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