Kinotipp: "Die drei Musketiere"

Regisseur Paul W.S. Anderson gelingt mit "Die drei Musketiere" in 3D ein kurzweiliges Kino-Vergnügen mit hochkarätiger Besetzung: Von Orlando Bloom über Milla Jovovich bis hin zu Christoph Waltz geben sich Superstars die Ehre. Ein neues Teenie-Idol ist auch dabei

Die drei Musketiere

Story

Gerade mal einen Tag ist der junge D'Artagnan (Logan Lerman) in Paris und schon hat er sich mit den Musketieren Athos (Matthew MacFadyen), Porthos (Ray Stevenson) und Aramis (Luke Evans) angelegt. Doch als er nach einem gemeinsamen Kampf sogar die Truppen des gefürchteten Richeford (Mads Mikkelsen) in die Flucht schlägt, nimmt das Trio den Abenteurer in ihrem Kreis auf. Der erste Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Die Musketiere müssen den drohenden Krieg zwischen Frankreich und England abwenden, den der Kardinal Richelieu (Christoph Waltz) und die Spionin Milady de Winter (Milla Jovovich) herbeiführen wollen. Opfer ihrer Intrige sind der ebenso junge wie naive König Louis XIII. (Freddie Fox) und der Herzog von Buckingham (Orlando Bloom), dem der Kardinal nur zu gerne eine Affäre mit Königin Anne (Juno Temple) andichten würde. Doch die drei Musketiere setzen alles daran, das Böse zu besiegen und bleiben dabei immer ihrem Motto treu: einer für alle! Alle für einen!

Die drei Musketiere haben Verstärkung bekommen: Zusammen mit dem jungen D'Artagnan (Logan Lerman) kämpfen sie für Frankreich.

Star-Feauture

Egal ob Orlando Bloom, Milla Jovovich oder Mads Mikkelsen: "Die drei Musketiere" trumpft mit hochrangiger Besetzung auf. Besonders Orlando Bloom zeigt sich in dem Actionstreifen in einer ganz ungewohnten Rolle und beweist, dass er auch als selbstverliebter Bösewicht auf der Leinwand überzeugen kann. "Mich hat es gereizt, dass ich mal etwas ganz anderes spielen durfte: Als Herzog von Buckingham bin ich endlich mal nicht der nette Held", erzählte er im Interview mit Gala.

Überzeugen in ihren Rollen als Bösewichte: Orlando Bloom (vorne) und Christoph Waltz.

Neben internationalen Hollywoodstars wirken auch deutsche Schauspieler in "Die drei Musketiere" mit. Allen voran Christoph Waltz, der nach seinem Oscar-Gewinn für seine Rolle in "Inglourious Basterds" erstmals wieder auf deutschem Boden drehte. Doch auch Til Schweiger (Cagliostro) und Nina Eichinger (Kammerfrau) konnten kleine Rollen in dem aufwändigen Actionfilm ergattern. Ein Grund für die deutsche Besetzung dürfte auch der Drehort gewesen sein - schließlich wurde der Film in Bayern produziert. "Es war unser großes Glück, dass wir den Schlüssel zu diesem Königreich bekommen haben", betont Regisseur Paul W.S. Anderson. "Nie zuvor habe ich so prachtvolle Schlösser gesehen, und ich kann es kaum glauben, dass dort noch nicht viel mehr Filme gedreht wurden".

Doch nicht nur hochkarätige Stars machen Andersons Film sehenswert: Auch junge Schauspieler wie Logan Lerman in der Rolle des D'Artagnon überzeugen. Der Schauspieler kann mit gerade mal 19 Jahren schon auf eine Vielzahl beeindruckender Projekte wie "Der Patriot", "The Butterfly Effect" oder "Was Frauen wollen" zurück blicken. Und so ging es auch nach "Die drei Musketiere" für den Jungstar weiter: An der Seite von Emma Watson drehte er den Independent-Film "The Perks of Being a Wallflower", der 2012 in die Kinos kommt. Längst schon wird Lerman als neues Teenie-Idol gehandelt. Das Zeug dazu hätte er jedenfalls.

Fazit

Fast 30 Mal wurde die Geschichte der "Drei Musketiere" von Alexandre Dumas bereits auf die Leinwand gebracht und ist damit das meistverfilmte Buch. Regisseur Paul W.S. Anderson ist mit seiner Version dennoch ein kurzweiliges Kino-Abenteuer gelungen, dass seinesgleichen sucht. Besonders die Spezialeffekte in 3D überzeugen und spätestens, wenn zwei brennende Luftschiffe auf dem Dach des Pariser Notre Dame landen, ist klar: Manchmal kann Klotzen so viel amüsanter sein, als Kleckern.

Andrea Zernial

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